31.05.2018

Ein Leben für den Naturschutz im Wattenmeer

Arndt Meyer-Vosgerau als Dezernatsleiter Naturschutz und stellvertretender Nationalpark-Leiter verabschiedet
Verabschiedung Arndt Meyer-Vosgerau

Verabschiedeten Arndt Meyer-Vosgerau (Dezernatsleiter Naturschutz, 2.v.r.) in den Ruhestand (v.l.): Jens Palandt (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz), Bernd Oltmanns (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer), Peter Südbeck (Leiter der Nationalparkverwaltung).
Foto: M. Räder/NLPV

Über 13 Dienstjahre in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, fast 35 Jahre im Landesdienst: Der Leiter des Dezernats Naturschutz und stellvertretende Amtsleiter, Arndt Meyer-Vosgerau, kann auf ein erlebnisreiches Berufsleben in der Naturschutzarbeit zurückblicken. Aus Anlass seines Wechsels in den Ruhestand veranstaltete die Nationalparkverwaltung am 30. Mai im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven ein Nationalpark-Kolloquium.

Dr. Uta Eser (Tübingen) widmete sich in ihrem Vortrag der ethischen Begründung des Naturschutzes, während Prof. Dr. Ingo Mose (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) die Ziele und Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung der Wattenmeerregion skizzierte. Im dritten Beitrag stellte Dr. Martin Stock (Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer) das Management der Salzwiesen als Beispiel der trilateralen Aufgabe des Wattenmeersschutzes vor.

Bereits vor seinem Dienstantritt in Wilhelmshaven im Jahr 2005 war Meyer-Vosgerau in unterschiedlichen Funktionen mit dem Wattenmeer verbunden, so dass ihn sein beruflicher Werdegang geradezu zwangsläufig zur Nationalparkverwaltung geführt habe, erläuterte Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, in seiner Würdigung. So war Meyer-Vosgerau, der aus Huntlosen bei Oldenburg stammt und in Hannover ein Studium zum Diplom-Ingenieur Landespflege absolviert hat, in den 90er Jahren als Angestellter des Wasserwirtschaftsamtes Aurich für die ökologische Baubegleitung der Küstenschutzmaßnahme in der Leybucht (Ostfriesland) verantwortlich.

Seit 2005 hat Meyer-Vosgerau die Naturschutzarbeit und die organisatorische Entwicklung der Nationalparkverwaltung maßgeblich mitgeprägt. Dabei kam ihm nicht nur seine umfangreiche fachliche Erfahrung, sondern immer wieder auch seine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit zu Gute. „Seine zupackende und dabei stets verbindliche und freundliche Art, seine ausgezeichnete Vernetzung sind Vorbild für eine erfreuliche übergreifende Entwicklung: von einem anfänglichen Gegeneinander hin zu einem Mit- und Füreinander der verschiedenen Interessengruppen, Gemeinden, Verbände und Behörden zum Schutz des Wattenmeers“, so Südbeck.

Rund 100 Gäste – (Ex-)Kolleg*innen und Weggefährt*innen aus den verschiedensten Bereichen – nahmen am Kolloquium und der anschließenden feierlichen Verabschiedung teil. Der Abschied fiel keiner Seite leicht – tröstlich sei für ihn jedoch, so Meyer-Vosgerau, dass er mit seinem bisherigen Stellvertreter Bernd Oltmanns einen äußerst kompetenten und der Wattenmeerregion verbundenen Nachfolger habe. Oltmanns ist aus Esens gebürtig und war vor seinem Wechsel zur Nationalparkverwaltung im Jahr 2011 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte in Hannover.

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