„Drohnen“ im Nationalpark

Kameradrohne in der Luft. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

Kameradrohne im Einsatz. Foto: Imke Zwoch / Nationalparkverwaltung

Sie laden zu spektakulären Flugmanövern ein und liefern tolle Fotos und Videos aus der Vogelperspektive – immer größerer Beliebtheit erfreuen sich „Drohnen“, unbemannte Fluggeräte, ferngesteuert und meist mit integrierter Kameratechnik. Deren Betrieb ist leider vielfach mit Datenschutzfragen bis hin zu Nachbarschaftsstreitigkeiten verbunden. Solche Konflikte sind im Wattenmeer zumeist kein Thema. Denn hier stehen ja gerade die unbebaute Weite der Strände, Dünen und Watten und damit beeindruckende Landschaftsaufnahmen im Interesse. Im Nationalpark Wattenmeer sind dafür dessen Schutzgüter zu beachten, und das ist hier vor allem die Störungsfreiheit der Tierwelt, auch aus Vorsorgegründen: Ähnlich wie beim Steigenlassen von Drachen können „Drohnen“ Scheucheffekte auf Vögel ausüben, Flächen werden für rastende Vögel blockiert, Brutvögel werden beunruhigt. Auch die besondere Eigenart von Natur und Landschaft und das freie Landschaftsbild mit dem damit verbundenen Erholungswert sollen geschützt werden.

Daher bestimmt das Luftverkehrsrecht, dass über dem Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ der Betrieb von „Drohnen“ grundsätzlich verboten ist (§ 21 b Abs. 1 Nr. 6 LuftVO).

Bitte sehen Sie daher davon ab, innerhalb des Nationalparks „Drohnen“ aufsteigen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Katja Just wird in ihrer traditionellen Tracht bei der ITB die schleswig-holsteinischen Nationalpark-Partner vertreten. ©Stock/LKN.SH

04.03.2019 Weltnaturerbe, Jubiläum, ITB Bei gleich zwei Anlässen steht das zehnjährige Jubiläum des Weltnaturerbes Wattenmeer in dieser Woche in Berlin im Mittelpunkt. mehr »
Fliegende Kornweihe. Foto: Reno Lottmann

Kornweihe. Foto: Reno Lottmann

01.03.2019 Kornweihe, Forschung, Artenschutz Trotz optimaler Brut- und Nahrungsbedingungen droht der Brutbestand der Kornweihe auf den niedersächsischen Wattenmeerinseln zu erlöschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Langzeitstudie, die von der DBU gefördert wurde. Da Kornweihen zu den Zugvögeln zählen, müsse international – also auch entlang der Zugrouten und in Rast- und Überwinterungsgebieten – nach den Gründen geforscht werden, so die DBU. mehr »
Gruppenfoto Partnerinitiative Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Hofmeister / NLPV

Teilnehmer*innen des Treffens der Partnerinitiative in Wilhelmshaven. Foto: Hofmeister / NLPV

22.02.2019 Partnerinitiative, Biosphärenschule Beim Jahrestreffen der Partnerinitiative des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer wurden erstmals fünf Biosphärenschulen ausgezeichnet. Das Netzwerk umfasst jetzt 233 Partner. mehr »
Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

25.01.2019 Havarie, Container, Strandmüll Viele Menschen zeigen ihre Hilfsbereitschaft beim Einsammeln des Mülls aus den havarierten Containern der MSC Zoe. Diese Strandfunde werden uns noch lange Zeit beschäftigen. Hier ein paar Tipps, wie Freiwillige die Reinigungsmaßnahmen sinnvoll unterstützen können. mehr »