Nutzungen im Nationalpark

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Ein Nationalpark ist kein Totalreservat für die Natur. Das Zonierungskonzept mit drei Schutzzonen macht deutlich, dass verschiedene Interessen nebeneinander berücksichtigt werden müssen.

Das fischreiche Meer, fruchtbare Marschböden und der Zugang zu den großen Handelswegen auf dem Seeweg ermutigten die ersten Siedler, sich an der Nordseeküste niederzulassen. Heute haben Küste und Inseln vor allem große Bedeutung als Erholungs- und Naturerlebnisraum.

Traditionelle Nutzungen wie Landwirtschaft und Fischerei sind im Schutzgebiet möglich. Nutzung muss nicht im Widerspruch zum Schutz stehen. Eine nachhaltige Nutzung unter Schonung der natürlichen Ressourcen kommt sowohl dem Naturschutz als auch den Nutzern zugute.

Bereiche, die vom Menschen intensiv genutzt werden, wurden schon bei Ausweisung des Nationalparks aus dem Schutzgebiet ausgeklammert. Dazu gehören Siedlungen, Hafenanlagen und die Fahrwasser der großen Zuflüsse Ems, Weser und Elbe.

Aktivitäten des Menschen im Wattenmeer

  • Fischerei: Muschel-, Garnelen-, Reusen-, Nebenerwerbs-, Freizeitfischerei
  • Landwirtschaft: Salzwiesenmahd, Beweidung, Begrüppung (Entwässerung)
  • Grundwassergewinnung
  • Infrastruktur: Bebauung, Verlegung und Unterhaltung von Leitungen für die Ver- und Entsorgung (Wasser, Gas, Elektrizität, Telekommunikation, Kabel für Offshore-Windparks)
  • Jagd
  • Küstenschutz: Sandgewinnung, Kleigewinnung, Deichbau, Lahnungsbau
  • Rohstoffgewinnung: Gasgewinnung, Exploration
  • Tourismus + Freizeit: Badebetrieb, Wassersport, Ausflugsfahrten, Ankerplätze, Wattwanderungen, Strandaufspülungen, Wandern, Lenkdrachenflug, Reiten, Campingplätze
  • Verkehr: Schiffsverkehr (Personentransport, Ver- und Entsorgung, Fischerei, Freizeit), Autoverkehr, Straßen, Parkplätze, Flugverkehr, Flugplätze
  • Wasserbau: Fahrwasserunterhaltung und -ausbau, Baggergutverklappung
     

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