Eiskristalle verzaubern aktuell die Küste des Wattenmeers – die Temperaturen um den Gefrierpunkt machen Spaziergänge nun erst recht zum Erlebnis. Das Leben konzentriert sich. Gerade unsere gefiederten Wintergäste lassen sich wunderbar beobachten.
67 Beiträge der Kategorie "Meeressäuger"
Mit der Fluke voran
Mit der Fluke voran rutschen die Kälber aus dem Mutterleib hinein in ihr Lebenselement, das Meer: Bei den Schweinswalen in der Nordsee wird von Mai bis Juli der Nachwuchs geboren. Unmittelbar danach bringen die Walmütter die Kleinen zum Luftholen an die Wasseroberfläche.
Nachwuchs bei den Seehunden
Sie sind die vielleicht bekanntesten Bewohner des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – und in diesen Tagen wird bei den Seehunden der Nachwuchs geboren. Der wattenmeerweite Bestand dieser Meeressäuger ist seit einigen Jahren mit rund 10.000 Geburten pro Jahr stabil. An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste wurden 2021 mehr als 5.000 junge Seehunde gezählt – ein Rekord.
Nachwuchs bei den Seehunden
An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste wurden 2021 mehr als 5.000 junge Seehunde gezählt. © Stock / LKN.SH
Wussten sie schon, dass …
… sein Blubber den Schweinswal vor dem Frieren schützt? „Blubber“, das ist ein dickes, wärmeisolierendes Fettgewebe in der Unterhaut, das fast den ganzen Körper ders Meeressäugers umgibt und diesen vor Wärmeverlust bewahrt.
Schweinswale voraus!
Die Deutsche Wildtier Stiftung hat den Schweinswal, der auf der roten Liste Deutschlands als stark gefährdet geführt wird, zum Wildtier des Jahres 2022 ernannt. Bei den 6. Wilhelmshavener Schweinswal-Tagen, die vom 16. bis zum 23. April stattfinden, dreht sich alles um die im Wattenmeer heimische Walart.
Schweinswal-Monitoring
Schweinswale orientieren sich im trüben Meer vor allem akustisch über Echoortung. Dazu senden sie nahezu kontinuierlich hochfrequente Signale aus, sogenannte Klicks. Mithilfe der reflektierten Echos finden sie sich im Raum zurecht und lokalisieren ihre Beute.
Wattenmeer-Seehundbericht
Dreißig Jahre nach der Umsetzung des Wattenmeer-Seehundabkommens im Jahr 1991 hat sich die Population der Seehunde im Wattenmeer verfünffacht und ist damit wieder auf dem Niveau von 1900, wie Schätzungen nahelegen.
30 Jahre Trilaterales Seehundabkommen
Im Oktober 1991 trat das von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden unterzeichnete Abkommen über die Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer, das „Wadden Sea Seal Agreement“ (WSSA) in Kraft. Es wurde kurz nach dem ersten Seehundsterben 1988 unter der UN-Konvention zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten geschlossen.
Geflügelpest-Virus bei drei Seehunden nachgewiesen
Nachweis von Geflügelpest-Virus (HPAIV H5N8) bei drei Seehunden aus dem Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer.








