14.06.2019

Open-Air-Semester am Wattenmeer

Die Commerzbank fördert fünf Praktikumsstellen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Treffen der Umweltpraktikantinnen in Norddeich. Foto: Nationalparkverwaltung

hinten v.l.n.r.: Jan Wagner (Nationalparkverwaltung) Aleke Berndt, Pia Bachmann, Matthias Blome (Commerzbank), André Marliani (Nationalparkhaus Seehundstation Norddeich), vorn: Lena Golombiewski, Luisa Müting. Foto: Nationalparkverwaltung

Auch in diesem Sommer heißt es für mehr als 70 Studierende deutschlandweit wieder „raus in die Natur“. Die Commerzbank ermöglicht ihnen durch finanzielle Unterstützung drei Monate aktive Naturverbundenheit. In einem „Open-Air-Semester“ können sie vieles über Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit in den Nationalen Naturlandschaften lernen und eigene Projekte bearbeiten. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sind dieses Jahr fünf Praktikantinnen in verschiedenen Nationalpark-Häusern und der Nationalparkverwaltung aktiv. Jetzt trafen sie sich in der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich.

Pia Bachmann unterstützt diese Einrichtung seit Mitte April in der Umweltbildung und Tierpflege. Familien, Schulklassen und alle, die sich für Meeressäuger interessieren, erhalten hier Einblick in die Aufzucht von verwaisten Seehunden sowie ihren Lebensraum, die Nordsee und das Wattenmeer.

Auch Aleke Berndt kann einiges über das Watt und seine tierischen Bewohner erzählen. Seit Anfang April führt sie – nach einer entsprechenden Fortbildung - Wanderer durch die Schlickflächen vor Juist und besucht mit ihnen Wattwurm, Sandklaffmuschel und Rändelkäferschnecke. Das Nationalpark-Haus auf der ostfriesischen Insel hat vor allem in den Sommermonaten immer alle Hände voll zu tun und ist dankbar für die Unterstützung.

Das gilt auch für das Team des Nationalpark-Hauses Wangerland in Minsen. Hier kann man Lena Golombiewski in Aktion erleben. Neben Führungen durch die Ausstellung erklärt die angehende Biologin auf traditionellen Kutterfahrten die Fischwelt in der Nordsee und analysiert mit Schulklassen frisch gefangenes Plankton unter dem Mikroskop.

Luisa Müting unterstützt die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven seit Anfang Mai im Dezernat Kommunikation und Forschung. Das Nationalpark-Haus Greetsiel freut sich auf Sonja Chrapko. Ab August wird sie das Team des Küstenortes in der Umweltbildung unterstützen.

Matthias Blome, Filialleiter der Commerzbank in Wilhelmshaven, bedankte sich im Rahmen dieses Zusammentreffens für den Einsatz der Praktikantinnen und überreichte ihnen einen Rucksack mit praktischen Ausrüstungsgegenständen für die Arbeit im Nationalpark - ob drinnen oder draußen.
In einem sind sich alle Praktikantinnen einig: Das Umweltpraktikum bietet eine einmalige Gelegenheit, in die Arbeit der Umweltbildung zu schnuppern und sich mit der besonderen Natur an der Nordseeküste zu beschäftigen. Für den weiteren Lebensweg ist dies eine prägende Erfahrung und wunderbare Orientierungshilfe.
Anschließend führte Pia die Gruppe durch die Ausstellung und erklärte, wie jedes Jahr zahlreiche verwaiste oder verletzte Seehunde und Kegelrobben aufgenommen, gepflegt und zu guter Letzt wieder ausgewildert werden.

Über das Umweltpraktikum

Seit 1990 unterstützt die Commerzbank Umweltpraktika von Studierenden in Großschutzgebieten in ganz Deutschland, vom Wattenmeer über den Harz bis in die Alpen. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer haben seitdem knapp 100 Praktikant*innen in den Nationalpark-Informationseinrichtungen entlang der niedersächsischen Küste und auf den Ostfriesischen Inseln sowie in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein Commerzbank-Umweltpraktikum in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit absolviert.

Der Bewerbungszeitraum für ein Umweltpraktikum im Jahr 2020 beginnt Mitte Oktober 2019 und endet im Januar. Auch dann wird es wieder interessante Einsatzmöglichkeiten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer geben. Weitere Infos unter www.umweltpraktikum.com/

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