27.02.2015

Nationalpark-Haus Norderney eröffnet ganz neue Wattwelten

An dem neuen Blickfang im Hafengelände von Norderney kommt kein Besucher der Insel vorbei. Das auffällige, naturorientierte Design, das Spiel mit den Elementen und eine riesige Kornweihe auf dem Dach machen das neue Nationalpark-Haus unverwechselbar. Am heutigen Freitag wurde das ambitionierte Projekt mit etwa 170 geladenen Gästen eröffnet. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 28.02., wird die mit Spannung erwartete Ausstellung dann auch endlich für Touristen und Einheimische zugänglich und ermöglicht faszinierende Eindrücke und den weiten Blick von der Dachterrasse auf das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.
Außenansicht des neuen Nationalpark-Hauses Norderney

Außenansicht des neuen Nationalpark-Hauses Norderney. Foto: Nationalpark-Haus Norderney

„Für 90 Prozent aller Nordseeurlauber ist intakte Natur ein wesentliches Kriterium für ihre Reiseentscheidung.  76 Prozent aller Nordseeurlauber möchten gern etwas über die Natur am Urlaubsort lernen“, erklärte Kay Nitsche, Leiter der Abteilung für Naturschutz, Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Niedersächsischen Umweltministerium, in seiner Eröffnungsrede. „Als größtes und modernstes Nationalpark-Haus auf den Inseln haben die ‚Wattwelten’ eine gute Ausgangsposition, um mit der zukünftigen Informations- und Umweltbildungsarbeit diesem großen Naturinteresse entgegenzukommen“.

 „Gerade entlang der Nordseeküste mit den vielen Feriengästen, die diese Landschaft lieben und sie für ihre Erholung erhalten wissen möchten, sind Nationalparkhäuser „erste Adressen“ für ihre Ferien- und Urlaubszeit“, übermittelte der BUND-Landesvorsitzende Heiner Baumgarten in einem Grußwort. „Deshalb ist es so wichtig, dass die Nationalparkhäuser sich ständig den Bedürfnissen und Erwartungen der Besucher anpassen und – wie hier auf Norderney – sich gegebenenfalls räumlich erweitern.“

Im Mittelpunkt steht eine zeitgemäße und angemessene Präsentation des Weltnaturerbes. Tausende Windzeiger aus Holz lassen durch den Wind ein dynamisches, an Wetterkarten erinnerndes Bild auf der Außenfassade des Gebäudes entstehen. Daneben erstreckt sich an weiteren Teilen des Gebäudes eine ebenfalls aus Holz gefertigte und der Topografie des Wattenmeeres nachempfundene Landschaft. Das unkonventionelle Konzept setzt sich innen fort – statt starrer Belehrung geht es beim neuen Erlebniszentrum um spielerisches Entwickeln von Wissen. Es soll unbedingt mitgemacht werden - sehen, hören, fühlen stehen im Mittelpunkt. Überall gibt die Möglichkeit, aktiv zu werden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte Biodiversität, ökologische und geologische Prozesse sowie Nachhaltigkeit werden auf den Ebenen Luftraum, Inselwelt und Unterwasserwelt anschaulich präsentiert. Exemplarisch werden die Auswirkungen der erneuerbaren Energieformen und der Fischerei auf die Natur und Landschaft der Küste bis in die Nordsee vorgestellt. Alle Themen sind untereinander vernetzt, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können. Im Future-LAB können sich die Besucher mit aktuellen Forschungsfragen und im Luft-LAB mit den Themen Luft, Wind und Vogelzug auseinandersetzen. Die Themenvielfalt der Ausstellung lädt zu wiederholten Besuchen ein. Insbesondere Familien mit Kindern werden hier angesprochen, aber auch alle anderen sind eingeladen, sich auf die Forschungsreise durch eine unbekannte Natur zu begeben.

Ständiger Begleiter in der Ausstellung ist die Symbolart der Insel Norderney, die Kornweihe, deren Modell auf dem Dach mit Aussichtsplattform weithin sichtbar ist. Ab dem 2. März ist das neue Erlebniszentrum für Besucher täglich von 9-18 Uhr geöffnet.

