07.04.2017

Whale watching im Wattenmeer

„Fluke frei“ war das Motto bei der Auftaktfahrt der 1. Wilhelmshavener Schweinswaltage
Die Walexperten Jan Herrmann und Roger Staves (stehend, Mitte) begleiteten die Whalewatching-Fahrt. Foto: StadtMedia

Die Walexperten Jan Herrmann und Roger Staves (stehend, Mitte) begleiteten die Whalewatching-Fahrt. Foto: StadtMedia

Am gestrigen Donnerstag wurden die 1. Wilhelmshavener Schweinswaltage mit einer Schifffahrt auf der „MS Harle Kurier“ eingeläutet. Rund 50 Interessierte, vor allem Familien mit Kindern, fanden sich um 15 Uhr am Helgolandkai ein, um vom Wasser aus nach den kleinen Walen Ausschau zu halten.

Die Veranstaltung wurde mit Grußworten der Veranstalter und Beteiligten eingeleitet. Dr. Juliana Köhler vom UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven und Michael Diers, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH (WTF) arbeiten zum ersten Mal zusammen an einem großen Projekt. Sie beide betonten, dass diese Zusammenarbeit auch in Zukunft gestärkt werden solle. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und die Gruppe JadeWale wirken unterstützend bei den Schweinswaltagen mit. Barbara Geiger alias „Fräulein Brehm“ freute sich über ihre Funktion als Schirmfräulein der Schweinswaltage und zeigte sich begeistert über das Veranstaltungsformat. Das Theaterprojekt „Fräulein Brehm“ entwickelt Theaterstücke über heimische bedrohte und ausgestorbene Tierarten. Das Stück „Phocoena phocoena – Der Schweinswal“ ist heute Abend um 19 Uhr im Wattenmeer Besucherzentrum zu sehen.

Gemeinsam hielten alle Teilnehmer der Schiffstour Ausschau nach Schweinswalen, während Roger Staves, Biologe und Mitarbeiter des Wattenmeer Besucherzentrums, sie mit Informationen rund um das Thema Schweinswale versorgte. Er wurde jäh unterbrochen, als eine Besucherin aufgeregt rief „Schweinswal! Schweinswal!“. Und tatsächlich: Roger Staves bestätigte die Sichtung und die meisten Teilnehmer bekamen ebenfalls den kleinen Wal zu Gesicht.

Die Schifffahrt ging spannend weiter. Staves klärte zum Beispiel über den Salzgehalt des Wattenmeeres auf und verglich ihn mit dem in der offenen Nord- und Ostsee. Nachdem mithilfe eines Grundschleppnetzes verschiedene Meeresbewohner wie Seesterne, Einsiedlerkrebse oder auch Schollen und ein Knurrhahn gefangen wurden, ließ Staves diese von den Teilnehmern – vor allem von den Kindern – bestimmen. So bekamen die Gäste auch einen Überblick über das Nahrungsangebot der Schweinswal in der Nordsee. Die interaktive Gestaltung machte besonders den Kleinen großen Spaß.

Abschließend erzählte der Tierarzt und Walexperte Jan Hermann noch einiges über den Schweinswal und seine Lebensweise. So war für jeden Besucher etwas dabei und die Veranstaltung stellt trotz des frischen, aber zumindest trockenen Wetters eine schöne bleibende Erinnerung für Gäste und Veranstalter dar.

Die Wilhelmshavener Schweinswaltage finden noch bis einschließlich Sonntag, den 09. April, mit einem vielfältigen Programm statt. Weitere Informationen unter: www.schweinswaltage.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Sommerfest im Multimar Wattforum

Das Sommerfest im Multimar Wattforum bietet ein buntes und kreatives Mitmach-Programm für die ganze Familie | © Schnabler/LKN.SH

20.07.2018 Veranstaltung, Muscheln & Schnecken, Multimar Wattforum Am Sonntag, den 29. Juli 2018 lädt das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning zum bunten Sommerfest ein. Zwischen 11 und 17 Uhr erwartet die Besucher ein vielfältiges und kreatives Programm für die ganze Familie. mehr »
Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt

Treffen der fünf Commerzbank-Umweltpraktikant*innen auf dem Dach der Naturerlebnisstation in Sehestedt
(v.l.n.r.): Jonas Kaiser (Filialleiter Commerzbank Wilhelmshaven), Raimund Koop, Marlene Radinger, Svenja Püschel, Maximilian Weidenhiller, Stefanie Becker, Florian Carius (Dezernatsleiter Kommunikation-Forschung, Nationalparkverwaltung) und Rüdiger von Lemm (Leiter Nationalpark-Erlebnisstation)
Foto: Dörte Wolff

17.07.2018 Commerzbank, Umweltpraktikum Fünf Studierende aus ganz Deutschland tauschen während des Sommersemesters im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums Uni-Alltag und Prüfungsstress gegen Meeresluft und Möwenschreie. mehr »

Die Richel in den Niederlanden beherbergt die weitaus größte Kinderstube der Kegelrobben in der Wattenmeerregion. Jungtiere sind als weiße Punkte zu erkennen. Ausgewachsene Kegelrobben und ältere Jungtiere sind dunkler. Das Foto steht zur kostenlosen Nutzung im Rahmen der Berichterstattung zu der Kegelrobbenzählung 2018 bereit. | Foto: © S. Brasseur

16.07.2018 Die Zahl der Kegelrobben in der Wattenmeerregion wächst seit über einem Jahrzehnt stetig an – allein im letzten Jahr um 13%. Demnach haben sich die Bestände seit der Rückkehr der Kegelrobben ins Wattenmeer erfolgreich stabilisiert. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 6.144 Kegelrobben in dänischen, deutschen und niederländischen Gewässern des Welterbes erfasst. mehr »
Küstenseeschwalbe im Flug mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

Küstenseeschwalbe mit Beute. Foto: S. Pfützke / green-lens.de

13.07.2018 Zugvogeltage, Zugvögel, Küstenseeschwalbe Der Juli-Beitrag unseres Zugvogeltage-Countdowns widmet sich der Küstenseeschwalbe, deren Flugleistung alle Rekorde in den Schatten stellt. mehr »
06.07.2018 Kompensation Anfang Juli startet der Übertragungsnetzbetreiber TenneT mit einer Reihe von Renaturierungsprojekten auf der Insel Borkum und in deren Umgebung. Dabei geht es auch um die Entfernung von Resten anthropogener Strukturen aus Zeiten früherer Nutzungen. mehr »