04.08.2020

Im Watt ist es mit Abstand am besten

Trotz Corona-Pandemie konnten in diesem Jahr fünf Praktikant*innen das von der Commerzbank gesponserte Umweltpraktikum in den Einrichtungen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer antreten und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln.
Die Umweltpraktikantinnen Amelie Berg (links) und Sophia Warmers. Foto: WattWelten

Die Umweltpraktikantinnen Amelie Berg (links) und Sophia Warmers. Foto: WattWelten

Seit nunmehr 30 Jahren ermöglicht es die Commerzbank Studierenden aller Fachbereiche, im Rahmen eines gesponserten Praktikums Erfahrungen im Einsatz für die deutschen Großschutzgebiete zu sammeln. In diesem Jahr galt es angesichts der Corona-Pandemie zunächst die Rahmenbedingungen zu klären und anzupassen. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer konnten schließlich fünf Praktikant*innen ihre Stelle antreten. Sie machten sich von ihren Schreibtischen in ganz Deutschland auf, um praktische Einblicke in die Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen.   

Amelie Berg begeistert sich seit einem Freiwilligendienst an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins für das Thema Meeresschutz. Für ihr Praktikum in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven im Bereich Kommunikation nahm sie eine Auszeit von ihrem Masterstudium der Politikwissenschaften an der Universität Bonn. „Durch das Umweltpraktikum konnte ich nicht nur wertvolle Praxiskenntnisse in der Öffentlichkeitsarbeit sammeln, sondern auch einmalige Naturerfahrungen machen, wie bei Forschungsarbeiten auf einer Muschelbank bei Juist.“ Die anderen vier Teilnehmenden unterstützten verschiedene Nationalpark-Informationseinrichtungen z. B. bei der Organisation von Veranstaltungen, der Betreuung von Besucher:innen oder auch bei der Pflege der Aquarien.

Hendrik Jahnz studiert Biologie in Berlin und absolviert sein Praktikum im Nationalpark-Haus Wurster Nordseeküste, Sophia Warmers (Biowissenschaften, Uni Münster) im Wattwelten Besucherzentrum Norderney, Julia Ostermann (Non-Profit Management und Public Governance, Berlin) im Nationalpark-Haus Wittbülten Spiekeroog und Sven Erchinger (Studienrichtung Umweltprozesse und Naturgefahren, Ingolstadt-Eichstädt) unterstützt das Nationalpark-Schiff Borkum. Von der Commerzbank erhalten sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro monatlich und bei Bedarf eine Unterkunft am Einsatzort.

Corona-bedingt wurde in diesem Jahr von einem gemeinsamen Treffen aller Commerzbank-Praktikant*innen abgesehen. Bei einem Besuch auf Norderney hatte Amelie Berg (auf dem Foto links) jedoch Gelegenheit, ihre Kollegin Sophia Warmers persönlich kennenzulernen. Beide freuten sich, ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Einsatz für den Nationalpark auszutauschen, die für ihren weiteren Berufsweg sehr wertvoll sein werden.

 

Über das Umweltpraktikum

Seit 1990 unterstützt die Commerzbank Umweltpraktika von Studierenden in Großschutzgebieten in ganz Deutschland, vom Wattenmeer über den Harz bis in die Alpen. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer haben seitdem über 100 Praktikant:innen in den Nationalpark-Informationseinrichtungen entlang der niedersächsischen Küste und auf den Ostfriesischen Inseln sowie in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein Commerzbank-Umweltpraktikum in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit absolviert.

Der Bewerbungszeitraum für ein Umweltpraktikum im Jahr 2021 beginnt Mitte Oktober 2020 und endet im Januar des kommenden Jahres. Auch dann wird es wieder interessante Einsatzmöglichkeiten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer geben. 

 

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