Radroute um den Jadebusen

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Der Jadebusen ist eine der letzten offenen Meeresbuchten der Wattenmeerküste, die von der Naturdynamik aus Ebbe und Flut geprägt wird. Die einzigartigen Naturschauspiele und -schätze des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und die kulturtechnischen Besonderheiten, die den Menschen seit Jahrhunderten das Leben und Wirtschaften in diesem einmaligen Küstenlebensraum ermöglichen, lassen sich am besten auf einer gemütlichen Radtour erkunden.

Immer so nah wie möglich an der Küstenlinie des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer entlang, durch die Landkreise Friesland und Wesermarsch und die Stadt Wilhelmshaven, führt die 55 Kilometer lange Route um den Jadebusen. Sie bietet viele Rastmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte, an denen Spannendes und Informatives zu regionalen Besonderheiten zu finden ist.

Geologische Phänomene, seltene Tier- und Pflanzenarten, ereignisreiche Landschafts- und Kulturgeschichte, prägende Landmarken und Bauwerke, Schlick- und Sandwatt, Deiche und Hafenstädte, Besiedelung und Landgewinnung, Küsten- und Naturschutz – der Jadebusen zeigt die ganze Vielfalt natürlicher und menschengemachter Besonderheiten einer Küstenregion, die gestern wie heute durch das Miteinander von Natur und dem sozialem und wirtschaftlichem Leben der Menschen geprägt ist: der Jadebusen-Region.

Die Mündung des Jadebusens zwischen Eckwarderhörne und Wilhelmshaven kann während der Saison mit der Fahrrad- und Personenfähre „MS Harle Kurier“ der Reederei Warrings überquert werden. Hier geht's zum Fahrplan. (Bei Fragen dazu bitte direkt an die Reederei wenden: https://www.reederei-warrings.de/kontakt/)

Umweltperiskope & Strömungstisch

Zu ganz neuen Perspektiven verhelfen fünf Umweltperiskope, die den Blick auf die Landschaftsgeschichte „von gegenüber“ fokussieren: Von Eckwarderhörne, Sehestedt, Vareler Hafen, Dangast und Cäciliengroden erspäht man die bedeutendsten Landmarken des Jadebusenufers unverbaut über die weite Watt- und Wasserfläche der Bucht. Welche Details sich ansonsten dem Rundum-Panorama-Blick des Betrachters entziehen, wird durch die Gucklöcher der Periskope erst richtig in Szene gesetzt.

Zweimal täglich fließt das Wasser des 190 km² großen Jadebusens in die Nordsee und wieder zurück. Dadurch werden die Prielsysteme und Rippelstrukturen des Buchtenwattes immer wieder neu geformt. Diese beeindruckende Dynamik durch geballte Wasserkräfte der Natur ist eines der Kriterien zur Ausweisung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe.

Wer selber einmal nachspüren möchte, wie bewegte Wassermassen strömen und welche Kräfte sie entwickeln, der kann dies am Strömungstisch in Eckwarderhörne ausprobieren. Mit Muskelkraft lässt sich ein mit Wasser gefülltes Tischmodell des Jadebusens und in Schwingung versetzen: Was passiert wohl, wenn sich das Wasser der großvolumigen Bucht dem engen Auslass nähert?

Zum Projekt ist bei den Touristik-Einrichtungen der Jadebusenregion ein Infoflyer in deutscher, englischer und plattdeutscher Sprache erhältlich.

Das Projekt „Radroute um den Jadebusen“ wurde ermöglicht durch die Lokalen Aktionsgruppen „Nordseemarschen“ und „Wesermarsch in Bewegung“, unter Federführung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch, in Kooperation mit der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer sowie u.a. mit finanzieller Unterstützung der EU durch das Leader-Förderprogramm, der Landkreise Friesland und Wesermarsch und der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung.

Der GPX-Track der Jadebusenroute kann von der Website GPSies.com heruntergeladen werden:

Faltblatt "Radroute um den Jadebusen", deutsch (PDF)
Faltblatt "Cycling along the Jade Bight", englisch (PDF)
Faltblatt "Radtour rundümto üm‘n Jadebusen", plattdeutsch (PDF)

 

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