Betreuung

Themen: 
Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wird von hauptamtlichen Rangern (dem Nationalpark-Dienst), ehrenamtlichen Nationalpark-Warten und Naturschutzverbänden betreut. Zwischen ihnen besteht eine gute Zusammenarbeit, sie treffen sich regelmäßig, um ihre Aktivitäten abzusprechen und zu organisieren.
Nationalpark-Ranger

Nationalpark-Ranger | © Stock/LKN-SH

In Schleswig-Holstein werden Naturschutzgebiete zum Teil seit Jahrzehnten von Naturschutzverbänden betreut. Mit 7 Naturschutzverbänden wurden Betreuungsverträge für 20 Teilgebiete des Nationalparks geschlossen. Insgesamt 200 Personen engagieren sich so für den Nationalpark: Nationalpark-Betreuer des 2011 als Nachfolge für den Zivildienst eingerichteten Bundesfreiwilligendienstes (BFD), junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) leisten, Praktikanten, freiwillige und hauptamtliche Mitarbeiter. Sie beobachten und dokumentieren die Entwicklung „ihrer“ Gebiete, machen praktische Arbeiten und konzeptionelle Vorschläge und informieren die Öffentlichkeit.

Die 14 ehrenamtlichen Nationalpark-Warte sind Persönlichkeiten aus der Region. Sie nehmen ähnliche Aufgaben wahr und sind außerdem wichtige Mittler zwischen der Nationalparkverwaltung und Nutzergruppen oder Gemeinden. Sie können darüber auch Zuwiderhandlungen gegen Rechtsvorschriften zum Schutz des Nationalparks feststellen und abwehren. Die Naturschutzverbände haben diese hoheitliche Aufgabe nicht.

Die wichtigsten Aufgaben der 15 hauptamtlichen Nationalpark-Ranger bestehen in der Besucherinformation und Besucherlenkung, sie leisten praktische Naturschutzarbeit (beispielsweise Abzäunungen), beteiligen sich an Umweltbeobachtungsprogrammen, vernetzen und kooperieren mit anderen Betreuungspartnern sowie mit der Wasserschutzpolizei, Kommunen, Fischern, Schäfern usw. Durch ihre Tätigkeit im Gebiet sind sie Teil des Frühwarnsystems und beteiligen sich – beispielsweise bei Ölkatastrophen oder Walstrandungen - an der Bewältigung solcher Ereignisse. Sie sind auch befugt, Rechtsvorschriften zum Schutz des Nationalparks zu überprüfen und Zuwiderhandlungen feststellen und abzuwehren.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine junge Kegelrobbe auf der niederländischen Wattenmeerinsel Griend. Foto: Sophie Brasseur, WMR.

Eine junge Kegelrobbe auf der niederländischen Wattenmeerinsel Griend. Foto: Sophie Brasseur, WMR.

03.07.2020 Kegelrobbe Gute Nachrichten: Die Zählungen der Kegelrobben im Trilateralen Wattenmeer zur Fellwechselzeit im Frühjahr 2020 zeigen einen Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr auf. Insgesamt wurden 7.649 Kegelrobben gezählt – 17% mehr als im Frühjahr 2019. mehr »
Ostende Spiekeroog

Foto: Norbert Hecker/ NLPV

07.06.2020 In Niedersachsen gibt es vier herausragende Kulturgüter und Naturdenkmäler, die zum UNESCO-Welterbe in Deutschland gehören: in Hildesheim, in Goslar und dem Harz, in Alfeld sowie im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Eine neu gestaltete Internetseite bietet nun erstmals auf einen Blick Informationen und über alle anerkannten Welterbestätten zwischen dem Harz und der Nordsee. mehr »
Geführte Wanderung auf dem Meeresboden

Geführte Wanderungen auf dem Meeresboden können Einheimische zum Welterbe-Geburtstag des Wattenmeers kostenlos unternehmen. Foto: Anke Hofmeister/NLPV

05.06.2020 mehr »

Foto: Eike Wilhelm Reinhardt (Husedom)

05.06.2020 Weltnaturerbe, Weltnaturerbe Wattenmeer, Aktuelles Am UNESCO-Welterbetag am 7. Juni 2020 laden die deutschen Welterbestätten auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland zum Erkunden und Experimentieren ein. Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet der Aktionstag in diesem Jahr erstmals digital statt. mehr »
Teilnehmende des 10. Weltnaturerbe-Forums. Foto: Nationalparkverwaltung

Teilnehmende des 10. Weltnaturerbe-Forums. Foto: Nationalparkverwaltung

20.11.2019 Weltnaturerbeforum Beim 10. Weltnaturerbeforum in Stadland warfen die Akteure der Welterbe-Gemeinschaft einen freundlich-kritischen Rück- und Ausblick auf die gemeinsamen Aktivitäten. mehr »