05.07.2018

Böhl jetzt „mit BIS“

Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, der Schutzstation Wattenmeer sowie der Nationalparkverwaltung mit Ausdrucken der Infotafeln des neuen Naturlehrpfades in St. Peter-Böhl. © LKN.SH

Zuwachs für das Besucher-Informations-System im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Im Ortsteil Böhl von St. Peter-Ording ist am Donnerstag (5. Juli) ein Naturlehrpfad eröffnet worden. Er führt über eine Distanz von 1,3 Kilometern vom Deichübergang bis zum Böhler Leuchtturm und beinhaltet insgesamt 14 Infoelemente. „Damit werden unsere Gäste künftig noch besser über die Besonderheiten der wunderschönen Natur in Böhl informiert“, freut sich St. Peter-Ordings Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff.

Die neuen Info- und Objekttafeln sowie eine Infokarte ergänzen das in der Gemeinde bereits bestehende umfangreiche Besucher-Informations-System (BIS). Das BIS umfasst dort nun 73 Elemente an insgesamt 40 teils ganzjährigen, teils saisonalen Standorten in den Ortsteilen Bad, Ording, Dorf und jetzt auch wieder in Böhl. Informiert wird über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer, passend zu den jeweiligen Standorten zudem über Salzwiesen und Dünen, die Vogel- und Pflanzenwelt, über Surfen, Kiten, Wattwandermöglichkeiten, Hunde am Strand, Strandausritte, und, und, und …

Das BIS im gesamten Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besteht aus zahlreichen Elementen in verschiedenen Formaten wie Pavillons, Infotafeln und -karten, Objekttafeln, Schildern und Wegweisern. Entsprechend der örtlichen Gegebenheiten werden diese in der Nationalparkverwaltung in Abstimmung mit den Beteiligten vor Ort entwickelt – in der Nationalpark-Partnergemeinde St. Peter-Ording in seit Langem bewährter Zusammenarbeit mit der Tourismus-Zentrale und der Schutzstation Wattenmeer.

Ziel ist es hier wie im gesamten Nationalpark, erholungssuchende Gäste an sensiblen oder stark frequentierten Orten für die Schutzwürdigkeit der Wattenmeernatur zu sensibilisieren. „Informieren statt verbieten ist dabei unser großes  Anliegen“, sagt der Leiter der Nationalparkverwaltung Detlef Hansen. Insgesamt umfasst das BIS entlang der schleswig-holsteinischen Festlandsküste sowie auf den Inseln und allen Halligen mit Besucherverkehr rund  750 Elemente an etwa 250 Standorten.

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