28.05.2014

Künstlerische Wanderung zwischen zwei Welten

Gemälde-Ausstellung zeigt „Parallelen“ zwischen Wattenmeer und Dolomiten
Gemälde-Ausstellung „Parallelen“

Bremerhaven - Hier das Wattenmeer, da die Dolomiten. Auf dem Weg dazwischen das Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost. Die Verbindung ist zunächst ein Jahrestag: Am 26. Juni 2009 nahm die UNESCO die beiden einzigartigen Naturräume an der Nordsee und der Dolomiten ins Weltnaturerbe der Menschheit auf, am selben Abend wurde das Klimahaus als europaweit erste Wissens- und Erlebniswelt zum Thema Klima eröffnet. Zum fünften Jahrestag wird dieses Zusammentreffen Thema einer ungewöhnlichen Kunstausstellung im Klimahaus: „parallelen“ stellt vom 01. Juni bis zum 03. August die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wattenmeer und den Dolomiten in den Mittelpunkt.
Wattenmeer, Dolomiten und Klimahaus haben über den zeitlichen Zusammenhang eine große Gemeinsamkeit: Die scheinbare Unendlichkeit des Wattenmeeres, die schroffen Massive der hochalpinen Bergwelt und die wechselvollen Kulissen einer Reise entlang des 8. Längengrades ermöglichen den Besuchern einen Blick auf die faszinierende Vielfalt des Blauen Planeten. Vor diesem Hintergrund bedurfte es für die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und für das Klimahaus keiner langen Überlegung, eine Idee aus Südtirol aufzugreifen.
Der Leiter des Rudolf-Stolz-Museums in Sexten, Hermann Rogger, hatte in seinem Haus bereits im vergangenen Jahr die künstlerischen „parallelen“ zwischen Südtirol und Nordsee als Thema aufgegriffen und zu einer Ausstellung geformt.  Diese Ausstellung bot Rogger der Nationalparkverwaltung an, die sie nun in Kooperation mit dem Klimahaus präsentiert. Die Bremerhavener Variante der Ausstellungsidee wurde mit namhafter Unterstützung des Ostfriesischen Landesmuseums Emden realisiert.
„parallelen“ spielt mit den Perspektiven, die das Wattenmeer und die Dolomiten bieten, und führt die Betrachter zu neuen Einsichten. Die Ausstellung spürt dem nach, was beide Landschaften für Künstler so faszinierend macht und zeigt damit aus einem ungewohnten und ungewöhnlichen Blickwinkel, warum Wattenmeer und Dolomiten zum Weltnaturerbe zählen. „Parallelen verweisen im eigentlichen Wortsinn auf Ähnlichkeiten. Inwieweit dies auf die kreative Auseinandersetzung mit den Dolomiten und dem Wattenmeer zutrifft, ist eine spannende Frage, die jeder der Künstler auf seine ganz eigene Weise beantwortet“, schreibt Rogger in seinem Vorwort zum Ausstellungskatalog: „Es bleibt dem Betrachter überlassen zu entscheiden, ob die von innen nach außen gedrungene Sicht der beiden gegensätzlichen Landschaften Parallelen aufweist oder nicht.“
Eine Parallele gibt es auf jeden Fall: Die scheinbare Gegensätzlichkeit von Bergen und Meer vereint sich in der künstlerischen Auseinandersetzung zu einem gemeinsamen Eindruck: Die Schönheit unserer Erde steckt in ihren zahlreichen unterschiedlichen Details. Für jedes der in den „parallelen“ gezeigten Werke gilt deshalb ein Wort, das der irische Musiker und Menschenrechtsaktivist Bob Geldof vor fünf Jahren zur Eröffnung für das Klimahaus prägte: Sie sind „ein Liebesbrief an unseren Planeten“.

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