Ab dem 2. März ist das neue Erlebniszentrum für Besucher in der Saison täglich von 9-18 Uhr geöffnet.

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Hintergrundinfos

Bauzeit                                   April 2014 bis Dezember 2014

Bauträger                              Stadt Norderney

Trägergemeinschaft         Stadt Norderney, BUND Niedersachsen und Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Baukosten                             voraussichtlich 4,5 Mio €

 

Architekt                                Prof. Moths Architekten, Hamburg

Ausstellungsmacher         impuls-design, Erlangen

 

beteiligte Firmen                  

Sachverständigen und Ingenieurbüro Wijnfeld, Osnabrück

Gladigau & Schmahlfeldt, Bad Oldesloe

Wolff + Partner GmbH, Bremen

Ingenieurbüro Wilfried Heise, Moormerland

GMTU Dr. Ruck + Partner GmbH; Eckernförde

Ingenieurgesellschaft Bauplanung Nord-Oldenburg

Bauunternehmung Hofschröer, Lingen

WBW GmbH, Weener

Tell-Bau GmbH, Norden

Firma Kuhr, Papenburg

Elektro Tasko GmbH, Hude

Schöpper GmbH, Papenburg

Uwe Thormählen GmbH, Elsfleth

Uwe Brunneke Holzbau, Berge

Holzland Hagen, Norden

Oltmanns GmbH, Ihlow

Malstädt Innenausbau GmbH, Dortmund

Farben Fuhrmann, Norderney

Fliesen Lepping, Vreden

Bremer Bühnenhaus, Bremen

AVE Audio Visual Equipment, Hannover

Setis Cine Elektronik GmbH, Falkensee

Complex Werbetechnik, Norderney

Martin Grebe, Lauf

Gerold Kalter, Rheine

Firma WEMA, Leer

Quomodo, Reutlingen

IHM Aquarientechnik Müller, Schloss Holte

Kalle Krause GmbH, Essen

Richter Spielgeräte, Hannover

Combase AG, Dresden

 

Zuschüsse / Stiftungen / Spenden

NBank    bis zu 1.947.127,93 €

Landkreis Aurich   bis zu 1.035.480 €

Deutsche Bundesstiftung Umwelt   bis zu  300.186 €

TenneT    300.000 €

Niedersächsische WattenmeerStiftung   200.000 €

Allianz Umweltstiftung   148.000 €

Bingo Umweltstiftung   100.000 €

Darüber hinaus diverse großzügige private Spenden.

 

Ausstellungsfläche                           

Gesamtausstellungsfläche ca. 595 m²,

davon Ausstellungsraum EG: 380 m²,

OG: 77 m²,

Dachterrasse: 100 m²

 

besondere Hingucker                       

Eine dynamische Fassadenstruktur, bestehend aus einer Watt-Riffelstruktur und einer Windzeigerfassade. Jeweils unter Verwendung des natürlichen Werkstoffes Holz.

Die Ausstellung ist stark erlebnisorientiert und bietet neben vielen Highlights eine digitale Ebene, die ein besonderes, individualisiertes Ausstellungserlebnis ermöglicht.

Die Aquarien des Hauses laden zum, Schauen, Verweilen, zum direkten Naturerlebnis und sogar zum Anfassen ein.

Die Dachterrasse bietet neben spannenden Inhalten eine großartige Aussicht.

Ein übergroßes Modell einer Kornweihe lädt auf der Dachterrasse zum Spielen und entdecken eines einzigartigen Ausblickes und einmaligen Flugerlebnisses ein.

 

bemerkenswerte Fakten                  

2.500 Windzeiger an der Fassade, von denen Anteile im Spiel des Windes beweglich sind

3.700 Liter Meerwasser in den Aquarien

ca. 7 Kilometer Datenkabel und 9 Kilometer Stromkabel wurden im Haus verlegt

 

Namensfindung/-gebung                

Nach öffentlichem Wettbewerb zur Namensfindung soll das Nationalpark-Haus den Namen Watt Welten tragen.

 

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