29.06.2015

Watterlebnis in der Oldenburger City

Themen: 
Vergangenen Samstag verwandelte sich die Heiligengeiststraße in der Oldenburger Innenstadt in eine Wattenmeer-Erlebnismeile. Rund um die Stadtgärten „Im Wandel der Gezeiten“ luden die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven, das Lernlabor Wattenmeer der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. zu einem Aktionstag rund um das Thema Nordsee und Wattenmeer ein.
Die Partner des Wattenmeer-Aktionstages in Oldenburg

Die Partner des Wattenmeer-Aktionstages in Oldenburg. Foto: City-Management Oldenburg

Die Themengärten „Gezeiten“ und „Dünen“ hat der Botanische Garten der Carl von Ossietzky Universität kreativ und authentisch gestaltet. Die Partner boten über den Tag spannende Aktionen zum Mitmachen an.

Ein Anziehungspunkt waren die Spektive, die die Junior Ranger aufgebaut hatten. Professionell gaben die jungen Wattenmeer-Experten Einführungen in die Beobachtung und Bestimmung von Zugvögeln und weckten damit gleichzeitig Lust auf die kommenden Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vom 10. bis 18. Oktober.

Auf großes Interesse stieß auch das Lernlabor Wattenmeer der Universität Oldenburg. Die Mitarbeiter hatten verschiedene Experimente aufgebaut, mit denen die Besucher Naturphänome wie „Dünenentstehung“ (mit einem Fön als Windmaschine) oder „Wattrippeln“ selbst simulieren und erforschen konnten. Mikroskope erlaubten Blicke in den Mikrokosmos des Planktons oder auf die Salzdrüse des Strandflieders, mit der sich dieser Salzwiesenbewohner des überschüssigen Meersalzes entledigt.

An diesem Wochenende feierte das Weltnaturerbe Wattenmeer seinen 6. Geburtstag. Aus diesem Anlass waren Einheimische an der Küste und auf den Inseln zu kostenlosen Wattwanderungen eingeladen. Ein Ziel der Aktionen in Oldenburg und draußen im Wattenmeer schilderte Juliane Reich, die bei der Nationalparkverwaltung Projekte zum Weltnaturerbe koordiniert: „Millionen Urlauber aus dem In- und Ausland kommen gezielt an die Wattenmeerküste, in den Nationalpark und das Weltnaturerbe, um die einzigartige und in großen Teilen unberührte Natur zu erleben“, so das Ergebnis verschiedener Besucher-Befragungen. „Doch darüber hinaus gilt es gerade den Einheimischen zu vermitteln, welchen Schatz sie direkt vor ihrer Haustür besitzen.“

Auch in diesem Jahr haben die Gemeinnützigen Werkstätten den Stadtgarten gegenüber vom Einrichtungshaus Ullmann konzipiert und errichtet. Weiden finden sich dort in Form geschwungener Zäune und dem weithin sichtbaren Leuchtturm wieder. „Weiden spielten in der Küstenlandschaft schon immer eine große Rolle und wurden vielseitig eingesetzt – nicht nur für Körbe, wie wir sie heute noch kennen, sondern auch zum Bau von Häusern, für Fischreusen oder zur Befestigung der Deiche“, erklärte Wolfgang Hündling von den Gemeinnützigen Werkstätten. Er freute sich über die Unterstützung durch Claudia Reuter vom Weidenzentrum Land Wursten. Sie ist Expertin, was den Anbau und die Verwendung von Weiden betrifft. Man konnte ihr beim Gestalten mit Flechtweiden zuschauen oder auch selbst ausprobieren, was man aus dem etwas störrischen, aber vielseitigen Material alles entstehen lassen kann.

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