Schleswig-Holstein

10.08.2026 |

Daniel Günther und Tobias Goldschmidt zu Besuch

Wattwanderung des Ministerpräsidenten und des Umweltministers Schleswig-Holsteins nach Oland verdeutlicht Bedeutung von Nationalpark, Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe.

Was bedeuten der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, das Biosphärenreservat und das UNESCO-Weltnaturerbe für Schleswig-Holstein und seine Küstenregionen? Dieser Frage gingen Ministerpräsident Daniel Günther und Umweltminister Tobias Goldschmidt bei einer gemeinsamen Wattwanderung von Dagebüll zur Hallig Oland am 7. August nach. Eingeladen hatte die Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Im Mittelpunkt standen das Naturerleben im Wattenmeer, die Auswirkungen des Klimawandels für Mensch und Natur, die Bewahrung des Weltnaturerbes Wattenmeer und das nachhaltige Leben und Wirtschaften auf den Halligen.

Ministerpräsident Daniel Günther betonte auf der Wanderung: „Wer das Wattenmeer zu Fuß erlebt, versteht die Faszination dieser Landschaft sofort – und warum dieser einzigartige Lebensraum unseren Schutz verdient. Der Nationalpark Wattenmeer ist ein echter Schatz der Natur direkt vor unserer Haustür. Und er ist längst ein Aushängeschild für Schleswig-Holstein geworden. Er prägt unsere Küste, gehört zu unserer Identität und begeistert Einheimische und Gäste gleichermaßen. Das ist ein großer Gewinn für die Natur, die Menschen und einen Tourismus, der im Einklang mit dieser einzigartigen Landschaft steht.“

Auch Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, hob die globale Bedeutung des Wattenmeeres hervor: „Das Wattenmeer ist ein Naturraum von internationaler Bedeutung und zurecht UNESCO-Weltnaturerbe. Im Nationalpark kann Natur Natur sein. Er schützt Artenvielfalt, stärkt den natürlichen Klimaschutz und macht das Wattenmeer zu einem Ort, den Menschen gern aufsuchen, um die Kraft und Dynamik dieser einzigartigen Landschaft unmittelbar zu erleben.“

Einzigartiges Wattenmeer
und nachhaltige Biosphäre

Franziska Junge, Leiterin der Nationalparkverwaltung, ordnete das ökologische und gesellschaftliche Gewicht des Wattenmeers ein: „Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besitzt eine weltweite Bedeutung als Naturraum. Die Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe zeichnet die Einzigartigkeit der Landschaft aus und unterstreicht ihre Bedeutung für die weltweite Artenvielfalt. Ohne starken Schutz in allen drei Wattenmeerländern – Deutschland, Dänemark und den Niederlanden – gäbe es keinen Welterbestatus. Mit dieser großen Ehre geht also gleichermaßen eine große Verantwortung einher.“

Zudem erfüllen Nationalpark und Biosphärenreservat nicht nur wichtige Funktionen für den Erhalt der biologischen Vielfalt und für den Klimaschutz, sondern auch für die nachhaltige Entwicklung der Region. Dies wurde auf der Hallig Oland deutlich, die als Entwicklungszone zum Biosphärenreservat „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“ gehört. Heidi Petersen, Bürgermeisterin der Gemeinde Oland-Langeneß, berichtete beim dortigen Rundgang: “Die Halligen sind als besondere Lebensräume im Wattenmeer davon abhängig, dass Lösungen für die Herausforderungen der Daseinsvorsorge sowie des Klimawandels mit steigendem Meeresspiegel und Extremwetterereignissen gefunden werden. Diese sollten möglichst naturverträglich und nachhaltig sein, damit das Leben auf den Halligen auch für die nächsten Generationen möglich bleibt. Im Rahmen der Biosphäre Halligen arbeiten wir bei solchen Themen sehr eng mit unseren Nachbarhalligen zusammen. Dabei sind die Nationalparkverwaltung, der Kreis und das Land für uns ganz wichtige Partner.”

Bestandteil schleswig-holsteinischer Identität

Unmittelbares Erleben von unberührter Natur und ungezähmter Weite lockt Jahr für Jahr zahlreiche Menschen ins Wattenmeer – Einheimische wie Gäste – und bildet einen wesentlichen Faktor für Gewerbe und Tourismus. Um diese Faszination nachzuempfinden, hatten die Teilnehmenden unterwegs die Möglichkeit, das Watt um sie herum mit allen Sinnen zu erleben. Angeleitet wurden sie dabei durch Nationalpark-Wattführerin Jennifer Buchner, zugleich Leiterin des Fachbereichs „Kommunikation und Nationalpark-Partner“ der Nationalparkverwaltung.

Zum Abschluss dankte Nationalpark-Leiterin Franziska Junge allen Beteiligten für den gemeinsamen Austausch. Die Exkursion habe verdeutlicht, dass Nationalpark, Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe weit mehr als Schutzgebiete sind: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Küstenschutz, stärken die nachhaltige Entwicklung der Region und ermöglichen Naturerlebnisse, die Menschen mit dieser einzigartigen Küstenlandschaft verbinden. Zusammen sind sie Ausdruck erfolgreicher Naturschutzpolitik und ein zentraler Standortfaktor für Schleswig-Holstein. Ihr langfristiger Erhalt liegt im ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interesse des Landes.

Gruppenbild vor einer Hallig im Watt.
Auf Sommertour im Nationalpark Wattenmeer: Ministerpräsident Daniel Günther und Umweltminister Tobias Goldschmidt mit ihrer Wattwandergruppe am 7. August 2026 vor Hallig Oland.

© Joshua Walter / LKN.SH

Gruppe barfuß im Watt - ein Mann klopft einem anderen freundschaftlich auf die Schulter.
Ministerpräsident Daniel Günther (vorne links) und Umweltminister Tobias Goldschmidt (vorne rechts) nutzten die Wattwanderung nach Hallig Oland zum Austausch.

© Joshua Walter / LKN.SH

4 Personen stehen auf einer Wiese an einem Pfahl, der die Höhe der Sturmfluten der Vergangenheit markiert.
Ministerpräsident Daniel Günther, Hallig-Bürgermeisterin Heidi Petersen, Nationalpark-Leiterin Franziska Junge und Umweltminister Tobias Goldschmidt (v.l.) vor dem Sturmflutpfahl auf Hallig Oland.

© Joshua Walter / LKN.SH

3 Personen stehen auf einer Wiese vor einer Warft und lächeln in die Kamera.
Umweltminister Tobias Goldschmidt, Nationalpark-Leiterin Franziska Junge und Ministerpräsident Daniel Günther (v.l.) auf Hallig Oland.

© Joshua Walter / LKN.SH