24.09.2012

Grenzenlos: (Zug-)Vögel von Harro Maass

Ausstellungseröffnung im Vorfeld der 4. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Harro Maass, Frank-Ulrich Schmidt und Gastgeber bei der Vernissage

v.l.n.r.; Harro Maass, Frank-Ulrich Schmidt, Dr. Juliana Köhler, Fritz Langen und Peter Südbeck

Mehr als 50 Gäste nutzten gestern die Gelegenheit, bei der Vernissage zur Ausstellung "Grenzenlos: (Zug-)Vögel von Harro Maass" im Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven den Künstler persönlich kennen zu lernen. Nach Grußworten von Bürgermeister Fritz Langen, Zentrumsleiterin Dr. Juliana Köhler und Nationalparkleiter Peter Südbeck führte Frank-Ulrich Schmidt in das Werk des Künstlers ein. Dabei vermittelte er, warum es so wichtig ist, die hervorragende, aber zu wenig gepflegte Tradition der Vogelmalerei in Deutschland stärker in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Harro Maass, geboren und aufgewachsen auf Wangerooge, hat schon als junger "Wattlöper" zusammen mit den Vogelwärtern die Tierwelt der Insel kennen gelernt. Nach dem Kunststudium in Krefeld "landete" er in Ratingen (Rheinland), von wo er Reisen in alle Welt unternahm. Heute ist er ein international renommierter Tiermaler. Seine fotorealistischen Darstellungen lassen viel Raum für Entdeckungen mit überraschenden und nicht selten augenzwinkernden Details. Seit Mitte der 1990er Jahre nutzt er surrealistische Stilmöglichkeiten für seine erstaunlichen Inszenierungen.

Sein "Wattwürfel" hat Einzug in deutsche Schulbücher erhalten, auch sein Poster "Rettet den Regenwald" für eine Aktion der Zeitschrift GEO dürfte vielen bekannt sein. 2005 gewann Maass den Publikumspreis "Silberner Uhu - Deutscher Preis für Vogelmaler" in Halberstadt mit seinem Bild "Reiherenten". 2011 wählte die Fachjury seinen "Scherenschnabel" zum Sieger und das Publikum den "Besuch der Buntspechte". Schmidt nutzte jetzt in Wilhelmshaven die Gelegenheit, Maass den Publikumspreis nachträglich zu überreichen.

Alle drei Siegerbilder und viele weitere eindrucksvolle Werke von Harro Maass sind bis zum 18.11. in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums Wilhelmshaven zu sehen.