27.04.2020

Das Leben auf Neuwerk in Zeiten von Corona

Bericht vom Verein Jordsand

Brandseeschwalben auf Neuwerk. Foto © Werner Flegel

Es ist schon Ende April und Neuwerk ist wie leergefegt. Keine Gäste in den Hotels, das Nationalpark-Haus geschlossen und keine Wattführungen oder Veranstaltungen zu den Gänsewochen. In diesem Jahr ist vieles anders. Wir Insulaner müssen Abstand voneinander halten und die Touristen dürfen nicht zu uns auf die Insel kommen. Das gilt allerdings nicht für die gefiederten Gäste: Unzählige Zugvögel ziehen wie jedes Jahr auf ihrer Reise durch das Wattenmeer, um sich hier einige Wochen lang für den Weiterflug in die nordischen Brutgebiete zu stärken. Bis Ende Mai tummeln sich hier Große Brachvögel, Goldregenpfeifer, Knutts und Ringel- und Weißwangengänse. Auch viele Singvögel nutzen die Insel als Trittbrett. Überall hopsen Drosseln und Rotkehlchen in den Gärten, Steinschmätzer und Wiesenpieper in den Vorländern. Und zeitgleich kommen die ersten Brutvögel nach Neuwerk. Kiebitze, Rotschenkel, Austernfischer und tausende Lachmöwen, Silbermöwen, und Brandseeschwalben haben schon ihre Brutplätze gesichert.

 

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