Niedersachsen

30.09.2026 | | Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Gemeinsamer Wegweiser für eine nachhaltige Entwicklung

Rahmenkonzept der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer veröffentlicht

Wie kann die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer auch in Zukunft ein lebenswerter Raum für Menschen und Natur bleiben? Welche Chancen bieten sich und welchen Herausforderungen muss sich die Region stellen? Mit diesen Fragen setzt sich das neue Rahmenkonzept der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer auseinander, das am 29. September im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf dem Gut Altmarienhausen in Sande offiziell vorgestellt und veröffentlicht wurde.

Das Rahmenkonzept bildet den gemeinsamen Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Biosphärenregion in den kommenden zehn Jahren. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, ökologische, ökonomische und soziale Belange miteinander zu verbinden und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln. Wie in allen UNESCO-Biosphärenreservaten werden dabei globale Anforderungen, die sich aus dem „Man and the Biosphere“-Programm (MAB) der UNESCO ableiten lassen, mit regionalen Lösungsansätzen verknüpft.

„Die Biosphärenregion lebt von den Menschen, die hier leben, arbeiten und sich für ihre Region engagieren. Das Rahmenkonzept zeigt, welche gemeinsamen Ziele verfolgt werden und wo in den kommenden Jahren konkrete Schwerpunkte gesetzt werden können“, sagt Astrid Martin, Dezernentin für die Biosphärenregion bei der Nationalparkverwaltung.

15 Schlüsselprojekte für die Zukunft der Region

Das Rahmenkonzept gliedert sich in die drei Handlungsfelder „Natur und Landschaft“, „Nachhaltig leben und wirtschaften“ sowie „Inspirieren und lernen“. In diesen Bereichen wurden insgesamt 15 Schlüsselprojekte entwickelt. Sie greifen zentrale Zukunftsfragen der Region auf und geben Impulse für konkrete Aktivitäten und Kooperationen.

Dabei geht es unter anderem darum, Natur und Landschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln, nachhaltige Formen des Lebens und Wirtschaftens zu stärken sowie Wissen zu vermitteln, gemeinsames Lernen zu fördern und Menschen für die Besonderheiten der Region zu sensibilisieren.

Das Rahmenkonzept wird im Namen der zwölf Biosphären-Kommunen sowie der Nationalparkverwaltung als Verwaltungsstelle der Biosphärenregion veröffentlicht. Es schafft einen gemeinsamen Rahmen, in dem unterschiedliche Akteur*innen ihre Ideen und Kompetenzen einbringen und miteinander verknüpfen können.

Gemeinsam entwickelt, gemeinsam umgesetzt

Vorstellung und Veröffentlichung des Rahmenkonzepts der Biosphärenregion auf dem Gut Altmarienhausen

© Tabea Kappler

Entstanden ist das Rahmenkonzept in einem umfangreichen Beteiligungsprozess. Zahlreiche Akteur*innen aus den zwölf Biosphären-Kommunen haben sich in Workshops und weiteren Formaten eingebracht, eigene Perspektiven und Ideen beigesteuert und damit an der Entwicklung der Inhalte mitgewirkt.

„Die gemeinsame Erarbeitung des Rahmenkonzeptes hat gezeigt, wie viel Wissen, Engagement und Ideen in der Region vorhanden sind. Nun kommt es darauf an, diese Grundlage mit Leben zu füllen und die Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln und umzusetzen“, sagt Stephan Eiklenborg, Bürgermeister der Gemeinde Sande und Mitglied des Lenkungsrats der Biosphärenregion.

„Wir freuen uns, dass mit der Veröffentlichung nun zugleich die nächste Phase beginnt: In den kommenden zehn Jahren soll das Rahmenkonzept als Wegweiser umgesetzt und in die Praxis überführt werden. Dabei sind die Kommunen, Institutionen, Unternehmen, Vereine, Bildungseinrichtungen und viele weitere Akteurinnen und Akteure der Region gefragt. Wir wollen, dass die Biosphärenregion für jede und jeden wirksam und spürbar wird“, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.

 

Die Erstellung des Rahmenkonzepts erfolgt im Rahmen des Projekts „Gemeinsam für die Biosphäre Wattenmeer“, kofinanziert von der Europäischen Union und dem Land Niedersachsen.