FishNet

Nahrungsnetzprojekt in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins mit Fokus auf Fischen

© Martin Stock / LKN.SH

Fische sind ein integraler Bestandteil des Ökosystems und übertragen Energie „top-down“ und „bottom-up“ durch das Nahrungsnetz. Ein grundlegendes Verständnis der essentiellen Prozesse und Funktionswege fehlt, was einen effektiven und effizienten Fischartenschutz erschwert. Im Projekt „FishNet“ sollen Nahrungsnetzbeziehungen in der Nordsee unter Berücksichtigung der Fisch-Funktionsgruppe verbessert, weiterentwickelt und bewertet werden.

Dazu werden Daten zum Beutespektrum verschiedener Fischarten mittels Mageninhaltsanalysen und stabilen Isotope erhoben. Mittels stabiler Isotope lässt sich der Ressourcenkonsum und die Herkunft über einen längeren Zeitraum ermitteln und die Position im Nahrungsnetz bestimmen.

Literaturstudien haben gezeigt, dass vor allem auch Meiofauna-Arten eine wichtige trophische Rolle für die Struktur und Funktion von Nahrungsbeziehungen spielen. Meiofauna ist über ihren Verzehr durch Wirbellose und kleine benthische Fischarten mit den höheren trophischen Ebenen verbunden. Allerdings sind Informationen über die räumliche Verteilung der subtidalen Meiofaunaarten, Biodiversität und Gemeinschaftsstruktur in der Nordsee kaum bekannt. Um diese Datenlücke zu schließen, werden in diesem Projekt die Artenzusammensetzung, Gemeinschaftsstruktur und Ernährungsweise von Meiofaunaorganismen in verschiedenen Biotopen in der Nordsee untersucht

Die gewonnenen Daten werden im Projekt „FishNet“ genutzt um Nahrungsnetzmodelle zu parametrisieren und wichtige Erkenntnisse liefern, wie Meiofaunaorganismen als Bindeglied zu höheren trophischen Stufen fungieren.

Partner:

  • Bioconsult Schuchardt & Scholle GbR, Bremen
  • Senckenberg am Meer, Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung, (DZMB), Wilhelmshaven
  • Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel, Gruppe Küstenökosysteme, Büsum