Pottwal im Hallenbad

Amrum erhält eine eigene Walausstellung. Herzstück wird das Skelett eines der Pottwale sein, die Anfang des Jahres an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste gestrandet und verendet sind. Im Oktober wurden die präparierten Knochen – das größte Stück davon der rund 750 Kilogramm schwere Schädel – per Fähre und LKW (siehe Foto oben) auf die Insel transportiert. „Pottwal reist in 153 Teilen nach Amrum“, berichtete der NDR.

„Die Ausstellung wird unter Federführung des Naturzentrums Amrum in einem umgebauten Hallenbad in Norddorf eingerichtet“, so der Leiter des Naturzentrums Christian Vogel auf Anfrage der Nationalpark Nachrichten. Sie wird den Angaben zufolge nicht nur das vor Ort von einem Präparator wieder zusammengesetzte Skelett und eine Sammlung von Informationen zur Geschichte dieses individuellen Tieres umfassen, sondern auch weiteres Wissenswertes zu Walen generell. Dazu gehört sowohl ein kulturhistorischer Teil, etwa zur Geschichte des Walfangs auf den nordfriesischen Inseln und besonders auf Amrum, als auch ein naturkundlicher Teil, unter anderem über im Nationalpark Wattenmeer heimische Wale, über durchziehende Meeressäuger, über Ökologie, Biologie und Schutz der Tiere. Ebenfalls geplant sei eine Station, an der die Besucher die Gesänge verschiedener Walarten anhören können.

Das Pottwalskelett selbst wird im ehemaligen Schwimmbecken platziert – gewissermaßen auf Augenhöhe mit den hereinkommenden Besuchern. Derzeit läuft nach Informationen von Christian Vogel der Umbau des Gebäudes. Die Fertigstellung und Eröffnung der Walausstellung ist für das erste Quartal 2017 angepeilt.