22.03.2018

Siegerentwurf für internationales Wattenmeer Partnerschaftszentrum ausgezeichnet

Die dänische Architektin Dorte Mandrup konnte sich mit ihrem Entwurf für das Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum gegen eine hochkarätige Konkurrenz durchsetzen. Dafür wurde sie heute von Wilhelmshavens Stadtbaurat Oliver Leinert mit dem ersten Preis beim internationalen Architektenwettbewerb ausgezeichnet. 14 Büros hatten sich um die Realisierung des Neubaus auf dem Banter See Park beworben.

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (links) und Wilhelmshavens Stadtbaurat Oliver Leinert beglückwünschten Architektin Dorte Mandrup zu ihrem Sieger-Entwurf. Foto: Nationalparkverwaltung

Das Preisgericht zeichnete gemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies sowie Vertreterinnen und Vertretern der drei Wattenmeerländer Dänemark, Deutschland und den Niederlanden sowie des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS) und der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer als künftigen Nutzern die drei Siegerentwürfe für das Büro- und Tagungszentrum aus. Zudem wurden zwei Anerkennungen verliehen.

Die Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Sabine Baumgart, hob in ihrer Laudatio den Entwurf Mandrups als gelungene architektonische Umsetzung der Gegensätze des Wattenmeers vor: Der ständige Wechsel von Wasser und Land werde im Außenbereich spielerisch aufgegriffen, während das Gebäude die Härte und Massigkeit des Bunkers thematisch verwende, um sie durch filigrane Elemente zu konterkarieren und aufzulösen. „Das Schlüsselwort für diesen Entwurf heißt spektakuläre Einfachheit.“

Umweltminister Olaf Lies sieht in dem Siegerentwurf ein Gewinn für das Stadtbild in Wilhelmshaven. Die trilaterale Wattenmeer-Zusammenarbeit erhält ein Signal einer sympathischen Weltoffenheit. „Mit dem Partnerschaftszentrum wird dem Schutz des grenzüberschreitenden Weltnaturerbes Wattenmeer ein neues, weithin sichtbares Zuhause gegeben, das seiner Bedeutung, auch international, gerecht wird. Gleichzeitig ist es eine Einladung an alle unsere Partner, hier mit uns zusammenzuarbeiten“, sagte der Minister.

Wilhelmshavens Stadtbaurat Oliver Leinert sieht die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe und die internationale Beachtung des Wettbewerbs als Bestätigung für die Stadt Wilhelmshaven. „Wir spielen mit unserer städtebaulichen Entwicklung in einer der oberen Ligen mit. Das große Interesse internationaler renommierter Büros an diesem Leuchtturmprojekt ist für uns eine Auszeichnung. Die städtebauliche Entwicklung entlang der Jadealle erhält dadurch einen weiteren Höhepunkt.“ Der Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven (GGS) wird im Auftrag der Stadt das Wattenmeerzentrum auf dem Banter See Park bauen. Die Bodensanierung der Fläche beginnt am morgigen Freitag mit dem ersten Spatenstich.

Die Preisträger:

1. Preis: Dorte Mandrup A/S mit Marianne Levinsen Laskab ApS, Kopenhagen/Dänemark (Preisgeld: 20.000 Euro)

2. Preis: Ludloff + Ludloff Architekten mit Herrburg Landschaftsarchitekten, Berlin (12.000 Euro)

3. Preis: Formation A mit Juca Landschaftsarchitektur, Berlin (8.000 Euro)

Anerkennung: Architekten BKSP Grabau Leiber Obermann und Partner mbB mit Peter Carl Landschaftsarchitekten, Hannover, und architekten prof. klaus sill + assoziierte GmbH, Hamburg (je 5.000 Euro)

Die Ausstellung:

Die drei Erstplatzierten sowie die mit einer Anerkennung ausgezeichneten Entwürfe werden vom 22. März bis zum 22. April im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum ausgestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Auftauchender Schweinswal. Foto: Michael Hillmann

Auftauchender Schweinswal. Foto: Michael Hillmann

03.04.2020 Schweinswal, Schweinswaltage Angesichts der Corona-Krise wurden die 4. Wilhelmshavener Schweinswaltage abgesagt. Im Rahmen der aktuellen Auflagen zum Aufenthalt im Freien bieten sich den Einheimischen trotzdem Möglichkeiten, die kleinen Meeressäuger zu beobachten. Für Auswärtige, die zurzeit nicht an die Küste kommen dürfen, haben sich die Veranstalter ein „digitales Ersatzprogramm“ ausgedacht. mehr »
Ein junger Seehase im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum  |  © Schröder/LKN.SH

Ein junger Seehase im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum | © Schröder/LKN.SH

02.04.2020 Seehase, Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum Ostern steht vor der Tür, und die Sache mit dem Hasen, der die Eier bringt, gehört traditionell zu den Ritualen, in denen sich in dieser Zeit christliche und vorchristliche Symbolik verbinden. Aber jeder weiß: Es ist nur Symbolik, denn Hasen legen keine Eier – oder? In der Tat gibt es Hasen, die eben das doch tun: Seehasen, in der Nordsee und der Unterwasserwelt des Wattenmeeres heimische Fische. mehr »

Nationalpark-Ranger Michael Beverungen bei der Arbeit. Foto: Stock/LKN.SH

30.03.2020 Brutsaison, Beschilderung, Brut- und Rastgebiete Rechtzeitig zum Beginn der Brutsaison sind im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer die Schilder zur Kennzeichnung der Schutzzone 1 und der Brut- und Rastgebiete installiert worden. mehr »

Nicole Pekruhl vom Aquaristik-Team des Multimar Wattforums bei der Arbeit hinter den Kulissen. Foto: Kaminski/LKN.SH

25.03.2020 Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum, Aquaristik Trotz der Schließung geht es hinter den Kulissen des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum lebending zu - die vielen Meerestiere in den Aquarien und die Nachzucht wollen versorgt sein. mehr »
Das Hamsteröhrchen (Normandina pulchella), eine Flechte, auf der Insel Borkum. Foto: Christian Schmidt

Beim Flechtenworkshop gelang Tia Wessels der Erstnachweis des Hamsteröhrchens (Normandina pulchella) auf der Insel Borkum. Foto: Christian Schmidt

23.03.2020 Flechten Im Rahmen eines Workshops haben Fachleute die Flechtenwelt der Insel Borkum untersucht und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht. Eine kleine Sensation war der Erstnachweis des Hamsteröhrchens (Normandina pulchella) für die Insel Borkum. Diese nur wenige Millimeter kleine, versteckt im Moos lebende Art ist laut Roter Liste vom Aussterben bedroht. Insgesamt wurden binnen zwei Tagen etwa 70 Flechtenarten auf der Insel gefunden. Einige davon stellen wir in einer Bildergalerie vor. mehr »