25.03.2020

Multimar Wattforum: Viel Arbeit hinter den Kulissen

Nicole Pekruhl vom Aquaristik-Team des Multimar Wattforums bei der Arbeit hinter den Kulissen. Foto: Kaminski/LKN.SH

Wie alle anderen Einrichtungen in der Nationalparkregion und ganz Schleswig-Holstein, ist auch das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum geschlossen. Und doch geht es drinnen ausgesprochen lebendig zu. Denn hinter den verschlossenen Türen, in den Aquarien und Becken, tummeln sich Fische, Seesterne und Seepferdchen, Muscheln, Krebse, Quallen und viele andere Meereslebewesen – und die wollen weiterhin ver- und umsorgt werden. „Unser Aquaristik-Team arbeitet dabei in zeitlich versetzten Schichten, um die Regeln des Mensch-zu-Mensch-Abstandes einzuhalten“, erläutert Multimar-Leiter Gerd Meurs-Scher.

Zu tun gibt es jede Menge: Tiere füttern, die Aquarien in gutem Zustand halten, Ausstellungselemente überarbeiten und, und und … So hat Meurs-Scher selbst Anfang dieser Woche eine „kleine Dienstreise“ zum Lüttmoorsiel unternommen, um Material für die Neugestaltung der Muschelbank zu holen. „Das machen wir ohnehin regelmäßig, und es war einfach ‚dran‘.“

Besondere Fürsorge gilt derzeit dem Nachwuchs, berichtet der Leiter der Aquaristik Timo Kaminski. Denn hinter den Kulissen des Multimar Wattforums werden regelmäßig Fischarten aufgezogen wie Katzenhaie, Nagelrochen, Seestichlinge, aber auch andere Tiere wie etwa Seesterne. Und jede Art benötigt spezielles Futter – meist Krebstierchen unterschiedlicher Art –, um gesund heranzuwachsen. Dies geschieht in Quarantäne, bis die Kleinen kräftig genug sind, um in die Schauaquarien umgesetzt zu werden.

37 solcher Aquarien gibt es im Multimar, die Aufzuchtbecken im Quarantänebereich nicht mitgezählt. Und wie viele Tiere? „Das weiß ich beim besten Willen nicht“, lacht Kaminski. Allein die vielen Fischarten vom Stör bis zur Großen Schlangennadel und die unzähligen Bewohner der Gezeitenzone, dazu der gesamte Nachwuchs – alle zusammengenommen, komme man bestimmt auf etliche Tausend.

Info: Für Besucher ist das Nationalpark-Zentrum seit dem 14. März geschlossen, aber ein Rundgang ist trotzdem möglich – jedenfalls virtuell: Ausstellungsleiter Claus von Hoerschelmann führt in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=5uVj9qOUAaA durch das Haus.

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