Niedersachsen

23.06.2026 | | Gemeinsame Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der IGS Emden

IGS Emden als Biosphärenschule ausgezeichnet

Die Integrierte Gesamtschule Emden intensiviert als dritte Schule in Emden ihre Zusammenarbeit mit dem Nationalpark und der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer.

Am Dienstag, den 23.06.2026, fand die stimmungsvolle Zertifizierung der IGS Emden zur Biosphärenschule statt. Florian Carius, Dezernent für Kommunikation, Information und Bildung in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, überreichte dem Gesamtschuldirektor Olaf von Sacken im Beisein von 200 Schüler*innen und Lehrkräften feierlich die Zertifizierungsurkunde.

Schüler*innen und Lehrkräfte stellten mit großer Begeisterung die vielfältigen Aktivitäten der Schule zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Verbindung der Schule zum Wattenmeer vor. In ihren Arbeiten ging es um Tiere aus dem Wattenmeer, ihren Schulgarten mit der Imkerei und thematisch unterschiedliche Schulaquarien. Bei der Schutzstation für Fledermäuse werden verletzte Fledermäuse aus der Stadt Emden und den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund betreut und wieder fit für die Auswilderung in ihrer natürlichen Umgebung gemacht. Die Einrichtung ist die einzige dieser Art in einer Schule.

Olaf von Sacken: „Die Auszeichnung zur Biosphärenschule bekräftigt unsere regionale und internationale Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ziel unserer Arbeit ist es, die Kompetenzen unserer Schüler*innen für nachhaltiges Lernen, Arbeiten und Leben weiterzuentwickeln – im Unterricht wie im außerschulischen Kontext. Das Goethe-Zitat aus „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ – ‚Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.‘ – bringt unser schulisches Selbstverständnis und den Kerngedanken unserer Bewerbung auf den Punkt.“ Die Umsetzung der Kooperation wird schulintern von den Lehrkräften Natascha Glade und Finn Höncher koordiniert mit Unterstützung der BNE-Beauftragten Katharina Killmann.

„Über die konkrete Tierschutz-Arbeit mit Fledermäusen lässt sich viel lernen über die Gefahren, denen Wildtiere stetig ausgesetzt sind. Auch die Aquarien bieten vielseitige Einblicke in die verborgene Artenvielfalt der Unterwasserlebensräume, für deren Erhalt wir Unterstützung gewinnen müssen“, freut sich Florian Carius über die gelungene Einbindung von Schüler*innen am lebenden Objekt. Seitens der Nationalparkverwaltung berät Jan-Gerrit Carsjens als beauftragte Lehrkraft die Biosphärenschulen. Unterstützung erhält er dabei von Mia Ruppaner, die in der Nationalparkverwaltung ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert.

Hintergrund: Die Biosphärenschulen

Mittlerweile sind 22 Biosphärenschulen mit nahezu 12.000 Schüler*innen in das Netzwerk der 330 Partner des Nationalparks und der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer eingebunden. Sie bilden gemeinsam mit den Nationalpark-Infozentren als außerschulische Lernstandorte und weiteren Bildungsakteuren wie der Hochschule Emden/Leer eine Bildungslandschaft für nachhaltige Entwicklung in der niedersächsischen Wattenmeer-Region. Im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gehören Biosphärenschulen zu bislang 12 % der allgemein- und berufsbildenden Schulen bundesweit, die sich um die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulkonzept verdient gemacht haben.