Niedersachsen

03.03.2026 | | Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Austausch im Zeichen des Nationalpark-Jubiläums

„Nationalpark-Gespräch vor Ort“ für den Westteil Ostfrieslands

Auf Einladung der Nationalparkverwaltung und des Nationalpark-Hauses Dornumersiel trafen sich am Freitag, 27.02.2026, in Dornum 45 lokale Akteur*innen aus den Landkreisen Leer und Aurich sowie der kreisfreien Stadt Emden zum jährlichen Austausch über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Am Vormittag fanden sich Vertreter*innen der Lokalpolitik, Naturschutz-Behörden, Domänenverwaltung, NPorts und Wasserschutzpolizei, Deichverbände und Kurverwaltungen sowie am Nachmittag der Nationalpark-Infoeinrichtungen, der Ehrenamtlichen Nationalparkwacht und der Nationalpark-Partner im Vereinsheim des KBV Westeraccum ein.

Bürgermeister Uwe Trännapp betonte in seiner Begrüßung die zentrale Lage Dornums am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und unterstrich die lokale Verbindung zum Wattenmeer auch über das Nationalpark-Haus Dornumersiel hinaus.

„Der Nationalpark wirkt positiv auf Natur und Mensch“, bilanzierte Florian Carius, Dezernent für Kommunikation, Information und Bildung in der Nationalparkverwaltung, in einem reich bebilderten Vortrag zum 40-jährigen Nationalpark-Jubiläum. Für das erste Juli-Wochenende planen die Nationalpark-Häuser (u.a. Greetsiel, Norddeich und Dornumersiel) weitere Feierlichkeiten, für die Ideen gesammelt wurden.

Erfreuliche 350 Brutpaare des Säbelschnäblers berichtete Nationalpark-Ranger Jochen Runar aus der neu entstandenen Brackwasser-Lagune an der Schillbank Campen. Aus dem Team der Nationalparkverwaltung erläuterten zudem Beke Eichert geplante Renaturierungs-Maßnahmen im Westerneßmer Sommerpolder, Frederike Hoppmann das Vorhaben zum natürlichen Klimaschutz am Dollart und Katharina Stephan neue Entwicklungen des Partner-Netzwerks.

Nationalpark-Gespräch vor Ort

© Florian Carius / NLPV

Im Kontext des Klimawandels ergaben sich Diskussionen um Material- und Flächenbedarfe für den Deichausbau. Unbeweidete Salzwiesen können durch ihre hohe Vegetation die Wellenenergie bei Sturmfluten bremsen und so zu mehr Sedimentablagerungen führen, wodurch Vorländer mit dem Meeresspiegelanstieg mitwachsen können. In manchen Jahren führen die Sturmfluten bei landwirtschaftlich ungenutzten Salzwiesen jedoch zu erhöhtem Teekanfall in Spülsäumen am Deich, für dessen Entsorgung und Verwertung die Deichverbände auf Unterstützungsbedarf hinwiesen. Ein Problem ergibt sich dabei aufgrund des angespülten Meeresmülls, der den natürlichen Treibsel durchsetzt.

Hintergrund: Nationalparkgespräche vor Ort

Die von der Nationalparkverwaltung ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe der „Nationalpark-Gespräche vor Ort“ dient dazu, die regionale Verankerung des Nationalparks und der Biosphärenregion zu fördern, den Informationsaustausch zu intensivieren und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen zu vertiefen. Die Nationalpark-Gespräche vor Ort sollen jährlich auf allen Ostfriesischen Inseln sowie entlang der niedersächsischen Festlandküste stattfinden.

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