02.12.2020

Zugvogelmusik macht Schule

Themen: 
Aufführung der Zugvogelmusik in einer Grundschule. Foto: Jennifer Kauka

Aufführung der Zugvogelmusik in einer Grundschule. Foto: Jennifer Kauka

Seit mehreren Jahren werden die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit einem großen Zugvogelmusik-Konzert eingeläutet. Dieses Format verknüpft Musik aus verschiedenen Ländern entlang der ostatlantischen Vogelzugroute mit Geschichten über dort typische Zugvogelarten. In diesem Jahr musste der Konzertabend coronabedingt entfallen. Doch die Veranstalter – das Label „Run United“ und die Nationalparkverwaltung – fanden einen anderen Weg, für ein ganz spezielles Publikum:  Die „Zugvogelmusik-Schule“ nahm Schüler:innen dreier Grundschulen in der Nationalpark-Region mit auf die Reise eines Sandregenpfeifers zwischen Arktis und Afrika.

 „Chari“ ist ein Sandregenpfeifer-Mädchen, das im hohen Norden in der Arktis in Russland das Licht der Welt erblickt hat und von ihrem ersten großen Abenteuer erzählt: ihrer Reise nach Afrika mit Halt im Wattenmeer. Stefanie Lenz, Mitarbeiterin der Nationalparkverwaltung, las die Geschichte vor, die von Njamy Sitson, Stimmwunder aus Kamerun, musikalisch untermalt wurde. Die Schüler:innen erlebten die große Reise auch interaktiv: Wer einmal selbst die Arme eine Minute am Stück auf und ab bewegt hat, bekommt einen Eindruck, wie anstrengend die weite Reise für einen Zugvogel sein muss. Auch dass auf einer solchen Reise neben dem körperlichen Hochleistungssport noch weitere Gefahren auf die Zugvögel und somit auch auf „Chari“ lauern, konnte das junge Publikum hautnah miterleben. Am Ende gelang es „Chari“ und ihrer Familie, sich im Wattenmeer vor unserer Haustür so fett zu fressen, dass sie die nächste Etappe ihrer Reise zu ihrem Überwinterungsgebiet nach Kamerun sicher meistern konnten. Leuchtende Kinderaugen und begeisterte Lehrer:innen sprachen für eine gelungene Premiere dieses neukonzipierten Programms.

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