UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven

„Edutainment“ auf hohem Niveau
Aussenansicht UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven

Foto: UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven

Am 7. Mai 1997 wurde das Nationalpark-Zentrum Wilhelmshaven ("Das Wattenmeerhaus") in Anwesenheit der damaligen Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel und der niedersächsischen Umweltministerin Monika Griefahn in einer ehemaligen Torpedowerft am Südstrand in Wilhelmshaven feierlich eröffnet. Leiterin ist seit 2003 die Geowissenschaftlerin Dr. Juliana Köhler, die mit ihrem engagierten Team den Besuchern Edutainment (Education & Entertainment – Information und Bildung unterhaltsam aufbereitet) auf hohem Niveau bietet.

Seit Sommer 2012 ist das "Wattenmeerhaus" offizielles UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum.

Im Haus wird der Besuch der 2000 qm großen Dauerausstellung zur Abenteuerreise in die Welt der Nordseetiere. Denn hinter dem Deich beginnt eine Welt der Extreme: Meterhohe Wellen und nackter Boden, sommerliche Hitze und eisige Kälte - dieser Lebensraum der harten Gegensätze duldet nur Spezialisten. Im Wattenmeerhaus gehen die Besucher auf eine einzigartige Entdeckungsreise und können sich von den Abenteuern und kleinen Wundern dieser außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt verzaubern lassen. Viele interaktive Elemente und ausgesuchte Exponate, die zum aktiven Erleben auffordern und die Phantasie beflügeln, gewähren einen unvergesslichen Einblick in einen Kosmos voller Überlebenskünstler, genialer Baumeister und geschickten Fischfängern.

Im Erdgeschoss rankt sich rund um das ausgestellte Skelett eines gestrandeten Pottwales die Themenausstellung "Wale".

Im 2000 l großen Erlebnisaquarium können die Tiere des Wattenmeeres, die man bei Hochwasser nicht sieht, aus nächster Nähe beobachtet werden. Weitere Attraktionen sind ein original Krabbenkutter, der von seinen Abenteuern auf See erzählt, das Expo-Projekt "Sturmerlebnisraum", in dem die Besucher die eigenen Kräfte mit dem unsichtbaren Riesen messen können, und das neu eingerichtete Labor, das allen kleinen und großen Wattenmeerforschern offen steht.

Wechselausstellungen im Zwischengeschoss ziehen auch Stammbesucher immer wieder in das größte Besucherzentrum im Nationalpark.

Mit dem vielfältigen und innovativen museumspädagogischen Angebot für Schulklassen und Kindergärten hat sich das Wattenmeerhaus zudem als außerschulischer Lernort etabliert. Videoprojekte, spannende Laborversuche, Exkursionen und Erlebnis-Führungen sind gleichfalls fester Bestandteil des Angebotes wie Kinderprogramme, die sich gezielt an unterschiedliche Altersklassen wenden.

In Kooperation mit der Chemie-Didaktik der Universität Oldenburg wurde ein Chemie Labor (CHEMOL) aufgebaut, das Grundschüler spielerisch an naturwissenschaftliche Phänomene heranführen soll.

Drei Kindergeburtstag-Angebote für Nachwuchs-Piraten, Seehundnarren und Walforscher vereinen spielerisch Spaß, Spannung und viel Wissenswertes.

Das Seniorenprogramm wird von der Generation 60 plus mit großer Resonanz angenommen. Das barrierefrei ausgestattete Haus sorgt für einen entspannten Aufenthalt. Aktive Senioren können Wattwanderungen, Radtouren, Seehundfahrten oder Tauchkurse buchen.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Schneeammern. Foto: Michael Hillmann

Zu den Wintergästen im Wattenmeer gehören auch die Schneeammern, die im Spülsaum, am Strand oder auch am Deichfuß, emsig nach Samen von Salzwiesenpflanzen suchen. Sie brauchen viel Ruhe zum Fressen, um im Frühjahr den Rückflug in ihre arktischen Brutgebiete zu schaffen. Durch Stressfaktoren wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel werden ihre lebensnotwenigen Energiereserven unnötig aufgezehrt. Foto: Michael Hillmann

26.12.2018 Feuerwerk, Silvester Wenn Feuerwerksfans es in der Silvesternacht richtig krachen lassen, finden andere das gar nicht spaßig. Vögel und andere Tiere können durch die plötzlichen Knall- und Lichteffekte ernsthaft in Panik geraten. Im Nationalpark ist Feuerwerk verboten, aber wegen der weiträumigen Effekte sollte man auch im Umfeld von Schutzgebieten darauf verzichten. mehr »
Die Projektgemeinschaft mit Ministerin Birgit Honé (2. von rechts) bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Watten-Agenda 2.0. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

Die Projektgemeinschaft mit Ministerin Birgit Honé (2. von rechts) bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Watten-Agenda 2.0. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

03.12.2018 Weltnaturerbe, Wattenagenda Im Rahmen des 9. Wattenmeerforums präsentierte die Projektgemeinschaft des deutsch-niederländischen INTERREG V A-Projektes "Wattenagenda" die Ergebnisse und Maßnahmen aus der zurückliegenden vierjährigen Projektlaufzeit. Diese überzeugten insbesondere das Programmmanagement der EDR: Feierlich übergab die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Birgit Honé einen Förderbescheid über rund 1,7 Millionen Euro für ein Folgeprojekt „Watten-Agenda 2.0“ mehr »
Besucher des Zugvogelfestes verfolgen das Bühnenprogramm. Foto: Nationalparkverwaltung

Gespannt verfolgten die Besucher des Zugvogelfestes das Bühnenprogramm. Foto: Nationalparkverwaltung

21.10.2018 Zugvogeltage Mit dem großen Zugvogelfest im Haus des Gastes in Horumersiel endeten heute die 10. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nationalpark-Leiter Peter Südbeck und sein Team zogen eine positive Bilanz der zurückliegenden Veranstaltungsreihe. mehr »
Heringsmöwen. Foto: Thorsten Krüger

Heringsmöwen. Foto: Thorsten Krüger

14.09.2018 Zugvogeltage, Heringsmöwe 10-9-8-7-6-5-4-3-2 ... der vorletzte Beitrag unseres Countdowns bis zum Beginn der 10. Zugvogeltage widmet sich der sehr adretten Heringsmöwe. mehr »
Zugtaufe in Norddeich. Foto: Zwoch / NLPV

350 Paten tauften den IC2 auf den Namen "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Zwoch / NLPV

08.09.2018 Fahrtziel Natur, Nachhaltigkeit Mehr als 350 geladene Gäste haben heute in Norddeich gemeinsam einen modernen Intercity 2 der Deutschen Bahn mit Nordseewasser auf den Namen „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ getauft. mehr »