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Leeve Lüüd, da sind sie wieder, die Nationalpark Nachrichten und mit ihnen ein herrlicher Altweibersommer. Allmorgendlich wabert der Nebel über die Fennen, still und geheimnisvoll. Am Himmel über dem Wattenmeer geht es dagegen lauter zu. Die Zugvogel-Zeit beginnt und lässt sich bestens auf einer Führung mit den Nationalpark-Ranger*innen erleben. Millionen Vögel machen auf den Flächen im Nationalpark Rast und rüsten sich hier für den Weiterflug in die Überwinterungsgebiete. Auch wir Menschen spüren den Wechsel der Jahreszeit. Die Frage, ob die Kinder abends Füße waschen oder einfach Socken überziehen sollen, stellt sich nun nicht mehr. Denn die Barfuß-Tage werden langsam von den Stövchen-Abenden abgelöst. Und das ist doch auch schön! |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Nach 20 Jahren brüteten die Fluss- und Küstenseeschwalben auf Hallig Hooge endlich wieder richtig erfolgreich. Und wie! Ein großer Teil der über 900 Brutpaare war erfolgreich. Das zeigte das Bruterfolgsmonitoring der Nationalparkverwaltung auf Hooge. Nationalpark-Ranger Martin Kühn erklärt, dass in dieser Saison zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt waren: Die Hallig ist seit zwei Jahren weitgehend rattenfrei. Außerdem sei in diesem Jahr reichlich Nahrung für die Küken verfügbar gewesen: „Ich habe kaum eine Seeschwalbe gesehen, die keinen Fisch im Schnabel hatte.“ Der Bruterfolg zeigt, wie effektiv das Management von Prädatoren beim Artenschutz sein kann. Die Schutzstation Wattenmeer setzte sich vor Ort mit ihrem Team um Benjamin Gnep stark für den Schutz der Seeschwalben vor Wanderratten ein. Die Nationalpark-Stiftung förderte die Erarbeitung des Konzeptes für die Wanderratten. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Die Akkus laden bevor es weiter geht in die Überwinterungsgebiete – darum machen Millionen Zugvögel dieser Tage Rast im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Im Frühjahr und im Herbst ist das Wattenmeer das vogelreichste Gebiet Europas und lockt zahlreiche Gäste an die Küste. Allen Vogelfans und Naturinteressierten bietet der „Westküsten-Vogelkiek“ die Möglichkeit, den Vogelzug hautnah mitzuerleben. Begleitet von fachkundigen Nationalpark-Ranger*innen geht es an die besten Beobachtungspunkte im und am Watt. Die Veranstaltungsreihe der Nationalparkverwaltung findet vom 26. September bis zum 4. Oktober statt. Auch die Naturschutzverbände bieten zahlreiche, vogelkundliche Führungen an. |
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Foto: Pedro Martinez
Bei der siebten HUSAWA-Forschungsfahrt fanden die Forschenden so viele Europäische Hummer wie noch nie. 34 Tiere wurden erfasst, vermessen, markiert und wieder freigelassen. Das Forschungsteam untersuchte mithilfe von Sendern, Wasserproben und moderner Unterwassertechnik zehn Tage lang die Hummerpopulation im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die Auswertung der Ergebnisse wird zeigen, wie sich die gefährdete Art im Nationalpark entwickelt. Die Forschungsfahrt war wieder eine interdisziplinäre Teamleistung: neben den Forscherinnen der Nationalparkverwaltung unterstützten drei Geomar-Wissenschaftler*innen, zwei Amrumer Taucher und Kapitän und Besatzung der Senckenberg die Unternehmung. |
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Foto: Chris Lynam
Welchen Einfluss haben invasive Arten auf die Muschelbänke? Das interessiert nicht nur uns in Schleswig-Holstein. Dr. Sabine Schückel, Dr. Ulrike Schückel und Dr. Lenke Tödter, drei Forscherinnen der Nationalparkverwaltung, stellten deshalb ihre Arbeiten und Modelle auf der ECSA 61 vor und leiteten auch eine Session zu innovativen Monitoringmethoden und Bewertungstools. Die internationale Wissenschaftskonferenz zu Küsten- und Mündungsgebieten fand im August bereits zum 61. Mal statt. Eine der zentralen Fragen der mehrtägigen Zusammenkunft war, wie wissenschaftliche Ergebnisse noch schneller in die Anwendung kommen und in politische Entscheidungen einfließen können. Das Projekt iSEAL der Nationalparkverwaltung beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema "Einfluss einwandernder Arten". |
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Moin! Ich bin Udo Müller-Thomsen und seit Kurzem für das Projekt RESAR im FB 30 Umweltbeobachtungen und Planungsgrundlagen tätig. RESAR steht für „Revitalisierung von Salzwiesen durch Rückbau anthropogener Höhenstrukturen“. Das bedeutet, wir renaturieren Salzwiesen und geben ihnen damit die Möglichkeit, sich natürlicher zu entwickeln. So sind sie in der Lage, mehr CO2 zu speichern. RESAR verbindet dabei Naturschutz, Klimaschutz und Küstenschutz. Nach meiner landwirtschaftlichen Lehre studierte ich in Kiel Agrarwissenschaften und war anschließend am FTZ Büsum, dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Uni Kiel, in der AG Bodenökologie tätig. Aus dieser Zeit stammt meine Verbindung zum Nationalpark und dem Deichvorland mit seinen Salzwiesen. Gerade diesen Teil des Nationalparks lernte ich lieben und schätzen. Nun freue ich mich, in dem hochmotivierten Team in Tönning und mit den Baubetrieben vor Ort das Projekt RESAR umsetzen zu dürfen!
