30.03.2020

Vorbereitungen für die Brutzeit im Nationalpark

Nationalpark-Ranger Michael Beverungen bei der Arbeit. Foto: Stock/LKN.SH

Das öffentliche Leben der Menschen liegt weitgehend brach – die Vogelwelt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer bleibt davon unberührt. Rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit wurde das Schutzgebiet darum darauf vorbereitet, dass der Nachwuchs dort geschützt aufwachsen kann. Nationalpark-Rangerinnen und -Ranger sowie Aktive der betreuenden Naturschutzverbände haben dafür die Pfähle und Schilder zur Kennzeichnung der Schutzzone 1 und der Brut- und Rastgebiete installiert.

Unterschied zu sonstigen Jahren ist, dass diese Arbeit weitgehend allein statt in Teams geschieht. Wie sonst gilt jedoch auch diesmal: „Stichtag für die Fertigstellung ist der 1. April“, sagt Christian Wiedemann aus der Nationalparkverwaltung.

Damit das benötigte Material verfügbar ist, fragt der Koordinator für die Beschilderung Karl-Heinz Hildebrandt jeweils bereits im Februar den Bedarf ab und bestellt gegebenenfalls noch nach. Den Aufbau übernehmen dann in der Regel die Verantwortlichen vor Ort. „Die wissen am besten, was wo gebraucht wird“, so Wiedemann.

Unabhängig davon, wann Gäste den Nationalpark wieder besuchen können, wird zudem bald das Besucher-Informations-System (BIS) wieder komplett sein. Alle außendeichs platzierten Elemente werden nämlich im Herbst abgebaut und eingelagert.

Ziel des BIS ist es, Besucher an sensiblen oder stark frequentierten Standorten für die Schutzwürdigkeit der Wattenmeernatur zu sensibilisieren. „Informieren statt verbieten“ lautet dabei das Motto. Insgesamt 735 Infoelemente an 307 Standorten entlang der Nationalparkküste informieren Gäste über die einzigartige Natur des Wattenmeeres und über standortspezifische Besonderheiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Muttertier mit säugendem Jungen auf Amrum | © Eric Walter/Verein Jordsand

22.01.2021 Die Kegelrobbenkolonie auf Helgoland macht in diesen Wochen mit einem neuen Geburtenrekord Furore. Aber auch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde Kegelrobbennachwuchs geboren. mehr »
Lütetsburger Sommerpolder

Dank Meeres-Einfluss und extensiver Weidehaltung bei Gast- und Brutvögeln beliebt: Der Lütetsburger Sommerpolder. Derzeit werden die alten Stacheldraht-Zäune ausgetauscht, unterstützt durch Mittel des UNESCO-Biosphärenreservats.
Foto: Onno K. Gent/NLPV

15.01.2021 Maßnahme zum Artenschutz mit Mitteln des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer mehr »
Kegelrobben mit Jungtier. Foto: Richard Czeck

Mit etwas Glück - und natürlich aus respektvollem Abstand – lassen sich in vielen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer Kegelrobben beobachten. Foto: Nationalparkverwaltung / Richard Czeck

15.01.2021 Kegelrobben Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Zählung der Kegelrobben zur Wurfsaison im Dezember wurden im Maximum 988 Kegelrobben gezählt, davon 372 Jungtiere - ein neuer Rekord. mehr »

Langeneß und andere bewohnte Halligen gehören seit 2004 ebenfalls zum Biosphärengebiet.
Foto: Stock/LKN.SH

16.12.2020 Biosphärenreservat, Halligen Das „Biosphärenreservat Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ feiert morgen, am 17. Dezember, seinen 30. Geburtstag. mehr »
Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l.) präsentieren die Forscherboxen. Foto: Nationalparkverwaltung

Peter Südbeck, Stefanie Lenz und Hannah Wilting (v.l., alle Nationalparkverwaltung) präsentierten die Forscherboxen. Dorothea Seeger (BUND Meeresschutzbüro), Rosanna Schöneich-Argent (ICBM / BUND Niedersachsen) und Svenja Beilfuß (BUND Schleswig-Holstein/ Projekt Bio-Mare) waren online zugeschaltet. Foto: Nationalparkverwaltung

14.12.2020 Plastikmüll, Umweltbildung Plastikmüll im Meer ist ein globales Problem, welches auch vor der deutschen Nordseeküste keinen Halt macht. Mit einer neu entwickelten Meeresmüll-Forscherbox können die Nationalpark-Einrichtungen gut durchdachte, spannende Unterrichtseinheiten für Schulklassen zu diesem Thema anbieten. mehr »