05.10.2018

Toter Zwergwal in St. Peter-Ording angeschwemmt

©Schutzstation Wattenmeer

Am Strand von St. Peter-Ording ist am Freitag (5.) der Kadaver eines rund neun Meter langen Wales entdeckt worden. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen Zwergwal, so erste Erkenntnisse eines an den Fundort geeilten Expertenteams des ITAW (Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung) in Büsum. Zur Todesursache ist noch nichts bekannt, die ITAW-Experten haben für entsprechende Untersuchungen Proben entnommen, teilte die Nationalparkverwaltung in Tönning am Nachmittag mit. Anhand des Verwesungszustandes steht jedoch fest, dass das tote Tier länger im Wasser getrieben haben muss.

Der verendete Wal – laut ITAW-Team ein weibliches Tier mit einem Gewicht zwischen 2 und 2,5 Tonnen – sei offenbar mit dem morgendlichen Hochwasser angeschwemmt worden. Entdeckt wurde er vom St. Peteraner Seehundjäger, der sofort die Nationalparkverwaltung informierte. Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer und der Nationalparkverwaltung sicherten die Fundstelle mit Flatterband ab. Im Laufe des Nachmittags wollen Vertreter der beteiligten Behörden, darunter der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) und das Veterinäramt des Kreises Nordfriesland, über Zeitpunkt und Prozedere des Abtransports des Kadavers entscheiden.

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