Schleswig-Holstein

17.09.2025 |

40 Jahre – 40 Sprachen

Ihre Mithilfe ist gefragt

Zum 40. Geburtstag des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind Freund*innen in aller Welt aufgerufen, das Großschutzgebiet in ihrer jeweiligen Sprache vorzustellen – und preiszugeben, was sie persönlich damit verbinden.

39 Übersetzungen liegen bereits vor. Jetzt kommt der Endspurt. Bis zum tatsächlichen Geburtstag am 1. Oktober 2025 sollen es 40 sein. Können Sie beispielsweise Bengalisch, Litauisch, Hindi oder Türkisch? Dann unterstützen Sie doch diese Aktion, Informationen zum weltweit einzigartigen Wattenmeer für unsere internationalen Gäste noch attraktiver zu gestalten und sie willkommen zu heißen.

Grenzen überwinden

Denn analog zu den Millionen Zugvögeln, die die Westküste aktuell zum Auftanken auf ihrem Weg nach Süden nutzen, will auch die Nationalparkverwaltung Grenzen überwinden, zusammenführen, verbinden in Freundschaft, Liebe und Respekt für diese faszinierende Natur.

Einer, der bei dieser Aktion bereits mitgeholfen hat, ist David Fleet. Der ehemalige Kollege des Fachbereichs Umweltbeobachtungen und Planungsgrundlagen kommt gebürtig aus England. Er teilt seine ersten Erinnerungen an das Wattenmeer mit Ihnen in britischem Englisch: „One of my earliest memories of the Schleswig-Holstein Wadden Sea was doing a bird survey alone on Süderoogsand, so wild it was exhilarating. Afterwards I enjoyed afternoon tea on Süderoog! That’s my National Park!” Auf Deutsch: „Eine meiner ersten Erinnerungen an das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist eine Vogelzählung allein auf Süderoogsand. Diese Wildnis dort – das war geradezu berauschend. Danach genoss ich meinen Nachmittags-Tee auf Süderoog! Das ist mein Nationalpark!“

Helfer*innen bitte per Mail melden

Wer so wie David Fleet helfen will, den Text über den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu übersetzen, meldet sich bitte direkt bei Marina Sanns, . Eine Liste aller bereits vorhandenen Sprachen findet sich nebenstehend.

Bereits vorliegend

  • Die 39 vorhandenen Übersetzungen

    Afrikaans, Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Englisch, Estnisch, Farsi, Französisch, Georgisch, Hebräisch, Indonesisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Kasachisch, Katalanisch, Koreanisch, Latein, Madagassisch, Mooringer Friesisch, Niederländisch, Norwegisch, Okzitanisch, Öömrang (Amrumer Friesisch), Plattdeutsch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Sölring (Sylter Friesisch), Spanisch, Suaheli, Tschechisch, Turkmenisch, Ukrainisch, Ungarisch, Usbekisch, Vietnamesisch, Westfriesisch.

Bei der Übersetzung selbst geht es um diesen Text:

Where the seabed meets the horizon – The Schleswig-Holstein Wadden Sea National Park

The Wadden Sea, stretching from Den Helder in the Netherlands to Esbjerg in Denmark, is the largest contiguous tidal flat landscape in the world. This remarkable area is one of the last large wilderness regions in Central Europe—and it should remain that way! Since the 1970s, the Netherlands, Denmark, and Germany have collaborated to minimize human impact on this sensitive ecosystem. The goal is to protect and, if necessary, improve the ecological status of Wadden Sea habitats such as tidal flats, creeks, dunes, and salt marshes. One thing is clear: while the mudflats do not depend on humans, humans rely on them—for living, working, breathing, and marvelling at their beauty.

In Germany, Wadden Sea National Parks were established along the North Sea coast: in Schleswig-Holstein in 1985, in Lower Saxony in 1986, and in Hamburg in 1990. The Schleswig-Holstein Wadden Sea National Park borders Denmark to the north and extends south to the mouth of the Elbe River. Covering an area of 4,410 square kilometres, it is Germany’s largest national park. It protects ecologically valuable mudflats, salt marshes, eelgrass meadows, and other marine habitats.

