„Biosphären-Schulen“ gehen in die Pilotphase

Foto: Lara Gassler

„Biosphären-Schulen“ gehen in die Pilotphase

Die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer entwickelt in den kommenden Monaten das Label „Biosphären-Schule“ als Auszeichnung für Schulen, die sich in besonderem Maße mit der Wattenmeer-Region, den Themen und Zielen des Nationalparks und Biosphärenreservats und der UNESCO-Auszeichnung zum Weltnaturerbe auseinandersetzen. Unter dem Leitprinzip „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollen Schüler*innen die Besonderheiten und den globalen Wert ihrer Region kennenlernen und befähigt werden, diese nachhaltig mitzugestalten.

Die Auszeichnung soll Schulen zu einer längerfristigen Kooperation mit dem Nationalpark und Biosphärenreservat, seinen Einrichtungen und Partnern motivieren. So soll die Einbindung und Vernetzung örtlicher Kooperationspartner und Akteure für einen praxisnahen Unterricht im schulischen und außerschulischen Bereich gefördert werden.

Die beteiligten Schulen können ein besonderes Profil mit Alleinstellungsmerkmalen entwickeln. Die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung und die Aufnahme in das internationale „Wattenmeer-Netzwerk“ erhöhen zudem die Strahlkraft in die Region und eröffnen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Der Titel „Biosphären-Schule“ bezieht sich auf die Lage der Schulen in der funktionalen Entwicklungszone des Biosphärenreservats, in der nachhaltige Entwicklung durch Projekte gefördert wird. Deshalb werden, neben ökologischen Themen, auch ökonomische und soziokulturelle Aspekte wie altes Handwerk, Landschaftsentwicklung und zukunftsweisende Perspektiven für die Region berücksichtigt.

Ähnlich wie bei der Partnerinitiative des Biosphärenreservats soll sich die Vergabe des Prädikats an einheitlichen Kriterien orientieren. Diese werden in der Pilotphase bis Ende des Jahres gemeinsam mit mehreren Schulen verschiedener Schulformen in unterschiedlichen Orten der Wattenmeer-Region überprüft und weiterentwickelt. Das Amandus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven, die Berufsbildenden Schulen Wittmund, die Grundschule Carolinensiel und die Oberschule Borssum in Emden haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Bei der Integrierten Gesamtschule Krummhörn in Pewsum steht der endgültige Beschluss noch aus. Die Zusammenarbeit zwischen der Schutzgebietsverwaltung und den Pilotschulen wird für beide Seiten neue Anregungen und Perspektiven bringen.

Leana Frisch