13.03.2016

Ausgezeichnet: Das Weltnaturerbe Wattenmeer auf der ITB

Themen: 
Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, der größten Tourismusbörse der Welt, hat das Weltnaturerbe Wattenmeer den 3. Preis bei den „Best Exhibitor Awards“ der Cologne Business School in der Kategorie „Travel Support and Media“ erhalten.
Foto: Lobach/CWSS

Foto: Lobach/CWSS

Die Auszeichnungen für die besten Stände wurden am 12. März 2016 in Berlin präsentiert. Die Veranstalter lobten die Gestaltung des Weltnaturerbe Wattenmeer- Messestandes und auch dort angebotenen vielfältigen umweltpädagogischen Aktivitäten.

Laut Rüdiger Strempel, Sekretär des Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven, bot die ITB eine hervorragende Gelegenheit, um die Zusammenarbeit im Wattenmeer zu präsentieren, als gutes Beispiel für die erfolgreiche nachhaltige Entwicklung eines Weltnaturerbes. „Wir waren natürlich enorm erfreut und fühlten uns geehrt, diese Auszeichnung für die Präsentation unserer Weltnaturerbestätte hier in Berlin erhalten zu haben."

An dem Messestand präsentierten sich verschiedene Organisationen aus verschiedenen Teilen der Wattenmeerregion, die sich über 500 km entlang der Nordseeküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande erstreckt. Die Nationalparks boten Informationen über die Artenvielfalt im Wattenmeer, eine Fotoausstellung vermittelte visuelle Eindrücke, und lokale Erzeuger gaben einen kulinarischen Vorgeschmack auf typische Produkte der Region. Besucher konnten sich über die Sehenswürdigkeiten des Wattenmeeres informieren und auch erfahren, wie  Naturschutz und Wirtschaft gemeinsam daran arbeiten, den außergewöhnlichen universellen Wert dieser Weltnaturerbestätte zu erhalten und gleichzeitlich die Region für Touristen attraktiv zu gestalten.

Lobach / CWSS

Das Weltnaturerbe Wattenmeer brachte auch internationale Experten auf der ITB zusammen. Adam Markham, stellvertretender Direktor der “Union of Concerned Scientists”, und Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, diskutierten die Herausforderungen und die Auswirkungen von Tourismus in einer sensiblen Umwelt, insbesondere unter Berücksichtigung der Risiken des Klimawandels. Peter Debrine, UNESCO-Beauftragter für nachhaltigen Tourismus in Welterbestätten, und Peter Prokosch, Präsident der Organisation „Linking Tourism and Conservation“, zeigten Beispiele von Naturgebieten weltweit auf, wo durch Tourismus der Naturschutz gestärkt wird und zur wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt. Beide stellten das Weltnaturerbe Wattenmeer als einen Ort heraus, an dem dieses Zusammenspiel besonders gut funktioniert.

In einer von Rüdiger Strempel moderierten Podiumsdiskussion erörterten Regierungsvertreter aus Deutschland und den Niederlanden sowie Vertreter der UNESCO, der Wissenschaft und der Unternehmen, wie der Weltnaturerbe-Status zur nachhaltigen Entwicklung lokaler Kommunen beitragen kann, und wie Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung in den jeweiligen Welterbestätten in Einklang gebracht werden können.

(Presseinformation des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats vom 13.3.2016)

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