13.05.2020

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum öffnet mit Einschränkungen

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Eine interaktive Ausstellung zum Anfassen während der Coronavirus-Pandemie zu öffnen, ist eine echte Herausforderung. Das Vorgehen des Multimar Wattforums ist vorbildlich.“
Umweltminister Jan Philipp Albrecht (links) und Multimar-Leiter Gerd Meurs-Scher bei der Wiedereröffnung | © Claußen/LKN.SH

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (links) und Multimar-Leiter Dr. Gerd Meurs-Scher bei der Wiedereröffnung | © Claußen/LKN.SH

Nach zweimonatiger Schließung hat das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum heute (13.5.) im Beisein von Umweltminister Jan Philipp Albrecht wieder seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet – allerdings mit Einschränkungen und Regeln für die Besucherinnen und Besucher. So ist beispielsweise die Gästezahl beschränkt und es besteht eine Maskenpflicht.

Der Minister informierte sich vor Ort über das umfangreiche Hygiene- und Schutzkonzept, das für die Wiederinbetriebnahme des Multimar Wattforums aufgestellt wurde. „Eine interaktive Ausstellung zum Anfassen für alle Altersgruppen während der Coronavirus-Pandemie zu öffnen, ist eine echte Herausforderung“, schätzt der Minister die Lage ein. „Das Betriebskonzept des Multimar Wattforums ist vorbildlich. Auch, wenn der gewohnte Erlebnisfaktor etwas gedrosselt ist - die Maßnahmen sind zwingend notwendig, um die Verbreitung der COVID-19-Infektionen weiterhin einzudämmen.“

Zu den Einschränkungen zählt, dass Teile der Erlebnisausstellung, die schwer zu desinfizieren oder zu kleinräumig sind, gesperrt bleiben. Einige Bereiche im Gebäude wurden in „Einbahnstraßen“ umgewandelt. Umsichtige Ausstellungsbetreuerinnen und -betreuer sorgen für die Orientierung und Lenkung der Gäste. Darüber hinaus finden vorerst weder Veranstaltungen noch Bildungsprogramme für Schulklassen statt. Das Multimar-Restaurant bleibt ebenfalls zunächst geschlossen.

„Wir starten bewusst behutsam im Rahmen der erlaubten Regelungen und passen unser Konzept fortlaufend an“, so Multimar-Leiter Dr. Gerd Meurs-Scher zum Vorgehen. „Wir wollen mit dem begrenzten Besuchsangebot einen Beitrag zu Normalität in Corona-Zeiten leisten. Auch wenn wir von der alten Normalität noch weit entfernt sind – wir freuen uns sehr auf unsere Gäste.“

Die rund achtwöchige Zwangspause wurde im Multimar Wattforum für wichtige Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten genutzt. Der für den Betrieb zuständige Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) erneuerte die Zuwegung vom Parkplatz sowie die große Sonnenterrasse. Das Aquaristik-Team renovierte und bestückte das zweitgrößte Aquarium „Muschelbank“ neu.

Ausführliche Regeln und aktuelle Informationen, auch zu möglichen Wartezeiten, finden interessierte Gäste unter www.multimar-wattforum.de/corona.

Das Multimar Wattforum in Tönning ist das größte Besucherzentrum für den Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein. Die Ausstellung lädt auf 3.125 Quadratmetern zum Erforschen, Anfassen und Ausprobieren ein und erklärt erlebnisreich den Lebensraum zwischen Salzwiesen, Wattboden und Nordsee. Höhepunkte sind das echte Pottwal-Skelett, das Großaquarium mit Panoramascheibe und die 36 weiteren Aquarien mit insgesamt mehr als 280 Unterwasserarten.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200

www.multimar-wattforum.de
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 17:00 Uhr

Pressefotos: Aktuelle Fotos von der Wiedereröffnung des Multimar Wattforum können bei angefragt werden.

Pressemitteilung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Das könnte Sie auch interessieren

Lütetsburger Sommerpolder

Dank Meeres-Einfluss und extensiver Weidehaltung bei Gast- und Brutvögeln beliebt: Der Lütetsburger Sommerpolder. Derzeit werden die alten Stacheldraht-Zäune ausgetauscht, unterstützt durch Mittel des UNESCO-Biosphärenreservats.
Foto: Onno K. Gent/NLPV

15.01.2021 Maßnahme zum Artenschutz mit Mitteln des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer mehr »
Kegelrobben mit Jungtier. Foto: Richard Czeck

Mit etwas Glück - und natürlich aus respektvollem Abstand – lassen sich in vielen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer Kegelrobben beobachten. Foto: Nationalparkverwaltung / Richard Czeck

15.01.2021 Kegelrobben Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Zählung der Kegelrobben zur Wurfsaison im Dezember wurden im Maximum 988 Kegelrobben gezählt, davon 372 Jungtiere - ein neuer Rekord. mehr »

Langeneß und andere bewohnte Halligen gehören seit 2004 ebenfalls zum Biosphärengebiet.
Foto: Stock/LKN.SH

16.12.2020 Biosphärenreservat, Halligen Das „Biosphärenreservat Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ feiert morgen, am 17. Dezember, seinen 30. Geburtstag. mehr »
Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l.) präsentieren die Forscherboxen. Foto: Nationalparkverwaltung

Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l., alle Nationalparkverwaltung) präsentierten die Forscherboxen. Dorothea Seeger (BUND Meeresschutzbüro), Rosanna Schöneich-Argent (ICBM / BUND Niedersachsen) und Svenja Beilfuß (BUND Schleswig-Holstein/ Projekt Bio-Mare) waren online zugeschaltet. Foto: Nationalparkverwaltung

14.12.2020 Plastikmüll, Umweltbildung Plastikmüll im Meer ist ein globales Problem, welches auch vor der deutschen Nordseeküste keinen Halt macht. Mit einer neu entwickelten Meeresmüll-Forscherbox können die Nationalpark-Einrichtungen gut durchdachte, spannende Unterrichtseinheiten für Schulklassen zu diesem Thema anbieten. mehr »

Junger Seehund im Sand | Casper Tybjerg, TTF, Fisheries and Maritime Museum Esbjerg

09.11.2020 Trilaterale Zählungen von Seehunden im Wattenmeer und auf Helgoland im Jahr 2020 mehr »