Foto: M. Hepp / MEKUN |
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Moin, ich bin Cedric! Ich bin 19 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem südlichen Niedersachsen. Nach meinem Abitur hat es mich an die Nordseeküste nach Tönning verschlagen. Seit August darf ich hier das Team der Nationalparkverwaltung im Bereich Kommunikation und Nationalpark-Partner unterstützen.
Besonders faszinierend finde ich dabei die Verbindung von Natur und Öffentlichkeitsarbeit. Ich möchte hier noch besser verstehen, wie komplexe Themen rund um den Schutz des Wattenmeeres funktionieren.
Ich freue mich auf ein abwechslungsreiches Jahr und darauf, den Menschen den Nationalpark und ein Verständnis für die Vielfalt dieses Lebensraums näherzubringen.
Foto: privat |
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Foto: Anneliese Smuda / LKN.SH
Auf einer Hallig zu wohnen, ist schon wirklich etwas Besonderes. Und dort zur Schule zu gehen wohl erst recht. Wenige Kinder, kurze Wege und immer wieder Landunter. Trotzdem hat jedes schulpflichtige Halligkind die Möglichkeit, bis zum 9. Jahrgang vor Ort zur Schule zu gehen. Erst danach geht es auf dem Festland weiter. In einem halligübergreifenden Schulprojekt setzten sich die Schüler*innen der Hallig-Schulen mit ihrer Heimat im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auseinander. Welche Rolle spielt die Natur? Wie gestaltet sich das Zusammenleben? Die Ergebnisse des Projektes werden aktuell im Husumer Kreishaus gezeigt. |
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Foto: Ruth Hartwig-Kruse / LKN.SH
Die Halligen im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind einzigartige Wohnorte, die in Sachen Infrastruktur und Alltag vor ganz besonderen Herausforderungen stehen. Aber wie sieht es eigentlich bei den Nachbarn in Dänemark aus? Diesen Sommer reisten etwa 50 Halliglüüd (Halligleute) zur kleinen Schwester-Insel Mandø, um das alltägliche Leben vor der dänischen Küste kennenzulernen. Die Teilnehmenden erkannten viele Parallelen zu den schleswig-holsteinischen Halligen: Hier wie dort ist beispielsweise die ärztliche Versorgung eine Herausforderungen. Auf Mandø allerdings gibt es für Kinder keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Am Ende waren sich die Halliglüüd einig, dass die eigenen Halligen infrastrukturell ganz gut aufgestellt sind. Verbesserungen sind natürlich immer möglich. Dennoch war nach der Reise klar: Zuhause ist es doch am schönsten! |
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Foto: Joshua Walter / LKN.SH
Das dreijährige, dänisch-deutsche Interreg-Projekt VaBene ist mit der Abschlusskonferenz am 16. September in Tønder erfolgreich am Ziel angekommen. Lokale Akteur*innen und Tourismusexpert*innen, Nationalpark-Partner und Nachhaltigkeits-Guides feierten das gemeinsam. Die Wattenmeerregion ist mit dem Projekt VaBene wichtige Schritte in Richtung regenerativer Tourismus gegangen: Nachhaltigkeit wird nicht als Extra, sondern als das neue Normal kommuniziert. Urlauber können dank neuer Angebote für die Natur aktiv werden. Die Nationalpark-Partner in Dänemark setzen sich für Regionalität und Umweltschutz ein. Und qualifizierte Nachhaltigkeits-Guides bringen Einheimische und Gäste mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung. Inspiration für zukünftige Schritte lieferten Leuchtturmprojekte aus Kopenhagen und von den Azoren. |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Der EntdeckerPass ist der erste Reiseführer, der alle Großschutzgebiete Deutschlands vorstellt. Alle Nationalen Naturlandschaften (NNL), also 142 Naturparke, Biosphärenreservate, Wildnisgebiete und Nationalparke sind vertreten und laden zu kleinen und großen Abenteuern ein. Egal ob Tagesausflug oder längere Reise – der EntdeckerPass passt in jeden Rucksack und inspiriert zu vielfältigen Naturerlebnissen von der Küste bis zu den Alpen. Auch das Biosphärenreservat und der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind dabei. Der Clou: In jedem Gebiet können Stempel gesammelt werden. Challenge accepted? Wer es schafft, alle Stempel zu sammeln, darf sich auf eine besondere Überraschung freuen! In Kürze bekommen Interessierte den Pass zum Beispiel im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum. |
