Niedersachsen

10.04.2026 | | Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Neue Ausstellungs-Perspektiven auf das Wattenmeer

Förderprogramm „Wattenmeerzentren“ ermöglicht innovative Ausstellungen und energetische Sanierungen

Mit Beginn der touristischen Saison gibt es im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer Neues und Spannendes zu entdecken: Zwei Informationseinrichtungen – das Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog und das Watt Welten UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum auf Norderney – haben am Wochenende vor Ostern in Anwesenheit des Niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer ihre neuen, umfassend modernisierten Dauerausstellungen feierlich eröffnet.

Das Nationalpark-Haus auf Spiekeroog verbindet nun unter dem Titel „Leben im Weltnaturerbe Wattenmeer – erleben, erforschen, gestalten“ bewährte Highlights wie Aquarien, das Pottwal-Skelett und ein Inselmodell mit neuen, interaktiven Elementen und gibt auch Forschungs-, Nachhaltigkeits- und Naturschutzthemen viel Raum. Das Wattenmeer-Besucherzentrum auf Norderney präsentiert zudem eine komplett neu konzipierte Ausstellung unter dem Leitthema „Das Wattenmeer: früher – heute – morgen“. Moderne Nordsee-Aquarien, ein Kino und zahlreiche Mitmach-Stationen machen die Entwicklung dieses einzigartigen Naturraums anschaulich erlebbar. Beide Ausstellungen wurden gezielt barrierearmer, technikrobuster und interaktiver gestaltet.

Die Modernisierung der Ausstellungen wurde maßgeblich durch das Bundesprogramm „Wattenmeerzentren“ ermöglicht. Insgesamt stehen darüber für die Stärkung der Nationalpark-Einrichtungen in Niedersachsen 14 Millionen Euro zur Verfügung. Neben den neuen Ausstellungen werden einige der Gebäude energetisch saniert, unter anderem durch Wärmeschutzmaßnahmen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.

„Unsere Nationalpark-Informationseinrichtungen sind so vielgestaltig wie das Wattenmeer selbst und sollen ihren individuellen Charakter auch durch die neuen Ausstellungen zeigen. Durch die unterschiedlich gesetzten inhaltlichen Schwerpunkte sowie die individuelle Gestaltung und Didaktik bietet jeder Besuch ein ganz eigenes Erlebnis. Eine Tour durch unsere verschiedenen Nationalpark-Häuser und ‑Besucherzentren lohnt sich also unbedingt!“, so Anke Hofmeister, die in der Nationalparkverwaltung die zahlreichen Ausstellungsprojekte fachlich begleitet.

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer war neben der Zuteilung der Fördermittel eng in die fachliche Planung der neuen Ausstellungen eingebunden. Zum einen hatten die Mitarbeiter*innen die Verteilung von Schwerpunktthemen über die verschiedenen Ausstellungen hinweg im Blick, zum anderen unterstützten sie mit ihrer breiten Fachexpertise zu naturkundlichen Fragestellungen.

Neben Spiekeroog und Norderney wurden bereits die Ausstellungen der Nationalpark-Häuser in Bensersiel und Fedderwardersiel erfolgreich modernisiert. Vorhaben in weiteren Nationalpark-Informationseinrichtungen entlang der Küste und auf den Inseln befinden sich momentan in Vorbereitung. Alle Bundesmittel sind mittlerweile für innovative Projektideen gebunden und ermöglichen so dringend benötigte infrastrukturelle Modernisierungen, sei es durch die Realisierung von Ausstellungserneuerungen als auch durch energetische und bauliche Sanierungen der Gebäude.

Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, unterstreicht abschließend: „Die Bundesförderung stellt die Informations- und Bildungsarbeit im Nationalpark auf eine ganz neue Stufe. Die Modernisierung dieser und noch weiterer Ausstellungen gibt faszinierende Einblicke in die Natur des Wattenmeers und verdeutlicht, weshalb ihr Schutz unverzichtbar ist und uns alle betrifft. Unsere Nationalpark-Informationseinrichtungen sind Orte der Verantwortung für das Weltnaturerbe Wattenmeer.” Insgesamt sind 19 Informations- und Bildungseinrichtungen für den Nationalpark aktiv, die jährlich rund 900.000 Besucher*innen erreichen und etwa 10.000 Veranstaltungen anbieten.

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