„Drohnen“ im Nationalpark

Kameradrohne in der Luft. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

Kameradrohne im Einsatz. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

Sie laden zu spektakulären Flugmanövern ein und liefern tolle Fotos und Videos aus der Vogelperspektive – immer größerer Beliebtheit erfreuen sich „Drohnen“, unbemannte Fluggeräte, ferngesteuert und meist mit integrierter Kameratechnik. Deren Betrieb ist leider vielfach mit Datenschutzfragen bis hin zu Nachbarschaftsstreitigkeiten verbunden. Solche Konflikte sind im Wattenmeer zumeist kein Thema. Denn hier stehen ja gerade die unbebaute Weite der Strände, Dünen und Watten und damit beeindruckende Landschaftsaufnahmen im Interesse. Im Nationalpark Wattenmeer sind dafür dessen Schutzgüter zu beachten, und das ist hier vor allem die Störungsfreiheit der Tierwelt, auch aus Vorsorgegründen: Ähnlich wie beim Steigenlassen von Drachen können „Drohnen“ Scheucheffekte auf Vögel ausüben, Flächen werden für rastende Vögel blockiert, Brutvögel werden beunruhigt. Auch die besondere Eigenart von Natur und Landschaft und das freie Landschaftsbild mit dem damit verbundenen Erholungswert sollen geschützt werden.

Daher bestimmt das Luftverkehrsrecht, dass über dem Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ der Betrieb von „Drohnen“ grundsätzlich verboten ist (§ 21 b Abs. 1 Nr. 6 LuftVO).

Bitte sehen Sie daher davon ab, innerhalb des Nationalparks „Drohnen“ aufsteigen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

25.01.2019 Havarie, Container, Strandmüll Viele Menschen zeigen ihre Hilfsbereitschaft beim Einsammeln des Mülls aus den havarierten Containern der MSC Zoe. Diese Strandfunde werden uns noch lange Zeit beschäftigen. Hier ein paar Tipps, wie Freiwillige die Reinigungsmaßnahmen sinnvoll unterstützen können. mehr »
Schneeammern. Foto: Michael Hillmann

Zu den Wintergästen im Wattenmeer gehören auch die Schneeammern, die im Spülsaum, am Strand oder auch am Deichfuß, emsig nach Samen von Salzwiesenpflanzen suchen. Sie brauchen viel Ruhe zum Fressen, um im Frühjahr den Rückflug in ihre arktischen Brutgebiete zu schaffen. Durch Stressfaktoren wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel werden ihre lebensnotwenigen Energiereserven unnötig aufgezehrt. Foto: Michael Hillmann

26.12.2018 Feuerwerk, Silvester Wenn Feuerwerksfans es in der Silvesternacht richtig krachen lassen, finden andere das gar nicht spaßig. Vögel und andere Tiere können durch die plötzlichen Knall- und Lichteffekte ernsthaft in Panik geraten. Im Nationalpark ist Feuerwerk verboten, aber wegen der weiträumigen Effekte sollte man auch im Umfeld von Schutzgebieten darauf verzichten. mehr »
Dr. Holger Freund und Peter Südbeck nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen der Nationalparkverwaltung und dem Mellumrat e. V.

Dr. Holger Freund und Peter Südbeck nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: B. Schmidt/NLPV

19.12.2018 Kooperation, Mellum Die erfolgreiche Zusammenarbeit wurde für weitere vier Jahre besiegelt. mehr »
Der neue Vorstand von EUROPARC Deutschland e.V. (v.l.n.r.): Hartmut Escher, Peter Südbeck, Christian Unselt, Eugen Nowak. Foto: Jan Wildefeld

Der neue Vorstand von EUROPARC Deutschland e.V. (v.l.n.r.): Hartmut Escher, Peter Südbeck, Christian Unselt, Eugen Nowak. Foto: Jan Wildefeld

22.11.2018 Nationale Naturlandschaften, EUROPARC Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete: 55 Nationale Naturlandschaften sind unter dem Dach von EUROPARC Deutschland vereint. Auf der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder des Verbandes jetzt turnusgemäß einen neuen Vorstand. Neuer Vorstandsvorsitzender ist Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. mehr »
Zertifizierung von neuen Partnern für den Nationalpark und das Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: NLPV

Die neuen Partner mit den Vertretern der Nationalparkverwaltung, vlnr: Nicole Kubisz, Marion Ammermann (beide DJH Neuharlingersiel), Nationalpark-Leiter Peter Südbeck, Christoph Angres (Jugendherbergen Esens & Schillig), Holger Freund (Mellumrat), Julia Kaffarnik (Dt. Sielhafenmuseum Carolinensiel), Bernd-Uwe Janssen (Naturschutzhof Wittmunder Wald) und Astrid Martin (Biosphärenreservatsverwaltung).

29.10.2018 Nationalpark-Partner, Partnerinitiative Das Partner-Netzwerk des Nationalparks- und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer begrüßt sieben neue Partner-Betriebe und freut sich über den Zuwachs in den Bereichen Gastronomie & Beherbergung sowie Bildungseinrichtungen mehr »