13.09.2017

Der Klimawandel und das Wattenmeer

Vorträge, Sonderausstellung und Bildungsprojekte im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Hallig Gröde © Alex MacLean

Hallig Gröde | © Alex MacLean

Das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum startet eine Reihe von neuen Angeboten zum Thema Klimawandel. Am Donnerstag, den 21. September 2017 hält Prof. Dr. Karsten Reise, langjähriger Leiter der Wattenmeerstation Sylt des Alfred-Wegener-Instituts, einen Vortrag mit dem Titel „Mensch und Küste: Was tun, wenn die Nordsee steigt?“. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr vor dem Großaquarium mit einem Vorwort von Multimar-Leiter Gerd Meurs-Scher und dauert rund 45 Minuten. Der Eintritt ist kostenfrei.

Im Anschluss an den Vortrag wird die gleichnamige Sonderausstellung im Multimar Wattforum eröffnet. Großformatige Luftbilder des amerikanischen Fotokünstlers Alex S. MacLean zeigen in beeindruckender Weise die deutsche Nordseeküste, ihre natürlichen Entwicklungen und die Folgen menschlicher Eingriffe. Die Wanderausstellung vereint den Blick des Künstlers mit der Analyse von Wissenschaftlern und bietet Denkanstöße für den Umgang mit dem stetigen Anstieg des Meeresspiegels in den Küstenregionen. Das im Jahr 2015 erschienene Buch „Kurswechsel Küste - Was tun, wenn die Nordsee steigt?“ diente als Grundlage für die Ausstellung. Es entstand in einer Zusammenarbeit von Karsten Reise, Alex S. MacLean und dem Hanse-Wissenschaftskolleg. Die Fotoausstellung wird bis Mitte November im Tönninger Nationalpark-Zentrum zu sehen sein.

Der Vortrag von Karsten Reise bildet den Auftakt einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe zum Thema Klimawandel und Wattenmeer. Im Laufe des Winters sind weitere Termine im Multimar Wattforum geplant: Im November hält Dr. Johannes Oelerich, Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, einen Vortrag mit dem Titel „Herausforderung Klimawandel: Strategie des Landes Schleswig-Holstein für das Wattenmeer bis 2100“. Matthias Reimers vom Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen wird im Februar 2018 die „Auswirkungen des Klimawandels auf die Regenwasserbewirtschaftung der Niederungsgebiete in Schleswig-Holstein“ erläutern.

Das Multimar Wattforum wurde im Mai 2017 als eines von 16 bundesweiten Bildungszentren für Klimaschutz ausgewählt. In den kommenden zwei Jahren wird es sich im Rahmen des Projekts „BildungKlima-plus” dafür einsetzen, dass in Schleswig-Holstein mehr Bildung für Klimaschutz an außerschulischen Lernorten angeboten wird. Das Vorhaben geht Hand in Hand mit einem Multimar-internen Bildungsprojekt zum Thema Klimawandel. Dieses wird die Folgen der globalen Klimaveränderung für den Nationalpark Wattenmeer als Lernmodul für Schulen aufbereiten und das Multimar-Bildungsangebot weiter ausbauen.

Veranstaltungsort:

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200
www.multimar-wattforum.de

Öffnungszeiten (ganzjährig):
1. April – 31. Oktober: 9:00 – 18:00 Uhr
1. November – 31. März: 10:00 – 17:00 Uhr (außer am 24.12.)

Das Multimar Wattforum in Tönning ist das größte Besucherzentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Es lockt mit einer über 3000 Quadratmeter großen, interaktiven Ausstellung. 37 Aquarien laden dazu ein, die Unterwasserwelt der Nordsee zu entdecken. In der Walausstellung ist das beeindruckende Skelett eines im Wattenmeer gestrandeten Pottwals zu bestaunen.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Seehundjäger Karl-Heinz Kolle (rechts) und Armin Jeß von der Nationalparkverwaltung an einer Infobox. ©Wells/LKN.SH

16.07.2019 Seehund, Seehundjäger Neue interaktive Infoboxen klären im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer auf über Seehunde und die Aufgaben von Seehundjägern. mehr »
Die neuen Nationalpark-Partner auf der Insel Spiekeroog mit Vertretern der Nationalparkverwaltung und NSB-Geschäftsführer Ansgar Ohmes; Foto: Nationalparkverwaltung

Die neuen Nationalpark-Partner auf der Insel Spiekeroog mit Vertretern der Nationalparkverwaltung und NSB-Geschäftsführer Ansgar Ohmes; Foto: Nationalparkverwaltung

12.07.2019 Partnerinitiative, Nachhaltigkeit Das Partner-Netzwerk des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer begrüßt 12 neue Nationalpark-Partner und eine Biosphärenschule auf der Insel Spiekeroog. Die neuen Partner engagieren sich im Rahmen der inselweiten Nachhaltigkeitsinitiative und setzen sich so für den Schutz und Erhalt der Insel ein. mehr »
Teilnehmer*innen des Junior Ranger Küstencamps. Foto: Nationalparkverwaltung

Teilnehmer*innen des Junior Ranger Küstencamps. Foto: Nationalparkverwaltung

08.07.2019 Junior Ranger 26 Junior Ranger*innen aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer trafen sich jetzt zum Küstencamp am Campingplatz in Harlesiel. Hier konnten sie ihre Küstenkenntnisse vertiefen und lernten viele Methoden kennen, um gemeinsam mit Gästen auf spielerische Art und Weise das Watt zu erkunden. mehr »
Kegelrobben auf einer Sandbank während des Fellwechsels. Foto: Hans Verdaat (WMR)

Kegelrobben auf einer Sandbank während des Fellwechsels. Foto: Hans Verdaat (WMR)

02.07.2019 Kegelrobbe Seit der Rückkehr der Kegelrobbe in das Wattenmeer Mitte des 20. Jahrhunderts wächst der Bestand stetig. Im Zeitraum 2018-2019 wurden im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer und auf Helgoland 6.538 Tiere gezählt. Dies entspricht einem Wachstum um 6 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszahlen. mehr »
Teilnehmer*innen der Weltnaturerbe-Jubiläums-Radtour

Umweltminister Olaf Lies, Nationalpark-Leiter Peter Südbeck und die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (v.r.n.l.) begrüßten in Wilhelmshaven Teilnehmer*innen der Jubiläums-Radtour.
Foto: CWSS/ Rolf Müller

01.07.2019 Vor zehn Jahren wurde das Wattenmeer zum Weltnaturerbe erklärt. Das feierten die Trilaterale Wattenmeer-Zusammenarbeit (Trilateral Wadden Sea Cooperation, TWSC) und ihre Partner mit einer grenzübergreifenden Sternfahrt von Dänemark und Niederlande, nach Wilhelmshaven. Die Ankunft der Radfahrer*innen im Ziel am gestrigen Sonntag, den 30. Juni 2019, wurde mit einer großen Feier gewürdigt. mehr »