28.07.2020

Happy World Ranger Day?

Themen: 
Anerkennung für Rangerinnen und Ranger weltweit
Das Ranger:innen-Team des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Lukas Lehmann

Das Ranger:innen-Team des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Lukas Lehmann

Immer am 31. Juli eines jeden Jahres wird der Weltrangertag mit vielen Veranstaltungen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, in den deutschen Schutzgebieten und weltweit begangen. Der Weltrangertag soll die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung, Herausforderungen und Gefahren der Rangerarbeit lenken. Gerade deshalb findet er auch in diesem Jahr, trotz Corona, statt. Denn viele Rangerinnen und Ranger sind in diesen Zeiten einer erhöhten Belastung ausgesetzt.

In vielen Ländern haben Rangerinnen und Ranger ohnehin schon ein hohes Risiko, im Dienst verletzt oder getötet zu werden, beispielsweise durch Wilderer, Unfälle in unwegsamen Gelände oder Angriffe durch Wildtiere. Durch die Pandemie kommen nun die wirtschaftliche Unsicherheit und weitere Belastungen hinzu. Der Druck auf die Schutzgebiete ist immens hoch, weil mehr Leute als sonst mangels anderer Freizeitmöglichkeiten hinaus in die Natur strömen. Insbesondere die Großschutzgebiete sind attraktive Ziele, die über eine gute Naturerlebnis-Infrastruktur verfügen und viele, auch nicht so Natur erfahrene Menschen, anziehen. Hier zwischen Mensch und Natur zu vermitteln, dabei den nötigen Abstand zu wahren und die Gäste dort abzuholen, wo sie gedanklich stehen, erfordert gerade in Zeiten der Pandemie hohe Kompetenzen seitens der Ranger:innen.

Wer mehr zur Arbeit der Ranger:innen im Wattenmeer oder in anderen Teilen der Welt erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, am Freitag, den 31. Juli einen der Infostände unter dem Motto „We stand with the world´s rangers“ zu besuchen und von Nationalpark-Ranger*innen mehr über ihre Aufgaben, die Herausforderungen, die diese mit sich bringen oder das Schutzgebiet zu erfahren.

Die Ranger*innen des Nationalparks Wattenmeer freuen sich an folgenden Standorten am 31. Juli unter Einhaltung der Hygieneregeln auf Gespräche mit Ihnen:

  • Cuxhaven, UNESCO Wattenmeer Besucherzentrum: Frank Penner, 11-15 Uhr
  • Langwarder Groden, Sommerdeich: Susanne Koschel, 10-15 Uhr
  • Beobachtungplattform Iheringsgroden (am Radweg zwischen Harlesiel und Neuharlingersiel): André Kramer, 10-15 Uhr
  • Krummhörn, Westdeich am Leyhörn: Onno K. Gent, 10-15 Uhr
  • Spiekeroog, Kohuckdüne am Hellerpad: Lars Scheller, 10-15 Uhr
  • Langeoog, am Weg zum Ostende/Osterhook beim Priel: Jochen Runar, 11-15 Uhr
  • Baltrum, Strandaufgang am Hotel Wietjes: Anette Müller, 11-15 Uhr
  • Norderney, Ostheller-Parkplatz: Frauke Gerlach & Niels Biewer, 10-15 Uhr, um 11 und 14 Uhr gibt es je eine Rangertour in den Inselosten (hierfür ist eine Anmeldung bei den Wattwelten erforderlich!)
  • Juist, Infohütte am Kalfamer: Markus Großewinkelmann, 10-15 Uhr
  • Borkum, Kiekhütte am Reededeich:  Sebastian Keller & Simon Potthast, 10-15 Uhr

Weitere Informationen zum World Ranger Day unter http://bundesverband-naturwacht.de/projekte/world-ranger-day/

Hintergrund:

Den „World Ranger Day“ unter dem Motto „I/We stand with the world´s rangers – Ich/Wir unterstützen die Ranger dieser Welt“ gibt es bereits seit 2007. Die Internationale Ranger-Vereinigung (IRF) möchte damit den Einsatz aller Ranger:innen weltweit würdigen und auf diejenigen aufmerksam machen, die jedes Jahr im Einsatz für den Schutz der Natur ums Leben kommen. Am Weltrangertag finden weltweit Aktionen von Ranger:innen statt, um Solidarität, Wertschätzung und Unterstützung für ihre Kolleg:innen und ihre wichtige Arbeit auszudrücken.

 

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