12.08.2019

Tatkräftiger Einsatz für den Naturschutz

Im Work-Camp des ijgd auf Wangerooge sagen 14 Jugendliche der Kartoffelrose den Kampf an.
Internationale Jugendgruppe beim Naturschutzeinsatz auf Wangerooge. Foto: Nationalparkverwaltung

Jugendliche aus 9 Nationen unterwegs im Kampf gegen Neophyten auf Wangerooge. Foto: Nationalparkverwaltung

Seit nunmehr zehn Jahren veranstaltet die Organisation „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ (ijgd) jeden Sommer ein zweiwöchiges Work-Camp auf Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Dieses Jahr trafen sich Anfang August 14 Jugendliche aus 9 verschiedenen Nationen, um gemeinsam die einzigartige Heidelandschaft der Insel von Neophyten, also „eingewanderten“ Pflanzenarten, zu befreien. Aronia, spätblühende Traubenkirsche und Kartoffelrose vermehren sich rasant und verdrängen die Besenheide und andere lichtliebende heimische Pflanzen dieses Lebensraumes. Durch die tatkräftige Hilfe der jungen Menschen gelingt es, diese Neophyten in Schach zu halten, sodass heimische Pflanzen die Möglichkeit haben, sich wieder auszubreiten.

Die Work-Camps dieser international agierenden Organisation bieten jungen Menschen die Gelegenheit, einiges über andere Kulturen und Nationen zu lernen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg zu schließen. Geredet wird bei der Arbeit in verschiedensten Sprachen, doch meist auf Englisch und nach der Arbeit geht es an den Strand, oder ab ins Watt zu einer Wanderung.

Jan Ulber ist bereits seit ein paar Jahren dabei und verbringt seine Semesterferien in der Natur. „Nach dem ganzen Prüfungsstress ist das ein schöner Ausgleich“, so der Biologiestudent aus Oldenburg. Der 23 Jährige arbeitet ehrenamtlich für den Mellumrat und vertritt auch hier den Verein, der die fachliche Betreuung des Projektes übernimmt. Die Projektkoordination seitens der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer übernehmen Botaniker Norbert Hecker und Imke Zwoch, die für das Freiwilligenprogramm im Schutzgebiet zuständig ist. Die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven fördert gemeinsam mit der Wattenmeerstiftung das Projekt auf Wangerooge, sodass Teilnehmer nur für ihre An- und Abreise aufkommen und einen kleinen Eigenbeitrag von 50€ zahlen müssen.

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