16.08.2018

Vom Junior Ranger zum professionellen Teamer

Themen: 
Ausbildungscamp für Junior Ranger mit bundesweiter Beteiligung
Conny Perschmann (grün & bunt) und Stefanie Lenz (Junior Ranger Büro) mit den frischgebackenen Teamern

Conny Perschmann (grün & bunt, kniend links) und Stefanie Lenz (Junior Ranger Büro) mit den frischgebackenen Teamern. Foto: Görlich/NLPV

Mehr als 150 Kinder und Jugendliche im Nationalpark und Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer setzen sich für den Erhalt der einzigartigen Natur des Wattenmeers ein. Draußen vor Ort, in sogenannten Junior Ranger Camps, erhalten sie ihre naturkundliche Ausbildung und sammeln motivierende Naturerfahrungen.

Junior Ranger Camps brauchen aber auch eine gute Organisation und eine qualifizierte Betreuung. Vergangene Woche (5. - 8. August) fand deshalb in Harlesiel das „Assistenten-Camp 2018“ statt, bei dem Junior Ranger und interessierte Jugendliche zu sogenannten Teamern ausgebildet wurden. Zu diesem viertägigen Ausbildungs-Camp im Nationalpark und Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer waren 18 Junior Ranger aus ganz Deutschland angereist. Die Zelte schlugen sie am Campingplatz Harlesiel auf, wo ihnen vom Nationalpark-Partner Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel freundlicherweise ein Platz in erster Reihe mit Meerblick zur Verfügung gestellt wurde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich damit, wie man ein Camp richtig organisiert und durchführt. Sie lernten alles vom sinnvollen Aufbau eines Camps über die Verpflegungsplanung bis hin zum Kochen für große Gruppen direkt in der Praxis. So standen sie gemeinsam vor der Aufgabe, ihr Camp selbst zu errichten und erhielten, aufgeteilt in Gruppen, die Verantwortung für die Verpflegung und Organisation eines ganzen Camp-Tages. Außerdem lernten die Jugendlichen viel darüber, wie man Gruppen anleitet und deren Gemeinschaft fördert. Weitere Ausbildungsinhalte waren Camp-Sicherheit und Notfallmanagement, ebenfalls praktisch vor Augen geführt bei einer Wattwanderung.

Als besonderes Highlight fand ein Gewaltpräventionskurs statt, durchgeführt von der Wing Tsun Akademie aus Wilhelmshaven. Neben dem Thema Selbstbehauptung und der Kunst verbaler und non-verbaler Kommunikation lernten sie hier, wie man Konflikte innerhalb einer Gruppe löst.

Am Ende wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Teamern zertifiziert und erhielten zur Auszeichnung eine Urkunde und ein Teamer-Shirt. Damit können sie nun bei zukünftigen Camps als Betreuer mitfahren und vor Ort eigenständig Aufgaben übernehmen.

Organisiert wurde das Camp vom Junior Ranger Büro der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in enger Kooperation mit Conny Perschmann von „grün & bunt – Natur erleben“, ebenfalls Nationalpark-Partner. Finanziell unterstützt wurde das Camp von Europarc Deutschland e.V. als Dachorganisation der Junior Ranger in den Nationalen Naturlandschaften.

Über das Junior Ranger Programm

Junior Ranger sind Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland, die sich in den Nationalen Naturlandschaften, also beispielsweise Nationalparks und Biosphärenreservaten wie dem niedersächsischen Wattenmeer, aktiv für den Umweltschutz einsetzen. Gemeinsam erkunden sie die Natur, lernen die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen und erleben spannende Abenteuer auf Camps und Exkursionen.

Alle naturinteressierten Kinder ab 8 Jahren sind herzlich dazu eingeladen, sich den Junior Rangern anzuschließen. Informationen dazu sind auf der Internetseite www.juniorranger-nds-wattenmeer.de zu finden oder beim Junior Ranger Büro der Nationalparkverwaltung (Tel. 04421 911-263) erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Schneeammern. Foto: Michael Hillmann

Zu den Wintergästen im Wattenmeer gehören auch die Schneeammern, die im Spülsaum, am Strand oder auch am Deichfuß, emsig nach Samen von Salzwiesenpflanzen suchen. Sie brauchen viel Ruhe zum Fressen, um im Frühjahr den Rückflug in ihre arktischen Brutgebiete zu schaffen. Durch Stressfaktoren wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel werden ihre lebensnotwenigen Energiereserven unnötig aufgezehrt. Foto: Michael Hillmann

26.12.2018 Feuerwerk, Silvester Wenn Feuerwerksfans es in der Silvesternacht richtig krachen lassen, finden andere das gar nicht spaßig. Vögel und andere Tiere können durch die plötzlichen Knall- und Lichteffekte ernsthaft in Panik geraten. Im Nationalpark ist Feuerwerk verboten, aber wegen der weiträumigen Effekte sollte man auch im Umfeld von Schutzgebieten darauf verzichten. mehr »
Dr. Holger Freund und Peter Südbeck nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen der Nationalparkverwaltung und dem Mellumrat e. V.

Dr. Holger Freund und Peter Südbeck nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: B. Schmidt/NLPV

19.12.2018 Kooperation, Mellum Die erfolgreiche Zusammenarbeit wurde für weitere vier Jahre besiegelt. mehr »
Uferschnepfen

Uferschnepfen mögen es nass: das vernässte Grünland auf Borkum bietet optimale Brut- und Nahrungsgebiete. Foto: G. Reichert/NLPV

18.12.2018 LIFE+, Wiesenvögel, Wiesenvogelschutz Die Wiesenvögel reagieren positiv auf die Naturschutz-Maßnahmen, die seit 2014 aus Mitteln der EU und des Landes Niedersachsen durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer rund um den Borkumer Tüskendörsee umgesetzt wurden. mehr »

©Stock/LKN.SH

14.12.2018 Wattwandern, Winter Das Naturerlebnisprogramm der betreuenden Naturschutzverbände und der Nationalpark-Wattführerinnen und –wattführer zeigt, dass der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auch im Winter viel zu bieten hat – für Gäste und Einheimische, die jetzt endlich mal Zeit finden. mehr »

Eckehard Bockwoldt vor dem gläsernen Pottwalkopf im Multimar Wattforum | © Claußen / LKN.SH

12.12.2018 Die Schallerzeugung der Pottwale ist ein komplexer physiologischer Vorgang. Das Modell, das dieses Naturphänomen verstehbar macht, ist das letzte Ausstellungsobjekt, das der Ausstellungsmacher des Multimar Wattforums Eckehard Bockwoldt mit seinem Ruhestand am 14. Dezember fertigstellt. mehr »