30.06.2016

Kunstwerk aus Nordseetreibgut

Das Resultat des dreitägigen LandArt Workshops auf dem Außengelände des Multimar Wattforums. Die Künstlergruppe ist zu Recht stolz auf das Holzskulpturen-Ensemble, das sie gemeinsam unter teils widrigen Wetterverhältnissen erschaffen haben.

Das Resultat des dreitägigen LandArt Workshops auf dem Außengelände des Multimar Wattforums. Die Künstlergruppe ist zu Recht stolz auf das Holzskulpturen-Ensemble, das sie gemeinsam unter teils widrigen Wetterverhältnissen erschaffen haben   |   © Claußen/LKN.SH

Nordseewelle mit Fischschwarm - so könnte man das Holzskulpturen-Ensemble betiteln, das seit Kurzem das Außengelände des Multimar Wattforums in Tönning schmückt. Es ist das Resultat eines LandArt Workshops, den das Nationalpark-Zentrum erstmalig angeboten hatte.

Unter der Leitung der beiden LandArt Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek vom Atelier LandArt aus Hannover beschäftigte sich die Workshop-Gruppe ein Wochenende lang mit dem Kunstraum Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Teilnehmer besuchten nahe St. Peter-Ording einen Treibgut-Sammelplatz des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, bevor sie sich am Strand von Böhl mit handwerklich-kreativen Übungen an die Verarbeitung der Naturmaterialien herantasteten. Richtig los legten sie dann auf dem Außengelände des Multimar Wattforums, wo sie gemeinsam innerhalb von zwei Tagen Skulpturen aus Nordseetreibgut kreierten. Trotz widriger Wetterverhältnisse wurde das Kunstwerk pünktlich zur öffentlichen Vernissage am Sonntagnachmittag fertig.

„Wir sind stolz darauf, was die Gruppe zusammen geschafft hat. Alle sind entspannt mit Dauerregen und widerspenstigem Baumaterial umgegangen“, berichtet Workshop-Leiter Frank Nordiek. Teilnehmerin Simone bestätigt dies: „Es hat erstaunlicherweise richtig Spaß gemacht, körperlich im Regen zu schuften und abends erschöpft ins Bett zu fallen. Ich nehme viel kreative Inspiration mit nach Hause.“

Die Kombination von Kunst und Wattenmeer kam bei den acht Teilnehmern gut an. „Ich habe mich über dieses kulturelle Angebot des Multimar Wattforums sehr gefreut. Eiderstedt und das Wattenmeer schreien nach LandArt“, findet Teilnehmerin Brigitta. „Es war toll, die Hintergründe zum Weltnaturerbe Wattenmeer und das Nationalpark-Zentrum näher kennenzulernen.“ Neben den künstlerischen Arbeiten und der Exkursion nach St. Peter-Ording waren Mahlzeiten im Multimar-Restaurant und eine spannende Nachtführung entlang der Aquarien Programmpunkte des Workshops.

Die LandArt Holzskulpturen sind so stabil gebaut, dass Multimar-Besucher sich die Kunstwerke noch für längere Zeit aus der Nähe ansehen können. Eine passende Gelegenheit dafür bietet sich zum Beispiel am Samstag, den 23. Juli 2016, wenn das Multimar Wattforum sein buntes und kreatives Sommerfest unter dem Motto „Wale“ veranstaltet.

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