13.10.2015

Ehemalige Freiwillige gründen Netzwerk für den Wattenmeerschutz

Vom 9. bis 11. Oktober trafen sich auf Norderney über siebzig ehemalige Freiwillige im Nationalpark, um ein Netzwerk für den Schutz des Wattenmeers zu gründen. Die Initiative dazu entstand aus dem Kreis der Freiwilligen vom Bundesfreiwilligendienst, dem Freiwilligen Ökologischen Jahr und dem Zivildienst und wird nun unter dem Dach des Fördervereins Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer e.V. verwirklicht.
Ehemalige Freiwillige trafen sich auf Norderney zur Gründung eines Netzwerks für den Wattenmeerschutz.

Ehemalige Freiwillige trafen sich auf Norderney zur Gründung eines Netzwerks für den Wattenmeerschutz. Foto: Brandt

Seit der Gründung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer im Jahr 1986 üben jedes Jahr ca. 50 Freiwilligendienst-Leistende ihr Ehrenamt im Nationalpark aus.  Die Niedersächsische Wattenmeerstiftung finanziert allein jährlich 30 Stellen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) an der ostfriesischen Küste.

„Ohne die jungen Freiwilligen wäre der Wattenmeerschutz – geschweige denn die Besucherbetreuung und Umweltbildung – überhaupt nicht leistbar und stemmbar“, sagt Jürgen Rahmel, Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer e.V., der als ehemaliger Leiter des Nationalparkhauses Norderney selbst 13 Jahre lang mit FÖJlern zusammengearbeitet hat.  „Die jungen Freiwilligen bringen immer wieder neue Impulse und vor allem ganz viel Begeisterung, jugendliche Kraft und Humor ein“, so Rahmel. „Viele von den ehemaligen Freiwilligen sind heute beruflich im Umweltschutz aktiv und verfügen über wertvolles Fachwissen und gute Netzwerke. Außerdem signalisieren sie immer wieder große Bereitschaft, sich weiterhin für das Wattenmeer einzusetzen – das ist ein beachtliches Potenzial für den zivilgesellschaftlichen Wattenmeerschutz. Mit dem Projekt ‚Freiwillig fürs Watt‘ wollen wir als Förderverein dieses ehrenamtliche Engagement unterstützen.“

Bei vielen ehemaligen Freiwilligen entsteht während ihres Freiwilligendienstes eine langfristige Verbindung zu Menschen, Orten und der Natur, der sie im Rahmen ihres Freiwilligendienstes intensiv begegnet sind: „Wir Ehemaligen sind noch viele Jahre später tief erfüllt von Begeisterung und Dankbarkeit für die vielleicht beste und sinnvollste Zeit unseres Lebens, die wir im Dienst für den Schutz des Wattenmeers erlebt haben.“ sagt Benjamin Brockhaus (29), der seinen Zivildienst im Jahr 2008 auf der Insel Norderney ableistete und jetzt das Organisationskomitee des Freiwilligennetzwerkes leitet.

Schon seit Jahren kursierte in den Kreisen der ehemaligen Freiwilligen der Wunsch nach einer Netzwerkorganisation, die die weitere ehrenamtliche Zusammenarbeit für das Wattenmeer ermöglichen soll. Dank der finanziellen Förderung der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung und der organisatorischen und finanziellen Unterstützung durch den Förderverein wird diese Vision nun Wirklichkeit: Seit einem halben Jahr bereitete ein Team ehemaliger Freiwilliger unter dem Dach des Fördervereins Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer e.V. das Gründungsevent für die Entstehung des Ehemaligen-Netzwerkes ‚Freiwillig fürs Watt‘ organisatorisch vor.

Zur Netzwerkgründung kamen vom 9. bis 11. Oktober über 70 ehemalige FÖJler und BFDler (Bundesfreiwilligendienst) und Zivildienstleistende nach Norderney. Gemeinsam erarbeiteten sie die organisatorische Basis für die Gründung des Freiwilligennetzwerkes. Es wurde aber auch direkt Hand angelegt: Am Samstagnachmittag führten die Ehemaligen eine Müllsammelaktion am Norderneyer Nordoststrand durch und beteiligten sich im Rahmen der Zugvogeltage an einem inselübergreifenden Vogelzähl-Wettbewerb. Außerdem standen ein bunter Abend und ein Besuch des neuen Nationalpark-Hauses am Hafen auf dem Programm.

Kontakt:

Jürgen Rahmel

  • 1. Vorsitzender Förderverein Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer e.V.
  • Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung
  • Ehemaliger Leiter Nationalparkhaus Norderney

An der Reede 16, 26548 Norderney
Tel.: 04932 2613 / 0160-96628698

Benjamin Brockhaus

  • Studierender, Universität Oldenburg
  • Ehemaliger Zivildienstleistender beim NLWKN (Norderney)

Sonnenstr. 44
26123 Oldenburg
Tel.: 0157 71 57 46 63

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