10.05.2017

Ein Frühstück auf dem Meeresgrund

Welterbe-Geburtstag: 8. Jahrestag der Ernennung des Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe
Frühstückstisch am Watt. Foto: Die Nordsee GmbH

Frühstückstisch am Watt. Foto: Die Nordsee GmbH

Am 25. und 26. Juni können wissenshungrige Frühaufsteher an Niedersachsens Nordsee mit einem besonderen Frühstück in den Tag starten. Die gemeinsame Mahlzeit an der „Waterkant“ ist nicht nur mit einem Ausblick auf das Wattenmeer verbunden, sondern auch mit einer geführten Wanderung über den Meeresboden. Anlass dieser genussvollen Veranstaltungsreihe ist der achte Jahrestag der Ernennung des Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe. Koordiniert werden die Feierlichkeiten von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Die Nordsee GmbH. Die Tradition der kostenlosen Wattwanderungen für Einheimische führen die Organisatoren ebenfalls fort.

Das außergewöhnliche Angebot aus Frühstück und Wattwanderung kostet 15 Euro für Erwachsene (ab 15 Jahren). Eine Anmeldung ist in jedem Fall erforderlich, damit die Teilnehmer nicht vor leeren Tellern sitzen. Ein Anruf bei den jeweiligen Tourist-Informationen oder Nationalpark-Einrichtungen der Orte genügt schon. Die Wattwanderung erfordert zum einen natürlich die richtige Kleidung. Zum anderen sollen die Teilnehmer das eigene Geschirr und Besteck mitbringen. Denn die gemeinsame Mahlzeit soll möglichst nachhaltig sein - mit regionalen und saisonalen Produkten und wenig Abfall.

Für jeden Watt

Wer mit der ganzen Familie anreisen möchte, sollte sich im Vorfeld gut über die Wattwanderungen informieren. In Dangast und Wilhelmshaven werden beispielsweise Wattwanderungen für Kinder ab acht Jahren angeboten. Auf Langeoog und Baltrum gibt es das Welterbe-Geburtstags-Frühstück direkt in der Salzwiese. In Dangast, Bensersiel, Dornumersiel und im Wangerland frühstücken die Teilnehmer am Strand. Wilhelmshavener Gastronomen verwandeln den Südstrand in eine Frühstücks-Promenade mit direktem Blick auf den Jadebusen. Eine Auflistung der Angebote finden Interessierte unter www.die-nordsee.de/welterbegeburtstag

Speziell Watt für Einheimische

Das Angebot der kostenlosen Wattwanderungen für Einheimische wird in 2017 fortgeführt. Sie finden bereits am 24. Juni statt. „Wir freuen uns, dass sich alljährlich viele zertifizierte Nationalpark-Führer daran beteiligen und dieses umfangreiche Angebot damit ermöglichen“, so Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung. Eine Übersicht der kostenlosen Wattwanderungen gibt es ab Ende Mai auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung. Wattläuferinnen und -läufer sollten ihren Personalausweis mitbringen, um sich als „Einheimische“ ausweisen zu können.

„Bei der Organisation des Welterbe-Geburtstags werden wir wieder von den Nationalpark-Einrichtungen und Wattführern unterstützt“, sagt Südbeck. „Dazu kommen noch die örtlichen Tourist-Informationen und einige ausgewählte Gastronomen, die in diesem Jahr für unser Frühstück im Einsatz sind“, fügt Carolin Wulke hinzu.

Auch in den Niederlanden finden an diesem Wochenende zahlreiche Aktionen rund um den Welterbe-Geburtstag statt. Alle Informationen zum „Dag van het Wad“ gibt es hier.

Logo Interreg

Die kostenlosen Wattwanderungen für Einheimische und das Frühstück im Watt zum Weltnaturerbegeburtstag finden im Rahmen des Projektes Watten-Agenda statt. Die Watten-Agenda ist Teil des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland und wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie der Provincie Fryslân und Provincie Groningen kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Ems-Dollart-Region (EDR).

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

Sommerfest im Multimar Wattforum

Das Sommerfest im Multimar Wattforum bietet ein buntes und kreatives Mitmach-Programm für die ganze Familie | © Schnabler/LKN.SH

20.07.2018 Veranstaltung, Muscheln & Schnecken, Multimar Wattforum Am Sonntag, den 29. Juli 2018 lädt das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning zum bunten Sommerfest ein. Zwischen 11 und 17 Uhr erwartet die Besucher ein vielfältiges und kreatives Programm für die ganze Familie. mehr »
Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt

Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt
(v.l.n.r.): Jonas Kaiser (Filialleiter Commerzbank Wilhelmshaven), Raimund Koop, Marlene Radinger, Svenja Püschel, Maximilian Weidenhiller, Stefanie Becker, Florian Carius (Dezernatsleiter Kommunikation-Forschung, Nationalparkverwaltung) und Rüdiger von Lemm (Leiter Nationalpark-Erlebnisstation)
Foto: Dörte Wolff

17.07.2018 Commerzbank, Umweltpraktikum Fünf Studierende aus ganz Deutschland tauschen während des Sommersemesters im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums Uni-Alltag und Prüfungsstress gegen Meeresluft und Möwenschreie. mehr »

Die Richel in den Niederlanden beherbergt die weitaus größte Kinderstube der Kegelrobben in der Wattenmeerregion. Jungtiere sind als weiße Punkte zu erkennen. Ausgewachsene Kegelrobben und ältere Jungtiere sind dunkler. Das Foto steht zur kostenlosen Nutzung im Rahmen der Berichterstattung zu der Kegelrobbenzählung 2018 bereit. | Foto: © S. Brasseur

16.07.2018 Die Zahl der Kegelrobben in der Wattenmeerregion wächst seit über einem Jahrzehnt stetig an – allein im letzten Jahr um 13%. Demnach haben sich die Bestände seit der Rückkehr der Kegelrobben ins Wattenmeer erfolgreich stabilisiert. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 6.144 Kegelrobben in dänischen, deutschen und niederländischen Gewässern des Welterbes erfasst. mehr »
Küstenseeschwalbe im Flug mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

Küstenseeschwalbe mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

13.07.2018 Zugvogeltage, Zugvögel, Küstenseeschwalbe Der Juli-Beitrag unseres Zugvogeltage-Countdowns widmet sich der Küstenseeschwalbe, deren Flugleistung alle Rekorde in den Schatten stellt. mehr »
06.07.2018 Kompensation Anfang Juli startet der Übertragungsnetzbetreiber TenneT mit einer Reihe von Renaturierungsprojekten auf der Insel Borkum und in deren Umgebung. Dabei geht es auch um die Entfernung von Resten anthropogener Strukturen aus Zeiten früherer Nutzungen. mehr »