19.12.2016

Guter Start in die Kegelrobbensaison

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Nicht nur die Helgoländer Düne ist ein prima Lebensraum und Kindergarten für Kegelrobben: Beim ersten Zählflug dieser Saison wurden vergangene Woche im niedersächsischen Wattenmeer 447 Kegelrobben gezählt, davon waren 291 Erwachsene und 156 Jungtiere (Vorjahr: 188 Erwachsene und 85 Jungtiere). Sämtliche Jungtiere wurden im Teilgebiet Osterems (Borkum-Juist) gesichtet, wobei die unbewohnte und vom Menschen ungestörte Kachelotplate die Kegelrobben-Kinderstube schlechthin ist. Diese Abgeschiedenheit verbunden mit der Ungestörtheit der Kachelotplate ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere.
Eine erwachsene Kegelrobbe und zwei Jungtiere. Foto © Gundolf Reichert / Nationalparkverwaltung

Eine erwachsene Kegelrobbe und zwei Jungtiere. Foto © Gundolf Reichert / Nationalparkverwaltung

Die ersten Lebenswochen verbringen junge Kegelrobben an Land. Erst wenn sie sich mithilfe der fettreichen Muttermilch eine dicke Speckschicht zugelegt haben, tauschen sie ihr kuscheliges weißes Geburtsfell gegen den schwimmtauglichen Kurzhaar-Pelz und erobern das nasse Element.

„Die Kachelotplate ist ein Paradebeispiel für das Konzept ‚Natur Natur sein lassen‘“, erklärt Richard Czeck, Meeressäuger-Experte bei der Nationalparkverwaltung. „Wenn wir bestimmte Bereiche komplett der natürlichen Entwicklung überlassen, passieren so schöne Dinge wie die Wiederansiedlung der Kegelrobbe, die über Jahrhunderte aus dem Wattenmeer verschwunden war“.

In jedem Winterhalbjahr werden die Kegelrobben im niedersächsischen und hamburgischen Wattenmeer aus der Luft gezählt. Vom Beginn der Geburtssaison (November / Dezember) bis zum Haarwechsel (April) finden mehrere Zählflüge statt, die im Anschluss in der Gesamtschau für alle Wattenmeer-Zählgebiete ausgewertet werden. 2015 wurden im niederländisch-deutsch-dänischen Wattenmeer mehr als 4500 Kegelrobben gezählt.

Kegelrobben-Zählflug. Foto Richard Czeck / NationalparkverwaltungLuftaufnahme vom Kegelrobben-Zählflugzeug aus. Foto: Richard Czeck / Nationalparkverwaltung

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