28.12.2016

Nationalpark-Partnerschaft als Bekenntnis

Drei Menschen, viermal Nationalpark-Partnerschaft: Jürgen Reck (bis 31.Dezember Roter Haubarg, ab 1.Januar Biobauer) mit seiner Frau Karina (Atelier für historische Schriften) und Wioletta Gattorf (ab 1. Januar Roter Haubarg). © Wells/LKN.SH

Fast 14 Jahre lang war er Gastronom mit Leib und Seele. Zum 31. Dezember übergibt Jürgen Reck die Pacht des Roten Haubargs in Witzwort an seine langjährige Restaurantleiterin Wioletta Gattorf – und bleibt, auch mit seiner im Aufbau befindlichen Biolandwirtschaft, eines unverändert: engagierter Partner des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

2001 erwarben Jürgen Reck und seine Frau Karina einen Haubarg, siedelten von Hamburg auf die Halbinsel Eiderstedt um. Als rund zwei Jahre später der im Eigentum des Kreises Nordfriesland befindliche Rote Haubarg neu zur Verpachtung anstand, bewarb Reck sich und bekam den Zuschlag. Seit Mai 2011 ist das traditionsreiche Restaurant Nationalpark-Partnerbetrieb. „Regionalität der Produkte und nachhaltiges Wirtschaften – das ist einfach mein Ding“, sagt der Diplombetriebswirt.

Ziel des Partnerschaftsprogrammes im Nationalpark Wattenmeer ist es, die einzigartige Natur des Wattenmeeres zugleich zu schützen und für Gäste erlebbar zu machen. Als „Botschafter unseres Nationalparks“ bezeichnet Christiane Gätje aus der Nationalparkverwaltung die mittlerweile mehr als 150 Nationalpark-Partner von Hoteliers bis zu Künstlerinnen und Museen, von Wattführern über Campingplatzbetreiber bis zu Kommunen und Tourismusorganisationen. Nachhaltigkeit sei dabei ein zentrales Ziel.

Das Bekenntnis zum Nationalpark in Form der Partnerschaft gilt auch für  Wioletta Gattorf, schließlich vertritt sie die dahinter stehende Philosophie seit rund zehn Jahren als Restaurantleiterin im Roten Haubarg. Karina Reck ist ebenfalls überzeugte Nationalpark-Partnerin, mit ihrem Witzworter Atelier für historische Schriften, und auch Jürgen Reck ist, als Bauer, weiterhin dabei. Neun Robustrinder der Rasse Black Belted Galloway grasen auf dem gepachteten Grünland rund um den Haubarg, ab 1. Januar kommen weitere Flächen dazu – und nach und nach wohl auch weitere Tiere. Ab August, so hofft der Wahlnordfriese, wird sein Betrieb nach der Umstellungsphase EU-Öko-zertifiziert sein. Nachhaltig wirtschaften – das wird Jürgen Reck auch in Zukunft, nur in einer anderen Rolle.

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