24.05.2017

Ein Tag im Zeichen der Nationalparks

Europäischer Tag der Parks macht auf Schutzgebiete aufmerksam

Am heutigen Mittwoch, den 24. Mai, findet der Europäische Tag der Parks statt. Dieser Tag geht zurück auf die Gründung von gleich neun Nationalparks am 24. Mai 1909 in Schweden. Innerhalb Europas stellte dies die erste Ausweisung von Schutzgebieten dieser Art dar. Seit 1999, also genau 90 Jahre nach dieser Ausweisung, wird der Tag europaweit gefeiert. Die Einführung des Tages geht auf eine Initiative von EUROPARC zurück, dem der Dachverband europäischer Großschutzgebiete.

Ziel des Europäischen Tages der Parks ist es, auf die Großschutzgebiete in Europa und ihre Bedeutung für den Erhalt natürlicher Ressourcen sowie der Biodiversität aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Changing climate – changing parks“. Der Fokus liegt dabei auf den Veränderungen, die der Klimawandel auch für die Großschutzgebiete bewirkt, aber auch darauf, wie Großschutzgebiete dazu beitragen können diesen Veränderungen entgegenzuwirken, zum Beispiel durch die Förderung nachhaltiger, umweltschonender Lebens- und Wirtschaftsweisen.

In Deutschland sind Großschutzgebiete – das sind Nationalparks, aber auch Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete – unter der Dachmarke der „Nationalen Naturlandschaften“ vereint.

Das Wattenmeer vor der niedersächsischen Küste ist seit 1986 als Nationalpark gesetzlich geschützt, um die besondere Eigenart und Natur der Landschaft sowie die biologische Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und die natürlichen Abläufe in diesem Gebiet vor menschlichen Eingriffen zu bewahren. Der Schutz der Natur im Nationalpark folgt dem Leitsatz „Natur Natur sein lassen“.

Zugleich ist das niedersächsische Wattenmeer ist seit 1993 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt und dient damit als Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Denn die Wattenmeer-Region ist nicht nur eine einzigartige Naturlandschaft, sondern ist auch eine durch menschliche Nutzung geprägte Kulturlandschaft. Kerngebiet des Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer ist der Nationalpark. Dort steht der Schutz der Natur im Vordergrund. In der sogenannten Entwicklungszone des Biosphärenreservats soll dagegen menschliches Wirtschaften und Natur modellhaft unter dem Leitwort der Nachhaltigkeit miteinander in Einklang gebracht werden. Natur und Kultur sind hier gleichrangige Schutzgüter. So ergänzen sich Nationalpark und Biosphärenreservat im niedersächsischen Wattenmeer gegenseitig und sorgen dafür, dass ein nachhaltiges Wirtschaften zum Nutzen von Mensch und Natur gefördert wird.

Die Auszeichnung des Wattenmeers als UNESCO-Weltnaturerbe im Jahre 2009 verdeutlicht nochmals die globale Bedeutung des Wattenmeeres für die globale Biodiversität.

Nationalpark, Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe: Das Wattenmeer ist eine einzigartige Region, die eine Menge Auszeichnungen sammeln konnte. Damit ist es das niedersächsische Wattenmeer definitiv wert, am Tag der Parks gefeiert zu werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt

Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt
(v.l.n.r.): Jonas Kaiser (Filialleiter Commerzbank Wilhelmshaven), Raimund Koop, Marlene Radinger, Svenja Püschel, Maximilian Weidenhiller, Stefanie Becker, Florian Carius (Dezernatsleiter Kommunikation-Forschung, Nationalparkverwaltung) und Rüdiger von Lemm (Leiter Nationalpark-Erlebnisstation)
Foto: Dörte Wolff

17.07.2018 Commerzbank, Umweltpraktikum Fünf Studierende aus ganz Deutschland tauschen während des Sommersemesters im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums Uni-Alltag und Prüfungsstress gegen Meeresluft und Möwenschreie. mehr »

Die Richel in den Niederlanden beherbergt die weitaus größte Kinderstube der Kegelrobben in der Wattenmeerregion. Jungtiere sind als weiße Punkte zu erkennen. Ausgewachsene Kegelrobben und ältere Jungtiere sind dunkler. Das Foto steht zur kostenlosen Nutzung im Rahmen der Berichterstattung zu der Kegelrobbenzählung 2018 bereit. | Foto: © S. Brasseur

16.07.2018 Die Zahl der Kegelrobben in der Wattenmeerregion wächst seit über einem Jahrzehnt stetig an – allein im letzten Jahr um 13%. Demnach haben sich die Bestände seit der Rückkehr der Kegelrobben ins Wattenmeer erfolgreich stabilisiert. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 6.144 Kegelrobben in dänischen, deutschen und niederländischen Gewässern des Welterbes erfasst. mehr »
Küstenseeschwalbe im Flug mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

Küstenseeschwalbe mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

13.07.2018 Zugvogeltage, Zugvögel, Küstenseeschwalbe Der Juli-Beitrag unseres Zugvogeltage-Countdowns widmet sich der Küstenseeschwalbe, deren Flugleistung alle Rekorde in den Schatten stellt. mehr »
06.07.2018 Kompensation Anfang Juli startet der Übertragungsnetzbetreiber TenneT mit einer Reihe von Renaturierungsprojekten auf der Insel Borkum und in deren Umgebung. Dabei geht es auch um die Entfernung von Resten anthropogener Strukturen aus Zeiten früherer Nutzungen. mehr »
12.07.2018 Wadden Sea Day Sediment dynamics in the Wadden Sea: natural forces – human impacts, 30 August 2018, Wilhelmshaven mehr »