The park is home to around 10,000 plant and animal species. Approximately 250 of these species are found exclusively here. Numerous animals, such as marine worms and mussels, live hidden in the mudflats. Over 100 fish species and marine mammals like harbour seals, grey seals, and harbour porpoises inhabit its waters. Each year, 10 to 12 million birds use the Schleswig-Holstein Wadden Sea National Park as a stopover site on their migratory routes. Around 100,000 pairs of birds raise their offspring in or near the mudflats. This makes the Wadden Sea the most bird-rich region in Central Europe and a crucial hotspot along the East Atlantic Flyway for coastal birds.

Geologically speaking, this region is relatively young; it was formed after the last Ice Age about 10,000 years ago. Wind, waves, and especially tides reshape it twice daily, making it an extraordinarily dynamic area. Due to its uniqueness and invaluable ecological significance, UNESCO designated the Wadden Sea as a World Heritage Site in 2009. The national park was also recognized as a UNESCO Biosphere Reserve in 1990. This certification highlights regions where local communities live and work sustainably. In Schleswig-Holstein’s Wadden Sea National Park, sustainable practices have successfully balanced ecology with economic interests.

In 2025, this national park will celebrate its 40th anniversary. Forty years is a brief moment for nature but half a lifetime for humans. Over these decades, it has matured into a model of conservation where current challenges are met with determination for a future worth living—for both the Wadden Sea and its surrounding coastal environment.

Meeresgrund trifft Horizont – Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Das Wattenmeer zwischen Den Helder in den Niederlanden und dem dänischen Esbjerg ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt. Dieses imposante Gebiet ist eine der letzten großen Wildnis-Flächen Zentraleuropas.

Das soll so bleiben! Die Niederlande, Dänemark und Deutschland arbeiten seit den 70er Jahren zusammen, um die menschengemachten Einflüsse auf das empfindliche Ökosystem zu verringern. Wattflächen und Priele, Dünen und Salzwiesen sollen erhalten und ihr ökologischer Zustand verbessert werden. Denn eines ist klar: Das Watt braucht den Menschen nicht, der Mensch aber das Watt – zum Leben und Arbeiten, zum Durchatmen und Staunen.

In Deutschland wurde daher durch die Bundesländer der Nordseeküste der Nationalpark Wattenmeer errichtet: der schleswig-holsteinische 1985, der niedersächsische 1986 und der hamburgische 1990. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer grenzt im Norden an Dänemark und reicht im Süden bis zur Mündung der Elbe. Er schützt auf einer Fläche von 4.380 Quadratkilometern wertvolle Watt- und Meeresflächen, Strände und Salz- und Seegraswiesen.

Das Gebiet ist Heimat für etwa 10.000 Pflanzen- und Tierarten. Viele Tiere, wie zum Beispiel Würmer und Muscheln, leben verborgen im Wattboden. Rund 250 davon kommen ausschließlich hier vor. Zusätzlich leben über 100 Fischarten und die Meeressäuger Seehund, Kegelrobbe und Schweinswal in der geschützten Nordsee. Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer rasten jährlich zehn bis zwölf Millionen Vögel. Um die 100.000 Brutpaare ziehen jedes Jahr ihren Nachwuchs im und am Watt groß. Damit ist das Wattenmeer das vogelreichste Gebiet in Mitteleuropa und absoluter Hotspot auf dem Ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel.

Geologisch gesehen ist es mit einem Alter von maximal 10.000 Jahren ein junger Naturraum. Ebbe und Flut, Wind und Wellen formen ihn in außergewöhnlicher Dynamik zweimal täglich neu. Aufgrund dieser Einzigartigkeit und der unschätzbaren ökologischen Bedeutung wurde das Wattenmeer 2009 als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet.

Bereits 1990 wurde der Nationalpark zusätzlich als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Die UNESCO zeichnet mit diesem Zertifikat Modellregionen aus, in denen die Einheimischen dauerhaft naturverträglich wirtschaften. Nachhaltiges Leben und Wirtschaften im und am Nationalpark funktioniert: Ökologie und Ökonomie reichen sich die Hand.

Im Jahr 2025 besteht der Nationalpark vier Jahrzehnte. Für die Natur eine Momentaufnahme, für uns Menschen ein halbes Leben. Der Nationalpark ist erwachsen geworden, gegenwärtige Herausforderungen werden entschlossen angepackt. Für eine lebenswerte Zukunft im Wattenmeer und an der Küste!

Mann mit Spektiv auf einem Deichhang.
David Fleet unterstützt die Aktion "40 Jahre - 40 Sprachen" mit seiner Übersetzung ins Englische.

© Kirsten Boley-Fleet