06.04.2017

Müllsammeln für die gute Sache

Freiwillige erleben Umweltschutz mit den Nationalpark-Rangern Norderneys hautnah
Die engagierte Gruppe bei der Müllsammelaktion am Ostheller

Schon nach der halben Strecke konnten die Freiwilligen die Strand-Müll-Box beinahe füllen. Foto: Nina Gerhards/NLPV

Am gestrigen Mittwoch veranstalteten die Nationalpark-Ranger Niels Biewer und Nico Erdmann eine Müllsammelaktion am Strand Norderneys. Am Osthellerparkplatz ging es los. Vom Ostheller bis zum Schlopp wurden Strand und Dünen vom Meeresmüll befreit. Dort fanden sich neben viel Plastik, Glasscherben und den vor allem für Vögel gefährlichen Plastikschnüren auch eine Matratze und sogar ein Spind.

Die kleine, aber engagierte Truppe – bestehend aus den Rangern und vorrangig Touristen, die Norderney häufiger besuchen – arbeitete mehrere Stunden daran, den Strand vom Unrat zu befreien. Gesammelt werden konnte der Müll in den an mehreren Strandaufgängen aufgestellten Strand-Müll-Boxen, die während der Sommersaison für alle Strandbesucher zur Verfügung stehen. Dort kann angespülter Müll entsorgt werden, um so für einen sauberen und auch für Tiere gefahrloseren Strand zu sorgen. Die Gruppe, die mit den Rangern unterwegs war, konnte so einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, vor allem aber aufmerksam machen auf das Thema Meeresmüll. „Wir sind sehr zufrieden. Mit der Aktion haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Jeder kann etwas zu einer sauberen Umwelt beitragen, unsere Aufgabe ist es auch, die Menschen dafür zu sensibilisieren.“, findet Nico Erdmann. Die Aktion fand bereits zum zweiten Mal statt und soll auch in Zukunft wiederholt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Muttertier mit säugendem Jungen auf Amrum | © Eric Walter/Verein Jordsand

22.01.2021 Die Kegelrobbenkolonie auf Helgoland macht in diesen Wochen mit einem neuen Geburtenrekord Furore. Aber auch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde Kegelrobbennachwuchs geboren. mehr »
Lütetsburger Sommerpolder

Dank Meeres-Einfluss und extensiver Weidehaltung bei Gast- und Brutvögeln beliebt: Der Lütetsburger Sommerpolder. Derzeit werden die alten Stacheldraht-Zäune ausgetauscht, unterstützt durch Mittel des UNESCO-Biosphärenreservats.
Foto: Onno K. Gent/NLPV

15.01.2021 Maßnahme zum Artenschutz mit Mitteln des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer mehr »
Kegelrobben mit Jungtier. Foto: Richard Czeck

Mit etwas Glück - und natürlich aus respektvollem Abstand – lassen sich in vielen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer Kegelrobben beobachten. Foto: Nationalparkverwaltung / Richard Czeck

15.01.2021 Kegelrobben Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Zählung der Kegelrobben zur Wurfsaison im Dezember wurden im Maximum 988 Kegelrobben gezählt, davon 372 Jungtiere - ein neuer Rekord. mehr »

Langeneß und andere bewohnte Halligen gehören seit 2004 ebenfalls zum Biosphärengebiet.
Foto: Stock/LKN.SH

16.12.2020 Biosphärenreservat, Halligen Das „Biosphärenreservat Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ feiert morgen, am 17. Dezember, seinen 30. Geburtstag. mehr »
Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l.) präsentieren die Forscherboxen. Foto: Nationalparkverwaltung

Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l., alle Nationalparkverwaltung) präsentierten die Forscherboxen. Dorothea Seeger (BUND Meeresschutzbüro), Rosanna Schöneich-Argent (ICBM / BUND Niedersachsen) und Svenja Beilfuß (BUND Schleswig-Holstein/ Projekt Bio-Mare) waren online zugeschaltet. Foto: Nationalparkverwaltung

14.12.2020 Plastikmüll, Umweltbildung Plastikmüll im Meer ist ein globales Problem, welches auch vor der deutschen Nordseeküste keinen Halt macht. Mit einer neu entwickelten Meeresmüll-Forscherbox können die Nationalpark-Einrichtungen gut durchdachte, spannende Unterrichtseinheiten für Schulklassen zu diesem Thema anbieten. mehr »