Naturschutzverbände

Fast 20 Naturschutzvereine von lokalen Gruppen, wie dem Naturschutzverein Uthlande, bis hin zu weltweit aktiven Organisationen, wie dem World Wide Fund for Nature (WWF), setzen sich für den Schutz des Wattenmeeres ein.
FÖJ bei der Schutzstation Wattenmeer

FÖJ bei der Schutzstation Wattenmeer | © M. Stock/LKN-SH

Ihr Einsatz hat eine lange Tradition: So betreut der Verein Jordsand bereits seit 1909 die Hallig Norderoog, und der Naturschutzbund Deutschland (NABU; vormals Deutscher Bund für Vogelschutz), entsendet seit 1927 jeden Sommer einen Vogelwart zur Insel Trischen. Die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer arbeitet fast flächendeckend im Wattenmeer. Heute hat sie 20 Stützpunkte im Nationalpark, eine ganze Reihe davon als Infozentren.

Nach der Novellierung des Nationalparkgesetzes hat die Nationalparkverwaltung mit den Naturschutzvereinen flächendeckend Verträge über die Betreuung von Nationalpark-Teilgebieten abgeschlossen. Beteiligt an diesem Modell sind folgende Vereine:

  • Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • Schutzstation Wattenmeer
  • Naturschutzverein Südtondern
  • Öömrang Ferian
  • Verein für Naturschutz und Landschaftspflege Mittleres Nordfriesland
  • Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur
  • Wiedingharder Naturschutzverein

Der WWF betreut kein Teilgebiet des Nationalparks, hat aber eine herausgehobene Rolle. Die größte internationale Naturschutzorganisation unterhält in Husum ein Büro. Auch andere Naturschutzvereine haben hauptamtliche MitarbeiterInnen.  

Neben etwa 40 Freiwilligen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) leisten im Wattenmeer jährlich rund 40 junge Leute ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Zusammen mit Praktikanten und anderen Helfern zählen sie alle 15 Tage Rastvögel, stecken im Frühjahr Schutzzäune für Brutgebiete ab, reagieren auf Störungen im Schutzgebiet oder erläutern interessierten Gästen die Vogelwelt der Salzwiesen. Allein die Schutzstation Wattenmeer bietet jährlich über 3.000 geführte Touren an.

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