09.04.2020

Der frühe Vogel…

Graugänse mit Nachwuchs  |  © Ulrich Bolm-Audorff/LKN.SH

Graugänse mit Nachwuchs | © Ulrich Bolm-Audorff/LKN.SH

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ - diesen Spruch kennt wohl jeder. An Würmern mangelt es im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wahrlich nicht, hier gilt eher: Der frühe Vogel sichert sich den besten Brutplatz. Darum herrscht derzeit Betriebsamkeit in der Welt der Brutvögel in der Nationalpark-Region: Je nach Art widmen sich die Tiere der Partnersuche, der Nest- und Koloniebildung oder bereits der Pflege des Nachwuchses.

Schon Ende März berichteten die Freiwilligen der Schutzstation Wattenmeer von Lachmöwen, die sich zu Paaren zusammengetan hatten, vor wenigen Tagen von „Trillertänzen“ der Austernfischer. Zu den traditionell „frühen Vögeln“ gehören die Graugänse, die in der Regel Ende Februar an gut geschützten Orten mit der Eiablage beginnen und meist Anfang April Junge führen. Auch bei den Kiebitzen dürfte sich bald Nachwuchs einstellen.

Verschiedene Möwen- und Seeschwalbenarten, Sand- und Seeregenpfeifer, Austernfischer, Säbelschnäbler, Rotschenkel, Brandgänse, Eiderenten und, und, und...: In den kommenden Monaten wird der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und seine Umgebung zur Kinderstube für viele gefiederte Teilzeitbewohner. Die vergleichsweise kalte Witterung im vergangenen März hat übrigens geringen Einfluss auf deren Brutverhalten: Partnerwerbung, Nestbau und Eiablage werden im Wesentlichen von der Hormonausschüttung bestimmt, und die wiederum ist von der Tageslichtlänge abhängig.

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