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Foto: Michael Räder / NLPVW
Das Wattenmeer ist grenzüberschreitend und auch sein Schutz ist am wirksamsten, wenn er Grenzen überwindet. Beim Wadden Sea Day 2026 in Wilhelmshaven tauschten sich über 130 Expert*innen über die Zukunft der Schutzgebiete aus und diskutierten ihre Bedeutung für den langfristigen Erhalt des UNESCO-Weltnaturerbes. Britta Diederichs von der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hielt einen spannenden Vortrag. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden, wie die Schutzmaßnahmen von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden in eine einheitliche Strategie für dieses – von verschiedensten Herausforderungen bedrohte – Ökosystem integriert werden können. Insgesamt wurde deutlich, dass effektiver Naturschutz neben den Schutzgebieten vor allem internationale Kooperation erfordert. |
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Foto: Petra Fiedler
Ein besonderer Tag verdient eine besondere Kulisse. Und die bietet das Großaquarium im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum ganz sicher. Während das Brautpaar vor der großen Panoramascheibe im faszinierenden Licht der Unterwasserwelt sitzt, nehmen die Gäste auf der Tribüne des Forums Platz – mit bester Sicht auf Dorsche, Seelachse, Nagelrochen und Eheleute. Denn natürlich ist das Forum während der Trauung exklusiv der Hochzeitsgesellschaft vorbehalten. Anschließend geht es ganz nach Wunsch mit einem Glas Sekt zum Anstoßen auf die Sonnenterrasse oder zum Essen in das Multimar-Restaurant. Eine Erkundung der interaktiven Ausstellungen rundet diese ganz individuelle Hochzeitsfeier ab. |
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Foto: Kevin McElvaney / LKN.SH
Fremde Welten zu erforschen, ist ein Kindertraum, der im Herbst Wirklichkeit wird. Denn dann öffnet sich im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum auch für Familien die Tür zum Forschungslabor, das sonst nur Schulklassen vorbehalten ist. Am 13. Oktober dürfen Groß und Klein (ab 7 Jahren) im Labor des Nationalpark-Zentrums zum Thema Meeresmüll forschen. Wie sieht es im Nationalpark Wattenmeer in Sachen Müll aus? Wie gefährlich ist Mikroplastik? Und was hat das mit uns zu tun? An der Seite von Fachleuten experimentieren und mikroskopieren die Familien und arbeiten dabei sogar mit lebenden Miesmuscheln. Melden Sie sich und ihre Famile an! |
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Foto: Martin Stock / LKN.SH
Wildnis zuzulassen, kann eine effektive Form des Naturschutzes sein. Darum geht es in dem Buch „Naturschutz durch Wildnis“ von Gert Rosenthal (Hrsg.), Ulmer Verlag 2026. Moritz Padlat von der Nationalparkverwaltung und Martin Stock, Naturfotograf und ehemaliger Kollege, sind mit einem Beitrag über Salzwiesen als Fallbeispiel für gelungene Wildnis vertreten. Im Nationalpark sollen sich Salzwiesen als Wildnisgebiet ganz natürlich entwickeln dürfen. Einzig die Gegebenheiten vor Ort bestimmen den Verlauf von Prielen und die Vegetation. So wächst ein Lebensraum, der ideal an den Standort angepasst ist. Die ökologischen Prozesse sind aufeinander abgestimmt, so dass es kein weiteres Eingreifen durch Menschenhand bedarf. Ganz getreu dem Nationalpark-Motto: Natur Natur sein lassen. |
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Foto: Rainer Borcherding / Schutzstation Wattenmeer
Das Wattenmeer ist immer für Überraschungen gut. In diesem Sommer erstaunten gleich zwei Arten die aufmerksamen Strandgänger*innen und Wattläufer*innen. Auf Sylt landeten Segelquallen an, die mithilfe eines kleinen Segels über die Meere gleiten – in diesem Sommer erstmalig bis zur dänischen und deutschen Westküste. „Sie sind harmlose Vorboten aus dem Süden“, erklärt Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer. Durch die steigenden Wassertemperaturen ist künftig mit immer mehr wärmebedürftigen Arten zu rechnen. Im Lister Watt vor Sylt tauchten außerdem Grüne Samtschnecken auf. Sie sind keine ganz neue Art, traten aber in diesem Jahr besonders zahlreich auf, weil ihre Lieblingsnahrung, der Federtang, massenhaft vorkam. |
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