11.01.2016

Zwei Pottwale auf Wangerooge gestrandet

Themen: 
Entscheidung über Abtransport der Kadaver in dieser Woche
Die toten Pottwale liegen auf einer Sandbank an der Ostspitze Wangerooges.

Die toten Pottwale liegen auf einer Sandbank an der Ostspitze Wangerooges. 
Foto: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Zwei tote Pottwale sind an der Ostspitze Wangerooges angeschwemmt worden. Entdeckt wurden sie am 8. Januar von einem Naturschutzwart vom Mellumrat e.V., der im Auftrag der Nationalparkverwaltung die Insel Wangerooge betreut.

Es handelt sich um noch nicht ausgewachsene Jungtiere mit einer Länge von knapp 12 bzw. 13 Metern und einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen. Offenbar haben sie sich auf ihrer atlantischen Wanderung in die Nordsee verirrt, wo sie sich im flachen Gewässer nicht mehr korrekt orientieren konnten.

Aufgrund der Lage der Wale im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer liegt die behördliche Zuständigkeit bei der Nationalparkverwaltung. Um Aufschlüsse über Herkunft und Schadstoffbelastung der Tiere zu erhalten, wurden Gewebeproben entnommen, die in der Tierärztlichen Hochschule  Hannover untersucht werden.

Zudem haben Mitarbeiter der Gemeinde vorsorglich die Unterkiefer der Wale entfernt, um Trophäenjägern zuvorzukommen, die es auf das Elfenbein der Zähne abgesehen haben könnten.

Inzwischen haben sich die Kadaver durch Faulgase stark aufgebläht. Die Körper stehen unter hohem Druck und können jederzeit platzen. Es wird deshalb dringend davon abgeraten, sich den Walkörpern zu nähern. Über die Entsorgung der Kadaver wird in den kommenden Tagen entschieden.

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Foto: Wiedemann/LKN.SH

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