07.11.2019

Tote Grindwale im Nationalpark angespült

Gestrandeter Grindwal auf Juist

Gestrandeter Grindwal auf Juist. Foto: Markus Großewinkelmann/NLPV

Am Dienstag (05.11.) ist auf der Insel Juist sowie am Rande der Leybucht im Landkreis Aurich jeweils ein toter Grindwal entdeckt worden. Beide Kadaver liegen in nicht zugänglichen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Ein dritter verendeter Wal wurde westlich von Borkum im Fahrwasser der Außenems gesichtet  und  konnte vom Tonnenleger „Gustav Meyer“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Emden geborgen werden. Veterinäre des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) haben zum Ausschluss einer Seuchengefahr alle drei Kadaver untersucht und Gewebeproben entnommen.

Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Die männlichen Tiere können eine Länge von acht Metern erreichen, normal sind etwa drei bis sechs Meter. Grindwale kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor und verirren sich selten in die Nordsee. Ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren hundert Metern erbeuten. Da sie, wie die meisten Delfine, in Gruppen leben, ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.

Wie alle Wale sind Grindwale in Deutschland gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Auch die Entnahme von Teilen der Tiere aus der Natur ist verboten.

Nachtrag: Ein weiterer, also vierter Kadaver eines Grindwals landete am 25.11.2019 wiederum auf der Insel Juist an. Angesichts dessen Zustand dürfte dieses Tier derselben Gruppe angehört haben.

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