25.01.2019

Was tun mit dem Containermüll?

Wie Freiwillige beim Einsammeln am besten helfen können
Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

Strandmüllbox mit Müll aus havarierten Containern. Foto: Nationalparkverwaltung

In der Nacht zum 2. Januar 2019 verlor der Containerfrachter „MSC Zoe“ auf seiner Fahrt nördlich der niederländischen Wattenmeer-Inseln fast 300 Container. Seitdem werden auf den niederländischen und deutschen Wattenmeer-Inseln sowie an der ostfriesischen Küste Inhalte der Container in großen Mengen angeschwemmt. Durch Sturmfluten und Wind wird das Treibgut, darunter viel Plastik und Styroporverpackungen, auch ins Insel- bzw. Landesinnere verdriftet.

Von Anfang an zeigten Einheimische und auch Auswärtige große Bereitschaft, beim Einsammeln der verstreuten Containerladungen zu helfen. Nicht nur bei der Nationalparkverwaltung gibt es immer wieder Anfragen von Freiwilligen, die beim Einsammeln unterstützen möchten. Diese Hilfsbereitschaft ist großartig, zeigt sie doch, wie eng die Menschen dem Wattenmeer und seinem Schutz verbunden sind.

Hunderte haben sich an Sammelaktionen beteiligt, die z. B. auf Borkum von den beteiligten Behörden organisiert wurden. Auf den Inseln kann man durchaus auch auf eigene Faust sammeln (zur eigenen Sicherheit bitte nicht ohne Handschuhe!) und den Müll in den bereitstehenden Strandmüllboxen deponieren. Kurzfristig geplante Einsätze, denen man sich anschließen kann, werden zum Teil auf den Facebook-Seiten der Gemeinden bekannt gegeben.

Auf den Vorlandflächen am Festland wird derzeit auf gezielte Sammelaktionen verzichtet, um die dort rastenden Vögel nicht aufzuscheuchen, die ohnehin mit der harten Jahreszeit zu kämpfen haben. Es wird beobachtet, wie sich das Müllaufkommen dort entwickelt. Im März, vor Beginn der Brutzeit, werden dann – falls erforderlich – Sammelaktionen organisiert. Dies wird dann rechtzeitig bekannt gegeben. Wer gern helfen möchte, kann sich bei der Nationalparkverwaltung melden und wird zu gegebener Zeit per Email über geplante Aktionen informiert.

Aktuelle Informationen zur Havarie bzw. den Containerverlusten der „MSC Zoe“ finden Sie auf der Website des Havariekommandos.

Das könnte Sie auch interessieren

Foto: Sonja Lange

28.05.2020 Welterbe Der UNESCO-Welterbetag am 7. Juni wird aufgrund der Corona-Pandemie digital stattfinden. Mit der Fotoaktion #WelterbeVerbindet unter www.unesco-welterbetag.de kann man sich am Welterbetag beteiligen. mehr »

Foto: Wiedemann/LKN.SH

25.05.2020 Wattführung, Naturerlebnis, Coronabeschränkungen In Schleswig-Holstein gibt es grünes Licht: Watt- und Gästeführungen sind in der Nationalparkregion, unter entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen wegen des Coronavirus, wieder möglich. mehr »

Drei Wattenmeer-Staaten, drei Generationen

15.05.2020 Auch das CWSS beteiligt sich mit einem Video an einer UNESCO-Aktion mehr »
Umweltminister Jan Philipp Albrecht (links) und Multimar-Leiter Gerd Meurs-Scher bei der Wiedereröffnung | © Claußen/LKN.SH

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (links) und Multimar-Leiter Dr. Gerd Meurs-Scher bei der Wiedereröffnung | © Claußen/LKN.SH

13.05.2020 Infozentrum, Multimar Wattforum Nach zweimonatiger Schließung hat das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum im Beisein von Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht wieder seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet – allerdings mit Einschränkungen und Regeln für die Gäste. mehr »
HPA und der Nationalpark-Ranger

HPA und Nationalpark-Ranger stecken Baken vor Neuwerk. Foto: Bernd Mitritz

13.05.2020 Der Nationalpark-Ranger grüßt aus dem Hamburgischen Wattenmeer und berichtet, was aktuell anliegt. mehr »