Schleswig-Holstein

23.09.2026 |

Hallig-Kinder stellen aus

Auf einer Hallig zu leben ist etwas ganz besonderes. Und dort zur Schule zu gehen erst recht. Nicht selten gibt es nur ein Kind pro Jahrgangsstufe. Die Schüler*innen der Hallig-Schulen im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zeigen ihren ungewöhnlichen Alltag aktuell in einer Ausstellung in Husum.

Überfüllte Klassenzimmer? Gedränge auf den Schulfluren? Wohl kaum. Hallig-Schulen sind kleine Lernorte, wo in einem Raum alle Kinder auf einmal unterrichtet werden. So hat jedes schulpflichtige Hallig-Kind die Möglichkeit, bis zum neunten Jahrgang vor Ort zur Schule zu gehen. Erst danach geht es auf dem Festland weiter.

Leben auf den Halligen

Mit ihrem ungewöhnlichen Alltag setzten sich die Schüler*innen der Hallig-Schulen im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer während eines Hallig übergreifenden Projektes auseinander. Die Ergebnisse stellten die Kinder und Jugendlichen auf Plakaten dar, die aktuell im Kreishaus in Husum ausgestellt sind. Staatssekretärin Katja Günther übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt und eröffnete die kleine, sehr persönliche Ausstellung. Ruth Kruse freut sich über diese wichtige Wertschätzung für die Familien auf den Halligen. Sie ist Koordinatorin der Biosphäre Die Halligen und Bürgermeisterin von Nordstrand und Nordstrandischmoor und initiierte das Projekt. Auch Schulrätin Britta Lenz und Kreispräsident Frank Zahel waren bei der Eröffnung zugegen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass Hallig-Schulen im Biosphärenreservat immer auch mehr Leben auf den Halligen bedeuten.

Schulalltag während eines Land-Unter

Mutig stellte jedes Schulkind mit dem Mikrofon in der Hand den zuschauenden Erwachsenen das eigene Plakat vor. Bosse und Momme erzählten beispielsweise von ihren Schafen auf Nordstrandischmoor, während Oda berichtete, wie sich der Schulalltag während eines Land-Unter gestaltet. Emma und Jonna erklärten, was der LKN.SH so alles macht und Levke, was ein Biosphärenreservat eigentlich ist. Dass die Natur und eigene Tiere eine große Rolle spielen, wurde bei allen Vorträgen deutlich.

Die Kinder und Jugendlichen sind echte Kenner*innen im Wattenmeer und wissen genau, welche Arbeiten, Feste oder Naturphänomen zu welcher Jahreszeit anstehen. Sie fühlen sich wohl in ihrem Zuhause und blicken voll Tatendrang und Optimismus in die Zukunft. Kreispräsident Zahel bezeichnete die Ausstellung als „eine weltweit einzigartige Ausstellung“. Und damit hat er sicherlich recht!

Pinwände mit Plakaten und Menschen davor in einer Halle.
Die Galerie der Plakate. Jedes Kind stellte das eigene Plakat mutig vor.

© Anneliese Smuda / LKN.SH

Frau mit Mikrophon in einer Halle mit Zuschauenden.
Staatssekretärin Katja Günther war Schirmherrin des haliig-übergreifenden Projektes und eröffnete die Ausstellung.

© Anneliese Smuda / LKN.SH

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